Donald Trump zieht in den Kampf gegen angebliche "Social-Media.Zensur". (c) White House
Donald Trump zieht in den Kampf gegen angebliche "Social-Media.Zensur". (c) White House
Online-Umfrage des Weißen Hauses

Trump eskaliert Kampf gegen „Social-Media-Zensur“

Der US-Präsident kämpft unermüdlich für die Meinungsfreiheit, vor allem für rechtsgerichtete Stimmen. Eine Online-Umfrage soll nun dabei helfen.
Aus der Redaktion

„Teilen Sie Ihre Geschichte mit Präsident Trump.“ Mit diesem fürsorglichen Appell wendet sich das Weiße Haus an Social-Media-Nutzer, die nach eigener Auffassung von Plattformen wie Facebook, Youtube, Instagram und Twitter unsichtbar gemacht oder zensiert werden.

Mittels einer von der US-Regierung auf ihren offiziellen Kanälen verbreiteten Online-Umfrage haben Nutzer der sozialen Netzwerke die Möglichkeit, vermeintliche Verstöße gegen die Meinungsfreiheit an Donald Trump zu melden.

Viele Social-Media-Accounts von US-Amerikanern, so heißt es in der Umfrage, seien wegen unklarer Verstöße gegen Nutzerrichtlinien geschlossen, gesperrt oder missbräuchlich gemeldet worden. Dies verstoße womöglich gegen die „Freedom of Speech“, die in der US-Verfassung verankert ist.

Die Umfrage des Weißen Hauses, die „Präsident Trumps Kampf für Meinungsfreiheit unterstützen“ soll, umfasst insgesamt 16 Fragen. Teilnehmer können Screenshots gesperrter Inhalte hochladen.

Trump selbst ist prominentester Verfechter der Behauptung, rechte Standpunkte und Meinungen würden in den USA von sozialen Netzwerken systematisch, „diskriminierend und illegal“ unterdrückt. Bereits im Juli 2018 kündigte er an, dagegen vorzugehen. Insbesondere das angebliche so genannte „Shadow Banning“ – die gezielte Einschränkung der Reichweite bestimmter, vor allem rechtsgerichteter Accounts durch die Plattformen – steht dabei im Mittelpunkt.

Mit der jetzigen Umfrage soll dem Thema offenbar zusätzliche Prominenz gegeben werden – möglicherweise auch vor dem Hintergrund der näher rückenden Präsidentschaftswahl 2020.

Kürzlich hatte Facebook erstmals in seiner Geschichte extremistische Influencer dauerhaft aus seinem Netzwerk ausgeschlossen, meist prominente Rechte und Trump-Unterstützer wie die Verschwörungstheoretiker Milo Yiannopoulos und Alex Jones.

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Klimawandelleugner verbreiten Desinformation auf Youtube. / Klimawandel: (c) Getty Images/piyaset
Klimawandel: (c) Getty Images/piyaset
Meldung

Youtubes lascher Umgang mit Klimawandelleugnern

Avaaz kritisiert in einer Studie den sorglosen Umgang Youtubes mit Videos, in denen der Klimawandel geleugnet wird.   »weiterlesen
 
Die Twitter-Nutzung sei nicht mit Stefan Brinks Arbeit als Datenschützer vereinbar. / Stefan Brink: (c) LfDI BW, Jan Potente
Stefan Brink: (c) LfDI BW, Jan Potente
Meldung

Ist Twittern für Behörden (und Firmen) illegal?

Geht es nach dem Landesdatenschutzbeauftragten von Baden-Württemberg ist ein Twitter-Aus für Firmen und Behörden wahrscheinlich. Ein Anwalt widerspricht. »weiterlesen
 
Iran kritisiert die Löschung von Instagram-Posts, die Soleimani unterstützen. / USA und Iran: (c) Getty Images/Oleksii Liskonih
Foto: Getty Images/Oleksii Liskonih
Meldung

Instagram löscht Soleimani-Posts

Instagram löscht Posts, die Qasem Soleimani unterstützen. Grundlage dafür seien US-Sanktionen gegen Iran. »weiterlesen
 
Facebook will seine Praxis in Bezug auf politische Werbung nicht ändern. (c) Getty Images / ipopba
Foto: Getty Images / ipopba
Meldung

Politische Werbung: Facebook hält an Linie fest

Facebook will seine Praxis in Bezug auf politische Werbung nicht ändern. Nutzer sollen jedoch mehr Kontrolle bekommen.
 
Christof Schmid ist neuer Head of Communications bei Twitter Deutschland. (c) Twitter
Foto: Twitter
Meldung

Christof Schmid übernimmt Twitter-Kommunikation

Twitter hat einen neuen Kommunikationschef für Deutschland ernannt. 
 
Welches sind die peinlichsten Social-Media-Fails des Jahres 2019? / Symbolbild Shitstorm: (c) Getty Images/ filmfoto
Foto: Getty Images/ filmfoto
Bericht

Die peinlichsten Social-Media-Fails 2019

Der Titel "Peinlichster Social-Media-Fail 2019" ist heiß umkämpft. Mehrere Kandidaten kommen infrage.