Studien sind aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. (c) Getty Images / karandaev
Studien sind aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. (c) Getty Images / karandaev
Studie über Studien

Studien wichtig für PR, sagt aktuelle Studie

Für Unternehmen in Deutschland sind Studien ein wichtiges Kommunikationswerkzeug. Das ergab – eine aktuelle Studie.
Aus der Redaktion

Studien sind aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. Der Grund: Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit von Kunden und Öffentlichkeit sind sie besonders effektiv. Spannende Studienergebnisse sind sowohl für analoge als auch für digitale Medien interessant.

Grund genug für Frankfurt Business Media und das F.A.Z.-Institut, zu untersuchen, worauf es Kommunikationsentscheidern beim Einsatz von Studien ankommt, und wie erfolgreich sie damit sind. Insgesamt wurden 212 Kommunikatoren nach ihren Erfahrungen und Zielen befragt.

Das Ergebnis fiel positiv aus: Acht von zehn Befragten sehen Studien als erfolgversprechendes Mittel der Unternehmenskommunikation an. Zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Unternehmen haben bereits Studien erstellt und in ihrer Kommunikation eingesetzt. 60 Prozent von ihnen planen weitere Projekte, denn: Studienergebnisse finden leichter Eingang in die redaktionelle Berichterstattung als andere Nachrichten. Entscheider, die bereits Erfahrungen mit Studien gemacht haben, sind sogar zu 94 Prozent überzeugt von ihrer Bedeutung für die Unternehmenskommunikation.

Die meisten Unternehmen verfolgen dabei außerdem ähnliche Ziele: 85 Prozent der Befragten gaben an, Studien gäben Unternehmen die Möglichkeit, Themen zu besetzen, die eigenen Kompetenz für diese Themen zu demonstrieren und sich als Meinungsführer zu etablieren. Drei Viertel der Kommunikatoren zielen auf eine hohe Medienresonanz ab: Sie wollen mit Studien vor allem öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen.

Dabei sind nach Meinung der Befragten die klassische Pressemeldung und die exklusive Berichterstattung in einem renommierten Medium die wichtigsten Publikationsmöglichkeiten für Studienergebnisse: 91 beziehungsweise 90 Prozent der Entscheider erachteten diese als geeignet, 55 beziehungsweise 62 Prozent sogar als sehr geeignet zur Verbreitung der Studienergebnisse. Erweitert wurden die Präsentationsmöglichkeiten durch die Digitalisierung: Dabei bietet sich vor allem das PDF-Format an, das 83 Prozent der Befragten als wichtige Präsentationsform einordnen. Auch digitales Storytelling (81 Prozent), Microsites (74 Prozent) und Videos (72 Prozent) werden geschätzt.

Damit Studien die gewünschten Kommunikationsziele und Leser erreichen, sollten bestimmte Kriterien beachtet werden. Bei den befragten Kommunikationsentscheidern stehen vor allem inhaltliche Qualität (93 Prozent), eine belastbare Datenbasis (84 Prozent) und die Repräsentativität der Daten (70 Prozent) besonders hoch im Kurs.

Über die Studie

Die Befragung wurde im November 2018 von Frankfurt Business Media und dem F.A.Z.-Institut durchgeführt. Insgesamt nahmen 212 Kommunikationsentscheider an ihr teil. Die Befragten gehörten mehrheitlich der Unternehmenskommunikation an; außerdem vertreten sind Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher sowie Leiter von Marketing und Vertrieb. Das F.A.Z.-Institut hatte bereits 2014 eine Untersuchung zu Studien in der Unternehmenskommunikation veröffentlicht. Die Einschätzungen waren bereits damals stark positiv. Die komplette aktuelle Studie gibt es hier.  

 

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Antje Karbe von der Pressestelle der Universität Tübingen nahm als Erstplatzierte den IDW-Preis für Wissenschaftskommunikation entgegen. (c) Uni Tübingen / ZFM
Foto: Uni Tübingen / ZFM
Lesezeit 2 Min.
Meldung

Wissenschaftskommunikation zweifach ausgezeichnet

Gleich zwei Preise würdigten die Wissenschaftskommunikation: Drei Kommunikatorinnen sind Forschungssprecherinnen des Jahres. Und die Universität Tübingen überzeugte mit einer Pressemitteilung. »weiterlesen
 
Die Konzernzentrale von BMW. (c) BMW Group/Stadlerphoto.com
Foto: BMW Group/Stadlerphoto.com
Lesezeit 1 Min.
Studie

Dax-Pressearbeit: Automobilbranche vorn

In einer Umfrage loben Wirtschaftsjournalist:innen die Pressearbeit von BMW, Daimler und Volkswagen. Zugleich bemängeln sie Corona-bedingte Kommunikationsprobleme. »weiterlesen
 
Zwischen PR und Journalismus scheinen die Rollen von Gut und Böse klar verteilt. Ist es wirklich so einfach? Foto: Getty Images/lightfieldstudios
Foto: Getty Images/lightfieldstudios
Lesezeit 4 Min.
Kommentar

Helle und dunkle Seiten

Kommunikatoren und Journalisten sind der Wahrheit verpflichtet. Ihre Werte sind ähnlicher, als beide Berufsgruppen manchmal glauben. Ein geschwächter Journalismus kann nicht im Interesse der PR liegen. »weiterlesen
 
Muss sich häufig vor Unternehmen und Politik – hier vor dem US-Kongress 2018 – rechtfertigen, warum er so wenig gegen Hate Speech unternimmt: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (c) picture alliance/Xinhua News Agency/Ting Shen
Foto: picture alliance/Xinhua News Agency/Ting Shen
Lesezeit 6 Min.
Bericht

Zu viel Hass auf Facebook-Seiten

Um das Zuckerberg-Netzwerk zu zwingen, stärker gegen Hass auf seiner Plattform vorzugehen, schlossen sich weltweit Tausende Unternehmen einem Werbeboykott an. Einige planen nicht mehr zurückzukehren.
 
Immersive Medien wie Virtual oder Augmented Reality ermöglichen eine emotionale Verbindung mit Inhalten – ideal für die Unternehmenskommunikation. (c) Getty Images/Melpomenem
Foto: Getty Images/Melpomenem
Lesezeit 3 Min.
Kolumne

Kommunikation mit Herzklopfen

Immersive Medien wie Virtual oder Augmented Reality ermöglichen eine besonders emotionale Verbindung mit Inhalten – ideal also für die Kommunikation. Wie die Zukunft aussehen könnte, beschreiben unsere „Echolot“-Kolumnistinnen. »weiterlesen
 
Ab 1. Oktober 2020 neue Kommunikationschefin des Deutschen Fußball-Bunds (DFB): Mirjam Berle. (c) picture alliance/P0009
Foto: picture alliance/P0009
Lesezeit 4 Min.
Porträt

Krisenerprobte Mannschaftssprecherin

Mirjam Berle übernimmt einen der begehrtesten Jobs der Kommunikationsbranche. Sie wird Direktorin „Öffentlichkeit und Fans“ beim DFB. Neben der Positionierung der Nationalmannschaften gehören Krisenkommunikation und die Rückgewinnung von Vertrauen in den Verband zu ihren Aufgaben. »weiterlesen