Über die PRler-Journalisten-Beziehung (c) Thinkstock/sezer66
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Immer wieder erreichen die Redaktion hilfreiche Angebote – unsere Glosse

Varianten der Kooperation

Einblicke in den Redaktionsalltag: Wenn Agenturen Journalisten helfend zur Seite springen. Unsere Glosse

„Ich komme auf Sie zu, um Ihnen eine Variante einer Kooperation vorzuschlagen.“ Das ist aber nett. Ich brauche dringend Hilfe, denn ich bin Redakteurin. Morgens schleiche ich oft durch die Flure der Redaktion und frage die Kollegen: „Habt ihr vielleicht ein Thema für mich?“ Achselzucken. Doch diese Mail verspricht Hilfe, ich freue mich. „Es geht nicht um Werbung.“ Ah, das klingt gut. Das war glaube ich etwas, worauf ich achten sollte, wenn ich mich recht an meine Volontärsausbildung erinnere. „Es geht um einen von Ihnen geschriebenen neuen Artikel. In diesem würden Sie unseren Kunden erwähnen.“ Ach so, das würde ich also. „Das Thema können Sie frei wählen.“ Oh nein, bitte nicht so viel Arbeit! Vielleicht nehme ich doch eher das fertig geschriebene Interview, das eine Agentur für mich mit ihrem Kunden geführt hat. „Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie viel wir hierfür zahlen müssten?“ Achsooo… „Sie müssten dafür lediglich unseren Kunden erwähnen.“ Aber was soll ich denn über den Kunden schreiben? Mmh, ich könnte bei Google News recherchieren – dort bieten ja neuerdings viele PRler ihre Hilfe an. Und wenn ich keine Lust mehr auf Journalismus habe, dann werde ich einfach Influencer Manager. Da gab es vor kurzem eine interessante Stellenausschreibung. Gelernt, wie das geht, habe ich schließlich schon.

 
 

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