Elon Musk verabschiedet sich von Twitter (c) Daniel Oberhaus [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
Elon Musk verabschiedet sich von Twitter (c) Daniel Oberhaus [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
Social Media

Tesla-Chef Musk verkündet Abschied von Twitter

Elon Musk verkündet seinen Abschied von Twitter, weil er sich „über den Nutzen der Plattform nicht sicher“ ist. Seine Tweets hatten ihm in der Vergangenheit immer wieder Ärger eingebracht.
Aus der Redaktion

„Not sure about [the] good of twitter” – mit diesen Worten tat der Tesla-Chef Elon Musk am vergangenen Freitag – in einem Tweet – seine Zweifel am Nutzen der Plattform kund. Kurz darauf verkündete er, er „gehe offline“.

Musk hat auf Twitter mehr als 29 Millionen Follower; viele von ihnen reagierten mit Bedauern auf seine Entscheidung. Seine Ernüchterung in Sachen Twitter kommt jedoch nicht ganz überraschend. Der Tesla-Chef hatte zuvor bereits mehrere Male seinen Abschied von Twitter angekündigt – zuletzt war dies im Juni der Fall – war jedoch stets nach wenigen Tagen wieder auf der Plattform aktiv.

Ärger mit Höhlenforscher und der SEC

In der Vergangenheit hatte er sich mit seinen Tweets immer wieder Ärger eingehandelt. So muss sich Musk zurzeit wegen Beleidigung vor Gericht verantworten, weil er einen britischen Höhlenforscher auf Twitter als „Pädo-Typ“ bezeichnet hatte. Der Begriff sei während seiner Kindheit in Südafrika ein übliches Schimpfwort gewesen, lautete die schwache Verteidigung.

Auch mit der US-Börsenaufsicht SEC geriet Musk per Twitter aneinander. Im August 2018 liebäugelte er in einem Tweet damit, Tesla von der Börse zu nehmen. Zwar machte Musk seine Drohung nicht wahr; auf dem Aktienmarkt sorgte diese dennoch für Wirbel. Die SEC warf Musk daraufhin Irreführung der Aktionäre vor. Er musste als Tesla-Aufsichtsratschef zurücktreten und erhielt Auflagen für seine künftigen Aussagen in Online-Medien.

Da verwundert es kaum, dass der Tesla-Chef fürs erste genug von Twitter hat. Seine Online-Präsenz hat er damit noch weiter vermindert: 2018 trennte er sich bereits von seinen Facebook-Kanälen sowie seinen persönlichen Instagram-Account. Künftig will er sich stattdessen an die Diskussionsplattform Reddit halten, die seiner Meinung nach „immer noch gut“ sei.

Risiko für Kommunikationspannen hemmt CEOs im Netz

Negativbeispiele wie das von Musk könnten ein Grund dafür sein, dass viele CEOs in Sachen Social Media immer noch zurückhaltend agieren: Laut einer aktuellen Studie ist gerade mal die Hälfte aller DAX-Chefs in den sozialen Medien aktiv.

 

 

 

 

 
 


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