Moderne digitale Kanäle können die Kommunikation dabei unterstützen, Mitarbeitende im Mobile Office zu erreichen. (c) Getty Images / Poike
Moderne digitale Kanäle können die Kommunikation dabei unterstützen, Mitarbeitende im Mobile Office zu erreichen. (c) Getty Images / Poike
Mobile Office

So geht mobile Zusammenarbeit in Krisenzeiten

In Krisenzeiten müssen Unternehmen die Art, wie sie an ihre Angestellten kommunizieren, überdenken. Moderne digitale Kanäle sind dabei unerlässlich.  
Lutz Hirsch

Ganz gleich, ob Natur-, Umwelt oder Gesundheitskatastrophen: In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir immer öfter Ereignisse beobachten, die gravierende Auswirkungen auf die Formen der Zusammenarbeit im Arbeitsalltag und die Art, wie Unternehmen an die Mitarbeitenden kommunizieren können, haben.

Was dabei nicht von der Hand zu weisen ist: In Krisenzeiten, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt aus dem Homeoffice arbeiten oder aufgrund von Reisebeschränkungen und -ausfällen an ihren Standort gebunden sind, werden moderne digitale Kanäle unerlässlich. Sie ermöglichen es zum einen, den Geschäftsbetrieb weiter aufrecht zu erhalten und zum anderen - aus Sicht der Unternehmenskommunikation - auch wirklich alle Mitarbeitenden zu erreichen.

Denn wenn gewohnte Formate wie Townhall Meetings, CEO Talks oder Betriebsversammlungen plötzlich nicht mehr stattfinden und Mitarbeitende zudem auch nicht in ihrem gewohnten Unternehmenskontext bzw. IT-Umfeld erreicht werden können, stellt dies die Unternehmenskommunikation vor große Herausforderungen. Was dann benötigt wird, sind Kanäle und Mechanismen, über die an und mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommuniziert werden kann. Dazu gehören:

  • mobile Intranets bzw. Mitarbeiter-Apps, über die alle Kolleginnen und Kollegen schnell mit relevanten, topaktuellen Nachrichten aus dem Unternehmen versorgt werden können. So wird der lückenlose Informations- und Wissenstransfer sichergestellt.
  • mit dem Digital Workplace verbundene Cloud-Szenarien, die es ermöglichen, alle Mitarbeitenden in den Arbeitsprozess zu integrieren und die den Nutzerinnen und Nutzern Zugriff auf die für ihren Arbeitsalltag relevanten Tools und Systeme geben - egal, wo sie sich gerade aufhalten. Verteilt über verschiedene Arbeitsumgebungen hinweg können so beispielsweise mithilfe von Videokonferenzlösungen virtuelle Meetings und Workshops mit Kollegen, Kunden und Partnern abgehalten werden.
  • Chat-basierte Plattformen für die dynamische, ortsungebundene Zusammenarbeit in Projektteams und Abteilungen, über die ein intensiver Austausch und eine gemeinsame Arbeit an Dokumenten stattfinden kann. Speziell für Kommunikationsverantwortliche in Krisensituationen wichtig: Über Video-Calls mit geteiltem Bildschirm sowie in Einzel- oder Gruppen-Chats können Blitzabstimmungen zur schnellen Klärung von Sprachregelungen oder zum Ablauf der nächsten Prozess-Schritte erfolgen.
  • kurze Videoformate, die geräteunabhängig abrufbar sind, über die der CEO mit persönlichen Botschaften zu geplanten Krisenmanagement-Maßnahmen informieren kann und die es ermöglichen, die Kommunikation mit den Mitarbeitenden interaktiv zu gestalten.

Damit gilt nicht nur, aber auch und besonders in Krisenzeiten: Unternehmen, die flexibel auf neue, den Arbeitsalltag erheblich beeinflussende Situationen reagieren können und stärker auf die Chancen digitaler, interaktiver Cloud-Szenarien setzen, kommen oft besser durch diese von Ausnahmezuständen geprägten Zeiten. Und wir erleben es selbst in unserem Projektgeschäft: Workshops, die sonst zwingend vor Ort durchgeführt werden sollten, bringen über rein virtuelle Formate oft in kürzerer Zeit fokussierte Ergebnisse.

 

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Kommunikationsoffensive mit Charme: Mit „#BackToOffice – Anflug aufs Büro“ kommunizierte Marten neue Mitarbeiterrichtlinien im Flughafenstil. (c) GettyImages/zakokor
Bild: GettyImages/zakokor
Lesezeit 2 Min.
Gastbeitrag

Ankommen mit Abstand

Nick Marten startete auf dem Höhepunkt der Coronakrise seinen neuen Job. Schnell galt es, den Angestellten unangenehme Wahrheiten zu verkünden. »weiterlesen
 
Besteht zwischen Management und Beschäftigten eine Kluft, gelingt Change-Kommunikation kaum.(c) Getty Images/Mariakray
Foto: Getty Images/Mariakray
Lesezeit 1 Min.
Meldung

Top-Down-Kultur erschwert Change-Kommunikation

Wann misslingt die Kommunikation von Veränderungen? Eine Umfrage unter PR-Profis gibt Antworten. »weiterlesen
 
In der Krise wurde vieles ausprobiert. Jetzt wird ausgemistet und ein Post-Corona-Paket geschnürt. (c) Getty Images/dorian2013
Foto: Getty Images/dorian2013
Lesezeit 3 Min.
Kolumne

Einmal aufräumen, bitte!

Die Interne Kommunikation ist in der Coronakrise gefragt wie nie. Diese Beachtung hat so manchen Ideen beachtlichen Schub gegeben. Gut so! Und jetzt ist es Zeit, den Instrumentenkoffer aufzuräumen – mit Tipps von„Echolot“-Kolumnistin Andrea Montua. »weiterlesen
 
Mitarbeiter wollen inspiriert, motiviert und gecoacht werden. (c) nd3000 / Getty Images
Foto: nd3000 / Getty Images
Lesezeit 5 Min.
Interview

Das Team gewinnt

Wie die Digitalisierung die Rolle von Führungskräften verändert, erleben viele Kommunikationsabteilungen aktuell hautnah. Worauf es in der Zusammenarbeit ankommt, erklären Jan Runau von Adidas und Sabia Schwarzer von der Allianz. »weiterlesen
 
Facebook soll Problemen bei der Reichweite gewusst, jedoch nichts unternommen haben. / Statistik: (c) Getty Images/champc
Statistik: (c) Getty Images/champc
Meldung

Facebook fakte seit Jahren bewusst die Reichweite

Neue Gerichtsdokumente belasten Facebook schwer. Der Konzern soll „seit Jahren“ davon gewusst haben, dass die Reichweitenzahlen übertrieben waren. »weiterlesen
 
Damit Videokonferenzen nicht zum Desaster werden, sollten Sie folgende Tipps beachten./ Videokonferenz: (c) Getty Images/AndreyPopov
Videokonferenz: (c) Getty Images/AndreyPopov
Ratgeber

Mit diesen fünf Tipps gelingt jede Videokonferenz

Es genügen schon wenige Verbesserungen, damit die Videokonferenz effektiv und nicht zur langweiligen Pflichtveranstaltung wird. »weiterlesen