Die Kurzvideo-Plattform Tiktok dominiert weltweit bei App-Downloads. (c) Tiktok
Die Kurzvideo-Plattform Tiktok dominiert weltweit bei App-Downloads. (c) Tiktok
Kurzvideo-Plattform

Tiktok weiter weltweit auf dem Vormarsch

Tiktok wächst und wächst, weltweit: Keine App eines anderes sozialen Netzwerks erreicht höhere Download-Zahlen als die chinesische Kurzvideo-Plattform.
Aus der Redaktion

Das Kurzvideo-Netzwerk Tiktok setzt seinen globalen Siegeszug vor allem unter jungen Nutzern ungemindert fort und hängt andere Social Networks wie Facebook, Youtube und Instagram beim Wachstum deutlich ab.

Wie eine Erhebung des Datendienstleisters Sensortower ergab, verzeichnete die Tiktok-App im ersten Quartal 2019 weltweit mehr als 33 Millionen Downloads im Apple-Store und war damit die am häufigsten heruntergeladene App überhaupt – im fünften Quartal in Folge. Youtube, Instagram und Whatsapp landeten mit Abstand auf den Plätzen zwei bis vier, gefolgt vom Facebook-Messenger und der Facebook-App. Snapchat und Twitter erreichten lediglich die Plätze 14 und 16.

Tiktok führt die weltweiten Download-Charts im Apple-Store an. (c) Sensortower

Auch bei Android-Mobilgeräten ist die Kurzvideo-Plattform – betrieben vom chinesischen Technologieunternehmen Bytedance – demnach die App der Stunde.

Die Google-Plattform verfügt weltweit über eine deutlich größere Nutzerbasis als Apple, dominiert vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Hier konnte Tiktok seine Zahlen gegenüber dem Vorjahr vervielfachen und erreichte mit gut 150 Millionen Downloads weltweit erstmals Platz 3 hinter Whatsapp und dem Facebook-Messenger.

Bei Google Play gehört Tiktok zu den Top 3 der populärsten Apps weltweit. (c) Sensortower

Google Play und Apple Store zusammengerechnet, liegt Tiktok im Hinblick auf die Downloadzahlen weltweit mittlerweile ebenfalls auf Platz 3, vor allen anderen Social Networks und nur noch übertroffen von Whatsapp und dem Facebook Messenger.

Die juristischen Schwierigkeiten in wichtigen Märkten konnten Tiktoks bemerkenswertes Wachstum bislang nicht aufhalten.

In den Vereinigten Staaten hat das Unternehmen im Februar 2019 die Auflage erhalten, durch eine Altersverifikation zu garantieren, dass seine Nutzer mindestens 13 Jahre alt sind. Außerdem verhängte die Aufsichtsbehörde FTC wegen Jugendschutz- und Datenschutzverstößen eine Strafe von 5,7 Millionen US-Dollar gegen Tiktok.

In Indien, einem der zahlenmäßig bedeutsamsten Märkte, wurde die App im April sogar für einige Wochen komplett gesperrt, weil über sie illegale Inhalte und Pornografie geteilt worden sein sollen.

In Deutschland erreicht Tiktok eigenen Angaben zufolge über vier Millionen Nutzer. Die Plattform hat 2019 damit begonnen, systematisch in die Werbevermarktung einzusteigen.

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Die Global Alliance for Responsible Media kämpft gegen Hass im Internet./ Hass im Internet: (c) Chainarong Prasertthai/ Getty Images
Bild: Chainarong Prasertthai/ Getty Images
Meldung

Kampf gegen Hetze und für Brand Safety im Netz

Sie setzen sich für mehr Brand Safety im Internet ein. Dafür kooperieren 16 weltweit führende Werbetreibende mit anderen Größen der Medienindustrie. »weiterlesen
 
Daniel Brandt, Marketing-Verantwortlicher bei Horsch, will aus den "Farming Heros" eine Testimonial-Kampagne machen./ Daniel Brandt: (c) Horsch
Bild: Horsch
Interview

„Wir schufen den „Iron Man“ der Landwirtschaft“

Die „Farming Heroes“ von Horsch gehören zu den großen Gewinnern des dpok. Mit der Kampagne hat die Firma noch einiges vor. »weiterlesen
 
Die Bayerische Staatsoper gewann 2019 unter anderem den DPOK für das "Team des Jahres". (c) Bayerische Staatsoper
Foto: Bayerische Staatsoper
Lesezeit 4 Min.
Gastbeitrag

Wo man sich in München noch über das Double freut

Beim diesjährigen Deutschen Preis für Onlinekommunikation gewann die Bayerische Staatsoper die begehrten Auszeichnungen für das „Team des Jahres“ und für die „Kampagne des Jahres von Institutionen“. Ihre Initiativen widmeten sich der Frage: Wie begeistert man im 21. Jahrhundert Menschen für die Oper?   »weiterlesen
 
Was Social Media angeht, ist der Bundestag ziemlich spät dran, meint Christiane Germann, Social-Media-Beraterin für Behörden./Christiane Germann: (c) Henning Schacht
Bild: Henning Schacht
Interview

Kritik an Social-Media-Plänen des Bundestags

Der Bundestag will eigene Social-Media-Kanäle launchen. Ein Budget hat er dafür nicht. Christiane Germann, Social-Media-Beraterin für Behörden, sieht das kritisch.
 
Ab Dezember 2019 sind Newsletter bei Whatsapp verboten. Es drohen Sperren und Strafen. (c) Whatsapp
Whatsapp wolle seinen Charakter als private Kommunikationsplattform erhalten, heißt es als Begründung für des Newsletter-Verbot. Foto: Whatsapp
Meldung

Whatsapp verbietet Newsletter

Facebook versetzt Whatsapp-Newslettern den Todesstoß: Ab 7. Dezember drohen Unternehmen bei Verstößen gegen das Newsletter-Verbot Sperren und Strafen. »weiterlesen
 
Das Bundesjustizministerium will spätestens 2021 ein Influencer-Gesetz. (c) GettyImages / Lightspruch
Mit dem Influencer-Gesetz soll ungerechtfertigte Abmahnungen unterbunden werden. Foto: GettyImages / Lightspruch
Meldung

Influencer-Gesetz: Regierung arbeitet an Entwurf

Per Gesetz sollen Abmahnungen gegen Influencer für unentgeltliche Postings unterbunden werden. »weiterlesen