Und plötzlich steht wieder Weihnachten vor der Tür. Foto: Thinkstock/demaerre
Und plötzlich steht wieder Weihnachten vor der Tür. Foto: Thinkstock/demaerre
Geschäftspost zum Jahresende

Und jährlich grüßt die Weihnachtskarte

Die geschäftliche Grußkarte zum Jahresende ist ein altbewährtes PR-Instrument, erinnert sie doch an die eigene Marke und stärkt die Bindung zu ihr. Die Sache hat nur einen Haken: Zwischen dem ersten und dem vierten Advent ist sie geradezu omnipräsent. Was Sie tun können, damit Ihr Gruß hervorsticht.
Carolin Sachse-Henninger

Wird die Geschäftspost auffallend warmherzig und persönlich, dann steht meist Weihnachten vor der Tür. Es ist die Zeit, in der Unternehmen Grußkarten verschicken und ihren Geschäftskontakten für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten danken. Und es ist die vermutlich letzte Gelegenheit im Jahr, die eigene Marke in Erinnerung zu rufen; nicht nur für Unternehmen im B2B-Bereich, denn heute kann – so viel wissen wir dank Social Media – jeder Multiplikator sein.

Auf das Timing kommt es an

Der Digitalisierung zum Trotz ist die traditionelle Grußkarte nach wie vor aktuell: Im Schnitt 355 Weihnachtskarten verschicken Unternehmen mittlerer Größe, wie eine aktuelle Studie herausgefunden hat. Bei den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern wandern durchschnittlich 291 Karten in den Briefkasten, und auch die kleinen versenden mit etwa 135 Grußkarten noch große Mengen an gedrucktem Karton jedes Jahr.

Bei dieser Flut an Jahresendgrüßen lohnt es sich, nicht zu lange mit der eigenen Weihnachtspost zu warten. Statt in der wuseligen Adventszeit verschicken Sie Ihre Grußkarte doch einfach schon jetzt. „Der Adventsbrief hat den Vorzug des Ersten“, sagt Sylke Schröder vom Briefstudio in Weimar, das sich mit der Wirkung von E-Mails und Briefen auf das Markenbild beschäftigt. Die Chance, wahrgenommen zu werden und mit der eigenen Botschaft durchzudringen, sei zu Beginn der Adventszeit am größten, erklärt die Expertin.

Der Aufwand lohnt sich

Für einen bleibenden Eindruck sorgt darüber hinaus der Bezug zur eigenen Marke. Der Adventsgruß gewinnt damit an Glaubwürdigkeit, wie Schröder unterstreicht. „Am besten geht das mit einem eigenen Produkt. So lässt der Absender seine Marke sprechen, ohne von ihr reden zu müssen“, rät die Expertin. Ein Klassiker sei der Adventskalender, der sich vom Brief zudem auf ein digitales Medium übertragen lasse.

Dass Aufwand und Kosten sich lohnen, zeigt übrigens eine Studie der Schweizerischen Post. Demnach finden Geschäftskunden, dass Briefe eine höhere Wertschätzung vermittelten. Außerdem würden sie eher wahrgenommen als E-Mails.

Also, liebe Kommunikatorinnen und Kommunikatoren: Kreation angekurbelt, Füller gezückt und raus mit der Adventskarte! Dann bleibt auch mehr Zeit, sich an der eingehenden Weihnachtspost zu erfreuen.

 

 
 

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