Snapchat profiliert sich über seinen Umgang mit politischer Werbung./ Snapchat: (c) Snap Inc.
Snapchat profiliert sich über seinen Umgang mit politischer Werbung./ Snapchat: (c) Snap Inc.
Abgrenzung zu Facebook

Snapchat unterzieht Werbung einem Fakten-Check

Nach Twitter will sich auch Snapchat über seinen Umgang mit politischer Werbung profilieren. Das Unternehmen arbeitet mit Fakten-Checks.  
Toni Spangenberg

Snapchat unterzieht Werbung vor Veröffentlichung einem Fakten-Check. Das schließt auch politische Anzeigen ein. So will das Unternehmen die Verbreitung von Falschnachrichten verhindern. Damit geht Snapchat einen anderen Weg als Facebook. Der Zuckerberg-Konzern veröffentlicht Kampagnen unter dem Vorwand des Schutzes der Meinungsfreiheit ohne jede Prüfung und steht dafür in der Kritik.

Evan Spiegel, CEO von Snap, will so einen Raum für seine hauptsächlich jungen Nutzer schaffen, um sie „dazu zu ermutigen, in politische Diskussionen einzutreten. Wir verbieten Falschinformation in Werbung.“ Jede Anzeige werde daher von einem Team aus Mitarbeitern entsprechend der Guidelines des Unternehmens geprüft, um auszuschließen, dass sie irreführt und täuscht. Tatsächlich seien bisher einige Anzeigen am Review-Prozess gescheitert.

Snapchat ist damit nach Facebook und Twitter das nächste Social-Media-Unternehmen, dass sich über seinen Umgang mit politischer Werbung profilieren will. Anders als Facebook, welches keine Prüfung vornimmt, und Twitter, welches politische Werbung nahezu vollständig verbieten will, geht Snapchat einen Mittelweg.

 

 
 


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