Muss auch online geschützt werden: Meghan Markle, Herzogin von Cambridge, mit ihrem Mann, Prinz Harry. (c) GettyImages/NataliaCatalina
Muss auch online geschützt werden: Meghan Markle, Herzogin von Cambridge, mit ihrem Mann, Prinz Harry. (c) GettyImages/NataliaCatalina
Britisches Königshaus

Royals erlassen Social-Media-Regeln für Follower

Vor allem Meghan Markle, aber auch Kate Middleton, sind immer wieder Ziel rassistischer und sexistischer Kommentare in den sozialen Netzwerken.
Aus der Redaktion

In einem ungewöhnlichen Schritt hat das britische Königshaus für seine Social-Media-Kanäle spezifische Verhaltensregeln erlassen. Diese sollen ab sofort für alle Follower und Fans der Royals in den sozialen Netzwerken gelten. Damit reagiert die Königsfamilie auf zahlreiche teilweise sexistische und rassistische Äußerungen insbesondere gegenüber Kate Middleton, der Herzogin von Cambridge, und Meghan Markle, der Herzogin von Sussex.

Middleton und Markle waren jüngst immer wieder Zielscheiben für Angriffe, Drohungen und üble Nachrede durch Social-Media-Nutzer geworden. Vor allem die derzeit schwangere Meghan Markle, eine gebürtige US-Amerikanerin mit afroamerikanischer Mutter, sieht sich offenbar immer wieder rassistisch motivierten Attacken ausgesetzt.

Einem Bericht von Harper's Bazaar zufolge müssten wöchentlich etiche Stunden aufgewendet werden, um die Social-Media-Präsenzen der Royals von sexistischen und rassistischen Kommentaren zu säubern. Auch die britische Boulevardpresse verbreitet immer wieder hochspekulative, meist unbelegte Skandalgeschichten über die beiden Herzoginnen, unter anderem über eine angebliche Fehde zwischen ihnen.

Gemäß ihrer neuen „Social Media Community Guidelines“ behält sich die Königsfamilie nun unter anderem ausdrücklich vor, diffamierende und verleumderische Postings, Obszönitäten sowie Hasskommentare zu löschen. Diskriminierende Äußerungen vor allem in Bezug auf Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Behinderung, sexueller Orientierung oder Alter würden generell nicht mehr geduldet.

Nach eigenem Ermessen werde das Königshaus darüber entscheiden, entsprechende Kommentare zu löschen oder auszublenden und Urheber solcher Äußerungen als Fans und Follower zu blockieren. Bei mutmaßlichen Gesetzesverstößen werde man die Strafverfolgungsbehörden einschalten.

 

 
 


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