Der Ratgeber "Die besten Absageschreiben an Bewerber" zeigt, bei welchen Unternehmen es sich selbst lohnt die Absage zulesen.(c) Thinkstock/Wavebreak Media
Der Ratgeber "Die besten Absageschreiben an Bewerber" zeigt, bei welchen Unternehmen es sich selbst lohnt die Absage zulesen.(c) Thinkstock/Wavebreak Media

"Vielen Dank für Ihr Interesse, aber…

…leider haben wir uns für einen anderen Bewerber entschieden." Doch es geht auch anders: Jobware und Kienbaum haben die gelungensten Absageschreiben von Personalabteilungen an ihre Bewerber zusammengestellt.
Eva Theil

Bei bis zu 100 Millionen Absageschreiben jährlich – schätzt der Online-Stellenmarkt Jobware – kommt dieser Satz sicherlich jedem bekannt vor. Aber kaum einer liest weiter, weil man die Floskeln schon in und auswendig kennt. Für "Die besten Absageschreiben an Bewerber" haben Kienbaum und Jobware 236 Bewerber dazu befragt, was ihnen bei einem Absageschreiben besonders wichtig ist und wovon die Qualität einer respektvollen Absage abhängt. Die Meisten wollen vor allem höflich und in einem angemessenem Ton erfahren, dass sie den Job nicht bekommen haben. Vor allem, wenn schon ein Vorstellungsgespräch stattgefunden hat.

Wenn schon absagen, dann bitte höflich

Somit erfinden Jobware und Kienbaum das Rad nicht neu, sondern erinnern HR-Verantwortliche vielmehr an Selbstverständlichkeiten. Sie sollten sich in den Bewerber hineinversetzen und ihm auf einfühlsame Weise absagen. Das liegt anscheinend nicht jedem. Besonders gut kann es jedoch der Kommunikationsdienstleister "Buw Holding" aus Osnabrück, der auf dem 1. Platz des Rankings um das beste Absageschreiben an Bewerber, landete. "Wenn Sie ein ausführlicheres Feedback wünschen, können Sie sich selbstverständlich bei uns melden", schreiben die Personalverantwortlichen hier. Sie drücken damit aus, dass sie den Bewerber und seine Mühen zu schätzen wissen und auch für weiteren Kontakt zur Verfügung stehen. Auch der Verein "Ambulante Dienste", der sich den 2. Platz sicherte, setzt auf Empathie und Motivation: "Bewerben Sie sich wieder. Wir freuen uns darauf", endet dessen Antwort.

Nützliche Tipps für Personaler

Inhaltlich inspirierend, doch die Farbgestaltung des Mini-Ratgebers lässt leider zu wünschen übrig. Das orangefarbene Cover und die nicht minder bunte Innengestaltung lassen ihn unübersichtlich erscheinen. Auch die unpassende Symbolik findet sich auf fast jeder Seite. So fragt man sich, was die Abbildung eines Eiskristalls mit dem Aufbau eines Absageschreibens zu tun hat.

Die Tipps und "Schritt-für-Schritt Anleitung" für wertschätzende Absageschreiben an Bewerber sind jedoch eine nützliche Anregung für jede Personalabteilung und helfen, das Unternehmen als respektvollen Arbeitgeber zu präsentieren.

Also liebe Personaler, es kann doch nicht so schwer sein: Jeder kennt sicherlich das Gefühl mit belanglosen Worten abgefertigt zu werden und sollte dies eifrigen Bewerben ersparen.

"Die besten Absageschreiben an Bewerber" (c) Kienbaum

Kienbaum Communications, Jobware Online-Service (Hrsg). "Die besten Absageschreiben an Bewerber". Books on Demand. 34,90 Euro.

 
 

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