Studie von Hotwire: Sowohl B2B-Entscheider als auch Verbraucher fordern Haltung von Unternehmen. (c) Getty Images / tumsasedgars
Studie von Hotwire: Sowohl B2B-Entscheider als auch Verbraucher fordern Haltung von Unternehmen. (c) Getty Images / tumsasedgars
Unternehmenskommunikation

Verbraucher und B2B-Entscheider fordern Haltung

Nicht nur für Konsumenten, sondern auch für Geschäftspartner spielen öffentlich vertretene Werte von Unternehmen eine große und wachsende Rolle.
Aus der Redaktion

Die öffentlich vertretenen Werte eines Unternehmens werden zunehmend wichtiger für Kaufentscheidungen von Verbrauchern und Geschäftsentscheidungen von Firmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der weltweit tätigen Kommunikationsagentur Hotwire.

Demnach habe fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent) schon mal auf ein Produkt oder eine Dienstleistung verzichtet, weil ein Unternehmen gegen persönliche Werte verstoßen hat. Insgesamt gaben laut der Studie 70 Prozent der Verbraucher an, Überzeugungen und Werte spielten bei ihrem Konsumverhalten eine Rolle.

Doch auch in Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen gewinnt die Haltung zu gesellschaftlich relevanten Fragen an Bedeutung: Zwar bleibe für B2B-Entscheider der Preis für Produkte und Dienstleistungen weiterhin das wichtigste Kriterium für eine Geschäftsbeziehung (84 Prozent) – ein „gemeinsames Wertefundament“ erreichte in der Hotwire-Studie jedoch bereits 82 Prozent.

Besonders brisant in diesem Zusammenhang: Nicht einmal die Hälfte (43 Prozent) der Marketingverantwortlichen in deutschen Unternehmen sind der Überzeugung, ihr Unternehmen würde Werte und Überzeugungen konsequent kommunizieren. Nur 26 Prozent arbeiten mit einer PR-Agentur zusammen, die sie beispielsweise bei der Krisenkommunikation unterstützen kann.

Zu den laut Studie in Deutschland als gesellschaftlich besonders relevant erachteten Themen in Deutschland gehören bei Verbrauchern, Marketingverantwortlichen und B2B-Entscheidern derzeit Datenschutz, Digitalisierung des Arbeitslebens, Lohnungleichheit, aber auch Umweltschutz und die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Für die Studie von Hotwire wurden zwischen Dezember 2018 und Januar 2019 in Deutschland 100 Marketingverantwortliche, 102 Unternehmensentscheider sowie 1.008 Verbraucher befragt. Insgesamt richtete sich die Befragung an 658 CMOs und leitende Kommunikationsfachleute in B2B- und B2C-Unternehmen, 688 Unternehmensentscheider sowie 6.218 Verbraucher in acht Ländern.

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Um den digitalen Arbeitsplatz mit Leben zu füllen, braucht die Unternehmenskommunikation Unterstützung. (c) Getty Images / golubovy
Foto: Getty Images / golubovy
Gastbeitrag

Fünf Schritte zum digitalen Arbeitsplatz

Um den digitalen Arbeitsplatz mit Leben zu füllen, braucht die Unternehmenskommunikation Unterstützung. Wie diese aussehen kann, weiß unser Gastautor. »weiterlesen
 
Er bezeichnet sich selbst als "charismatischen Geschäftsführer": David Schirrmacher. / David Schirrmacher: (c) Von Floerke
David Schirrmacher. Foto: Von Floerke
Meldung

Die "charismatische" Insolvenz von Von Floerke

Von Floerke ist pleite. Das verkündete der "charismatische Geschäftsführer" David Schirrmacher auf Facebook. »weiterlesen
 
In Sachen Social Media machen B2B-Unternehmen keine Experimente. (c) Getty Images / bigtunaonline
Foto: Getty Images / bigtunaonline
Studie

B2B-Unternehmen wenig experimentierfreudig

In Sachen Social Media setzen B2B-Unternehmen immer noch stark auf klassische Kanäle, wie eine aktuelle Studie zeigt. Beim Recruiting gewinnen die sozialen Medien an Bedeutung. »weiterlesen
 
Nicht jedes Unternehmen braucht einen Newsroom, meint Martin Frommhold von Otto. (c) Otto
Otto-Kommunikationschef Martin Frommhold (c) Otto
Interview

„Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen“

„Eine Bühne für Geschichten von der Digitalisierung“ – so lautet der Claim des 2018 eingeführten Newsrooms des Online-Händlers Otto. Warum sich die Einführungsphase etwas holperig gestaltete, was sich seitdem verändert hat und warum nicht jedes Unternehmen einen Newsroom braucht, verrät Kommunikationschef Martin Frommhold im Interview. »weiterlesen
 
Der Stahlkonzern Thyssenkrupp steckt tief in der Krise. Ein neuer Konzernsprecher soll es nun richten. (c) Getty Images / TBE
Thyssenkrupp (c) TBE
Meldung

Christoph Zemelka soll es für Thyssenkrupp richten

Erfolglose Investitionen, Dax-Abstieg und Führungswechsel – für Thyssenkrupp häufen sich die Negativschlagzeilen. Ein neuer Kommunikationschef soll Abhilfe schaffen. »weiterlesen
 
Fachkräftemangel und gesellschaftlicher Wandel sind die größten Herausforderungen für CEOs. (c) Getty Images / Devonyu
Foto: Getty Images / Devonyu
Studie

Eine neue Generation von CEOs ist gefragt

Was sind die größten Herausforderungen, denen sich Geschäftsführer in Zukunft stellen müssen? Das hat eine aktuelle Studie untersucht. »weiterlesen