Roger Willemsen auf dem Kommunikationskongress, (c) Laurin Schmid
Roger Willemsen auf dem Kommunikationskongress, (c) Laurin Schmid

Roger Willemsen und die Kunst des Streitens

Der Mitschnitt von Roger Willemsens Keynote vom KK14 und unser Video-Interview zu seiner persönlichen Streitkultur
Hilkka Zebothsen

Totenstille. Niemand hustet, gähnt oder blättert im Programm, als Autor und Moderator Roger Willemsen beim Kommunikationskongress als Keyspeaker auftritt. In rasantem Tempo führt er durch die Kultur- und Musikgeschichte, lobt Komunikation als "wichtiges Kulturgut, was geeignet ist, Einsamkeit zu überbrücken." Jedes Ereignis habe drei Rezipienten: Den Beobachter, zu dem es das russische Sprichwort gibt, "er lügt wie ein Augenzeuge". Den Kritiker, der sich durch die Vergrößerung einzelner Elemente absetzt. Und den Rühmenden - analog zum Presseprecher.

Die Absurdität von medialen Streits entblättert Willemsen den Shitstorm gegen die US-Schauspielerin Anne Hathaway: "Wer "I hate Anne Hathaway" googelt, erhält 8 Millionen Beiträge. Begründungen dafür fand ich nur zwei: Sie habe ein längliches Gesicht. Und komische Zähne."

Sehen Sie hier den Mitschnitt seiner Keynote.

 

Am Ende fragt er: "Der Finger, der schmerzt, individualisiert sich. Könnten wir nicht in diesem Sinne die Schmerzen Gottes sein?" Prompt wünscht sich der atemlosen Saal: Lasst uns der schmerzende Finger sein.

Im Video-Interview sprach der Meister der Worte und Wörter über die Kunst des Streitens und setzte sich mit uns ins Bett. Warum? Sehen Sie selbst.

 
 

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