Volkswagen hat Journalisten mit einigen ungewöhnlichen Forderungen irritiert (c) Getty Images / artisteer
Volkswagen hat Journalisten mit einigen ungewöhnlichen Forderungen irritiert (c) Getty Images / artisteer
Pressearbeit

Volkswagen mit merkwürdiger Presseeinladung

Die jüngste Presseeinladung des Autoherstellers irritiert Journalisten mit einigen ungewöhnlichen Forderungen.
Aus der Redaktion

Sie dürfen weder mitschreiben noch filmen oder fotografieren. Außerdem müssen sie Artikel vor der Veröffentlichung absegnen lassen. Diese Forderungen stellt der Autokonzern Volkswagen aktuell in einer Presseeinladung an Journalisten. Anlass: der Launch eines neuen Modells am heutigen Dienstagmorgen. Zugang zu der Veranstaltung sollen nur Journalisten erhalten, die sich mit den oben genannten Bedingungen einverstanden zeigen.

Auf Anfrage von Horizont äußert sich VW-Sprecher Christoph Oemisch zu dem Vorgehen. „Ungewöhnliche Veranstaltungen“, so sagt er, „erfordern ungewöhnliche Bedingungen.“ Die Aufregung kann er nicht nachvollziehen: Es sei schließlich kein Journalist gezwungen, an der Veranstaltung teilzunehmen. 

Marc Langendorf, Leiter Corporate Communications bei VW, fürchtet jedoch eine „falsche Tonalität“ bei der Berichterstattung über die Einladung. Auch er zeigt sich erstaunt über die Kritik an der Einladung. Dieser Umgang mit der Presse sei in der Automobilbranche nicht ungewöhnlich: Es könnten auf der Veranstaltung schließlich wettbewerbsrelevante Daten genannt und Prototypen gezeigt werden. Außerdem habe sich die Mehrheit der Journalisten mit den Forderungen einverstanden erklärt. 

 

 
 

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