In der Unternehmenskommunikation geht nichts ohne Bilder. (c) Getty Images/fredmantel
In der Unternehmenskommunikation geht nichts ohne Bilder. (c) Getty Images/fredmantel
Recht und Praxis

So werden Pressebilder rechtssicher

Auch Unternehmen sind in der Pflicht, ihre Bilder zu schützen und deren Verwendung zu beobachten. Die Bildbeschaffer erklären, was Pressestellen beachten sollten und warum die Blockchain zunächst wohl keine Erleichterung bringen wird.
Michaela Koch
Alexander Karst

Ein Unternehmen startet eine kleine Kampagne und lizenziert ein Bild für den Titel der begleitenden Broschüre. Die PR-Abteilung begleitet die Aktion mit einer Pressemeldung und bietet das Bild kostenlos auf der Presse-Webseite zum Download an – hat aber vergessen, auch für diese Nutzung das Bild zu lizenzieren. Das Ende vom Lied: Das Unternehmen muss mehrere tausend Euro Strafe zahlen. Ein anderes Unternehmen gönnt sich ein Rebranding, muss aber feststellen, dass auch drei Jahre später nur ein Drittel seiner gut tausend Händler das neue Logo auf der Webseite zeigt.

Die beiden Fälle verdeutlichen die Komplexität, der sich die Unternehmenskommunikation bei Bildfragen ausgesetzt sieht. Was bei der Bestellung eines Fotos, beim Hochladen des Bildes ins Content-Management-System bis hin zum Posten auf Facebook & Co. zu beachten ist, soll dieser Beitrag klären.

Bald kommt die Blockchain?

Eine Vereinfachung der Prozesse verspricht im Übrigen die Blockchain-Technologie – auf den ersten Blick. Tatsächlich gilt das jedoch nur beim Thema Smart Contracts: Wenn ein Urheber „dem Netz respektive der Blockchain“ erlaubt, seine Bilder automatisch zu verkaufen, dann könnte auch ein Unternehmen überlegen, Smart Contracts für das Einkaufen und das Sichern eigener Bilder einzusetzen. Abgesehen davon bringt die Technologie keinen Mehrwert für Bilder, denn ein großes JPG in der Blockchain wäre schlicht zu teuer. Bis dahin sollten die folgenden Schritte und Tipps beachtet werden:

Seite 2: Machen Sie Nutzungshinweise kenntlich
Seite 3: Machen Sie die Presse-Webseite diebstahlsicher
Seite 4: Keine Verwirrung im Netz: Klären Sie die Rechte von Anfang an ab
Seite 5: Kontrollen Sie, wie und wo Ihre Bilder verwendet werden

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Neue Normalität: Noch nie waren wir so flexibel darin, wo und wann wir arbeiten. (c) Getty Images/Goodshoot
Foto: Getty Images/Goodshoot
Lesezeit 5 Min.
Gastbeitrag

Der neue Standard

Großraumbüro war gestern, Gewusel gibt es heute nur noch auf dem Bildschirm. Oliver Santen vom Bankenverband war von der Umstellung nicht begeistert. Und lernte am Ende doch die neue Normalität lieben. »weiterlesen
 
Digitale Zusammenarbeit und Homeoffice werden nach Einschätzung vieler Kommunikator:innen 2021 weiter zunehmen. (c) Getty Images/RossHelen
Foto: Getty Images/RossHelen
Lesezeit 2 Min.
Studie

Kommunikationsprofis erwarten 2021 mehr Homeoffice

Die Stimmung von Mitarbeiter:innen in Homeoffice-Zeiten hochzuhalten, wird in diesem Jahr ein Schwerpunkt in der Unternehmenskommunikation sein. Das und mehr zeigt eine Umfrage unter Medien- und Kommunikationsprofis. »weiterlesen
 
Sarah Huckabee Sanders war rund zwei Jahre lang Pressesprecherin im Weißen Haus. Im "Mueller Report" sind Lügen von ihr dokumentiert. (c) picture alliance/newscom/Kevin Dietsch
Foto: Picture Alliance/Newscom/Kevin Dietsch
Kommentar

Jeglichen Anstand vermissen lassen

Die Redaktion des US-Magazins "Forbes" will Informationen, die sie künftig von ehemaliger Mitarbeitenden der Presseabteilung von Donald Trump erhält, besonders genau prüfen. Ihre Glaubwürdigkeit hätten die Kommunikatorinnen und Kommunikatoren verspielt. »weiterlesen
 
Wolfgang Ainetter (l.) bei einer Pressekonferenz von Andreas Scheuer (r.). (c) picture alliance/dpa/Michael Kappeler
Foto: picture alliance/dpa/Michael Kappeler
Lesezeit 2 Min.
Meldung

Ainetter ist nicht mehr Sprecher von Scheuer

Das Verhältnis von Kommunikationschef Wolfgang Ainetter und Minister Andreas Scheuer soll "zerrüttet" sein. »weiterlesen
 
Newsrooms wie hier bei der Lufthansa haben sich in der Coronakrise bewährt. Das Foto wurde vor der Coronakrise aufgenommen. (c) Lufthansa
Foto: Lufthansa
Lesezeit 4 Min.
Lesestoff

Newsrooms remote

Unternehmen müssen in der Coronakrise noch flexibler auf tagesaktuelle Entwicklungen reagieren als sonst. Das Konzept „Newsroom“ kann hier seine Stärken voll ausspielen. »weiterlesen
 
Ein Flugzeug von Lufthansa und eines von Easyjet landeten am Eröffnungstag als erste am BER. (c) Thomas Trutschel/Phototek
Foto: Thomas Trutschel/Phototek
Lesezeit 6 Min.
Interview

Bloß nicht wieder enttäuschen

Mit dem Flughafen BER hat Berlin den Spott der Welt auf sich gezogen. Ausgerechnet während der Coronakrise musste der Flughafen eröffnen – etwa neun Jahre verspätet, ohne große Feierlichkeiten. Ein Interview mit Kommunikationschef Hannes Hönemann über die Öffentlichkeitsarbeit für ein Krisenprojekt, das seinesgleichen sucht. »weiterlesen