Gute Kommunikation braucht Zeit, so das Motto der Deutschen Post DHL Group. (c) Deutsche Post DHL Group
Gute Kommunikation braucht Zeit, so das Motto der Deutschen Post DHL Group. (c) Deutsche Post DHL Group
Kommunikationskongress 2019

„Was wir machen, wollen wir richtig machen“

Für die wichtigen Dinge muss man sich Zeit nehmen – auch im Zeitalter der Digitalisierung, so Post-Kommunikatorin Christina Neuffer. Auf dem Kommunikationskongress erklärt sie, wie der Konzern dieses Motto umsetzt.
Katrina Geske

Gute Kommunikation braucht Zeit: So lautete das Motto des Vortrags von Christina Neuffer, zuständig für Wirtschafts- und Finanzkommunikation sowie Konzernthemen bei der Deutschen Post DHL Group. Wie jedoch lässt sich dieses Motto in unser schnelllebigen Zeit umsetzen?

Die Post sei ein großer Konzern, einer der größten Arbeitgeber weltweit – von dem Anspruch, besonders schnell oder spontan sein zu wollen, habe man sich schon lange verabschiedet. Stattdessen setzt die Post andere Schwerpunkte. „Die Dinge, die wir machen, wollen wir richtig machen“, so Neuffer. „Dafür nehmen wir uns Zeit.“

Wie genau setzt die Deutsche Post diesen Wahlspruch um? Um dies zu veranschaulichen, stellt Neuffer zwei Projekte des Konzerns vor. Mit dem DHL Global Trade Barometer wollte man einen Frühindikator für aktuelle und künftige Entwicklungen des Welthandels schaffen – ein zähes, langwieriges Unterfangen. „Zeitweise haben wir sogar überlegt, das Handtuch zu werfen“, gibt Neuffer zu. Klar war jedoch auch: Das Barometer kann ein mächtiges Tool sein – dieser Wert überzeugte das Unternehmen schließlich, sich die Zeit für seine Entwicklung zu nehmen.

Achtsamkeit spielte auch bei der Kommunikation des Konzerns zur Europawahl 2019 eine Rolle. Der Impuls dafür kam vom Vorstandsvorsitzenden Frank Appel. Manager können und sollten sich zu politischen Themen äußern, so seine Maxime. „In der Kommunikation waren wir zunächst eher verwundert“, sagt Neuffer. Man äußere sich doch sonst nicht zu politischen Themen? Hier sollte jedoch keine Parteiwerbung gemacht werden. „Unsere Zielsetzung war von Anfang an klar: Die Mitarbeiter sollten zum Wählengehen bewegt werden.“

Bereits im Januar 2019 begann man mit der Kommunikation zur Wahl; besonders intern fokussierte man sich während dieser Zeit stark auf das Thema. Dabei setzte die Post auf einen Medienmix – Printberichterstattung, aber auch Podcasts und Social Media kamen zum Einsatz. Auch der CEO war gefordert: Er reiste in verschiedene europäische Länder, tauschte sich mit Mitarbeitern aus. Sich Zeit für das nehmen, was wichtig ist – darum ging es auch hier.

Neuffers Fazit: An einer guten Idee sollte man festhalten – auch wenn die Umsetzung länger dauert, denn: „Mit allem, was um einen herum passiert, kann man sowieso nicht mithalten.“ Und außerdem: Je besser eine Idee zum Unternehmen passt, desto größer sind ihre Chancen auf Erfolg.

 

 

 
 


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