Es ist besser, transparent zu kommunizieren, als gar nicht. (c) Getty Images/by-studio
Es ist besser, transparent zu kommunizieren, als gar nicht. (c) Getty Images/by-studio
Wie Corona die PR verändert (2)

„Auch bei Unsicherheiten kommunizieren“

Jede:r Kommunikationsverantwortliche erlebt die Coronakrise anders. Wie haben sich PR und Öffentlichkeitsarbeit verändert? Was ist wichtiger und was weniger relevant geworden? Vier PR-Profis geben Antworten. Diesmal: Katrin Lauterbach, Head of Communications und Marketing, von Jenoptik.
Katrin Lauterbach

Mein Bild hat sich eher bestätigt. Gute Kommunikation intern und extern ist wertsteigernd. Bei Krisen ist der Bedarf an Kommunikation unglaublich hoch. Man sieht das Ergebnis sehr schnell und klar und bekommt unmittelbares Feedback. Schnelligkeit war gefragt bei den vielen und ständig neuen Informationen, die es zu prüfen und dann umzusetzen galt. Wir haben sehr transparent kommuniziert, auch wenn wir mal gegensteuern mussten.

Was sich verändert hat? Vielleicht ist die Akzeptanz nochmal größer geworden, dass es kein Drama ist, Informationen auch wieder zu „kassieren“, weil sich die Umstände verändert haben oder weil man etwas übersehen oder nicht ganz klar formuliert hat. In diesen hochdynamischen Corona-Wochen im März und Anfang April hatten wir in unserer Corona-Task-Force mehrere derartige Situationen.

Etwas nicht oder erst später zu kommunizieren, weil man unsicher ist und diese Unsicherheit allen auch bewusst ist, war keine Option. Insofern haben wir alle in dieser Krise die ganz praktische Erfahrung gemacht, dass es geht und dass es richtig und gut ist. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das honoriert. 95 Prozent haben sich gut informiert gefühlt, so das Ergebnis unserer monatlichen Mitarbeiterumfrage im April. In Sachen interne Kommunikation sind wir durch die Coronakrise ein gutes Stück vorangekommen.

 

 
 


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