"Wer macht auch die Bauern froh? Ingo, Ingo."/ Ingo Senftleben: (c) Ingo Senftleben/Facebook
"Wer macht auch die Bauern froh? Ingo, Ingo."/ Ingo Senftleben: (c) Ingo Senftleben/Facebook
CDU-Wahlkampfsong

"Wer haut Verbrechern auf den Po? Ingo, Ingo!"

Für die einen ziemlich peinlich, für die anderen völlig okay: Die brandenburgische CDU veröffentlicht einen Wahlsong ihres Spitzenkandidaten Ingo Senftleben.
Aus der Redaktion

Die CDU Brandenburg wirbt mit einem Countrysong für ihren Spitzenkandidaten Ingo Senftleben. Und der geht so: „Wer macht auch die Bauern froh? Ingo, Ingo. Wer rüttelt am Status quo? Ingo, Ingo. Haut Verbrechern auf den Po. Ingo, Ingo. Wer wird für’s Land alles geben? Ingo Senftleben. Mit wem kann man auch mal einen heben? Ingo Senftleben. Wer schickt Wölfe in den Zoo? Ingo, Ingo. Wer stopft Funklöcher Hundert Pro? Ingo, Ingo. Ein Landei shubidubido. Ingo, Ingo. Neues für unser Land Brandenburg, SPD hat genug rumgegurkt.“

Häme gab es von den politischen Gegnern. Die SPD meinte, „Früher war mehr Wahlkampf“. Andere urteilten, die CDU sei nun eine Spaßpartei. Auf Twitter ordnet Gordon Repinski, stellvertretender Chefredakteur des Redaktionsnetzwerks Deutschland, Den Song „irgendwo zwischen Gundermann und Öh La Paloma“ ein. „Das ist schräg, das verdient Respekt.“

Claus Junghanns, Bürgermeister von Frankfurt (Oder), meint: „Das müsst ihr unbedingt weiterteilen. Weil es so verrückt ist.“ Er lobt den CDU-Kandidaten: „Gut gemacht #Ingo #Senftleben.“ Und Journalist Stephan Gensch twittert ironisch: „Trinkend und Popoklatschend Funklöcher stopfen. Mit #ingo #senftleben." 

Die Idee zum Song stammt vom Landesgeschäftsführer der CDU und dem Chef einer Werbeagentur. Ein Parteisprecher sagte gegenüber dem Tagesspiegel: „Darin werden unsere Themen in lockerer und witziger Weise verpackt, das ist alles nicht so bierernst.“ Der Ohrwurmsong sei ursprünglich nur für das eigene Team für die Wahlkampftour „Bock auf Brandenburg“ konzipiert worden. 

Der RBB-Sender Radio Eins empfindet es allerdings als nicht politisch neutral, dass nur die CDU einen eigenen Song habe und fühlte sich deshalb dazu berufen, der SPD auch ein peinliches Lied zu komponieren. „Wer steht jetzt ohne Lied da? Dietmar, Dietmar. Was reimt sich noch auf Dietmar Woidke? Dietmar Woidke. Heißt der nicht Dieter?“

Die brandenburgische Staatskanzlei ergriff die Gelegenheit, um Ingos Song zur Bewerbung des eigenen „Oper Oder-Spree“ Musikfestivals zu nutzen. 

 
 


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