Borussia Dortmund, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank und Volkswagen spenden je eine Million Euro für die Holocaust-Gedenkstätte. (c) Getty Images / chamoleonseye
Borussia Dortmund, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank und Volkswagen spenden je eine Million Euro für die Holocaust-Gedenkstätte. (c) Getty Images / chamoleonseye
Holocaust-Gedenkstätte

Yad Vashem: 5 deutsche Firmen spenden je 1 Million

Die Millionenspende der deutschen Unternehmen soll die Erweiterung der Holocaust-Gedenkstätte unterstützen.
Aus der Redaktion

Mit jeweils einer Million Euro unterstützen Borussia Dortmund, Daimler, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank und Volkswagen den Bau des „Hauses der Sammlungen“ in Yad Vashem, der weltweit bedeutendsten Holocaust-Gedenkstätte.

Die Spende geht auf eine Initiative des Deutschen Freundeskreises von Yad Vashem zurück. Mit ihr soll der weitere Ausbau der Gedenkstätte in Israel ermöglicht werden.

Schon jetzt beherbergt sie die größte und umfassendste Sammlung von Objekten aus der Zeit des Holocaust: etwa eine halbe Million Fotografien, mehr als 11.500 Kunstwerke und 32.000 Artefakte, über 130.000 dokumentierte Zeugenaussagen und rund 210 Millionen Seiten an schriftlichen Dokumenten aus der Zeit der Verfolgung im Dritten Reich.

Angesichts des beträchtlichen Zuwachses an Gegenständen und Dokumenten soll durch ein neues “Haus der Sammlungen” zusätzlicher Raum für die Aufbewahrung, Forschung und Restaurierung geschaffen werden. Die Gesamtkosten des Erweiterungsprojektes betragen rund 26 Millionen Euro.

In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die fünf Unternehmen ihre erhebliche Spende „als deutliches Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern des Holocausts, in Verantwortung für Vergangenheit und Zukunft und im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus.“

Hans‐Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund, erklärte: „Wir müssen ein ganz klares Stoppschild der Gesellschaft senden. Deshalb war es einmal ganz wichtig für uns, ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.“ Zum von ihm geführten Verein passe dies besonders: „Der BVB ist ein sehr politischer Verein.“

Der Vorsitzende des Deutschen Freundeskreises von Yad Vashem, Kai Diekmann, sagte, er freue sich “von ganzem Herzen” dass die fünf Unternehmen mit ihrem Engagement “die Erinnerung an den Holocaust und das Gedenken an dessen Opfer auch für kommende Generationen zu bewahren helfen.“

 

 
 


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