Sieben Sätze zur dpa-Falschmeldung (c) Thinkstock/OK_Gaffer
Sieben Sätze zur dpa-Falschmeldung (c) Thinkstock/OK_Gaffer

Schneller als die Formel 1

Wie die dpa auf einen falschen Twitter-Account hereinfiel – unsere Sieben Sätze.
Jeanne Wellnitz

Ein „L“ macht den großen Unterschied: Der Twitter-Account @InsideFerrarl bestätigte am Mittwoch mit „We are proud to welcome Sebastian Vettel as a member of the Ferrari family“ vermeintlich, worüber schon länger gemunkelt wurde. Die dpa bemerkte den Fehler im Nutzernamen nicht und nahm den Tweet sofort als Grundlage für eine Eilmeldung, die unter anderem „Süddeutsche.de“, „Spiegel Online“ und Co übernahmen. Peinlich, peinlich, denn der Account war gefälscht, Korrekturmeldungen folgten; es sei ein „geschickt getarnter Fake“ gewesen, entschuldigt sich beispielsweise „Focus Online“. Geschickt? Es fehlte der Verifizierungshaken und der Account hatte nur eine Handvoll Follower. Der offizielle Ferrari-Account – der sich gestern in @ScuderiaFerrari umbenannte – hat 934.000! Das zeigt uns Journalisten, statt immer der Erste sein zu wollen, ist es weitaus schlauer, sich Zeit für sorgfältige Quellenverifikation zu nehmen – schließlich fordern wir von den PRlern auch immer verlässliche Informationen.

Update: Mittlerweile ist es offziell, dass Sebastian Vettel zu Ferrari wechselt.

 
 

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