VW ergänzt seine Betriebsvereinbarung, um gegen Rechtsextremismus im Unternehmen vorzugehen./ Volkswagen: (c) Volkswagen AG
VW ergänzt seine Betriebsvereinbarung, um gegen Rechtsextremismus im Unternehmen vorzugehen./ Volkswagen: (c) Volkswagen AG
Abmahnung bis Kündigung

VW kämpft gegen Rechtsextremisten im Unternehmen

VW hat seine Betriebsvereinbarung ergänzt, um so gegen rechtextremistische Parolen in der Belegschaft vorzugehen.
Aus der Redaktion

VW sieht sich mit steigendem Rechtsextremismus unter seinen Mitarbeitern konfrontiert und antwortet mit einer ergänzten Betriebsvereinbarung. Den Anstoß dafür gab laut FAZ Viktor Kalschek, Vertrauensmann bei VW und Leiter des Arbeitskreises Antifa bei der Wolfsburger IG Metall. So habe er bereits vergangenen Sommer beobachtet, wie Mitarbeiter vermehrt Kleidung mit fremdenfeindlichen und rechtsextremistischen Parolen trugen. T-Shirts mit der Aufschrift „C18“ (Combat 18) und Sprüchen wie „nicht nur von der Sonne braun“.

Die Ergänzung der jetzt unterschriebenen Betriebsvereinbarung trägt den Titel „Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz“. In ihr steht: „Äußerungen, Verhaltensweisen und Symbole, die fremdenfeindlich, extremistisch, antisemitisch oder auf andere Weise menschenverachtend sind oder damit im Zusammenhang stehen, widersprechen Respekt und Toleranz und verstoßen gegen die Grundsätze dieser Betriebsvereinbarung.“ Wer dagegen verstößt, müsse laut Susanne Preuk, der Vorsitzenden des Gleichstellungsausschusses bei VW, mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das schließt neben Abmahnungen auch fristlose Kündigungen ein. „Wir dulden auf keinen Fall menschenverachtende Äußerungen“, so Preuk.

Olaf Winkler, Vertrauensmann bei VW, betont, dass Rechtsextremismus „kein Massenphänomen bei Volkswagen“ sei. Vielmehr spiegele das Unternehmen, wie alle anderen auch, die Gesellschaft wider.

 
 


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