Die Agentur Richel, Stauss verzichtet künftig auf innerdeutsche Flüge. (c) Getty Images / AlexeyPetrov
Die Agentur Richel, Stauss verzichtet künftig auf innerdeutsche Flüge. (c) Getty Images / AlexeyPetrov
Klimaschutz

PR-Agentur verzichtet auf innerdeutsche Flüge

Flugverzicht für den Klimaschutz: Die Berliner Agentur Richel, Stauss will Inlandsflüge künftig vermeiden.
Aus der Redaktion

Klimaschutz ist in: Aktivistin Greta Thunberg und die „Fridays for Future“-Demonstrationen haben das Thema ins Rampenlicht gerückt. Immer mehr Unternehmen positionieren sich diesbezüglich. Auch die im vergangenen Jahr gegründete PR-Agentur Richel, Stauss aus Berlin möchte nachhaltiger handeln. Ihre erste Maßnahme: Die Berater wollen künftig auf alle innerdeutschen Flüge zu Kundenterminen verzichten.

Bisher absolvierten die Geschäftsführer im Jahr jeweils etwa 50 bis 80 innerdeutsche Flüge. Damit soll nun Schluss sein. „Es macht keinen Sinn und vor allem macht es unser Klima kaputt“, begründen die beiden Agenturchefs Mathias Richel und Frank Stauss ihre Entscheidung in einer Mitteilung.

Stattdessen wollen Richel und Stauss in Zukunft verstärkt auf digitale Meetingtools und Videokonferenzen setzen oder – sollten sich Präsenztermine am anderen Ende des Landes einmal nicht vermeiden lassen – mit dem Zug anreisen. Die Agenturleiter scheinen wild entschlossen: Selbst vor Umsteigeverbindungen wollen sie künftig nicht mehr zurückschrecken.

Nachahmer sind ausdrücklich erwünscht: „Wir sprechen nur für uns und unser Team, würden uns aber freuen, wenn noch mehr Kolleginnen und Kollegen, Kunden, Politiker, Manager, Journalisten sich abstimmen, um künftige Kurzstreckenflüge auf ein Minimum zu beschränken oder ganz sein zu lassen.“

Einige Ausnahmen soll es jedoch geben: In den Urlaub oder beispielsweise zu einem Konferenztermin in Madrid wollen Richel und Stauss auch zukünftig mit dem Flugzeug absolvieren – sie seien schließlich keine Heiligen.

 

 

 

 
 

Kommentare

Hallo, trotz des Greta-Hypes ist diese Nachricht wirklich nichts Neues. Die bereits seit 1999 bestehende Kommunikationsagentur MöllingMedia mit Standorten in Hannover, Hamburg, Berlin, Essen, Frankfurt und Leipzig fliegt generell nie innerdeutsch und auch nur bei Kriseneinsätzen mit dem Auto, ansonsten sind alle Kollegen und Partner mit BahnCard ausgestattet und dem entsprechend mit der Bahn unterwegs.

Ich weiß nicht was mehr zum Haar-Raufen ist: So eine Pressemeldung zu verfassen oder sie auch noch abzudrucken. #BluffYourWayInPR


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

BdKom-Präsidentin Regine Kreitz erklärt die Hintergründe der Umbenennung des Verbands. (c) BdKom
Foto: BdKom
Interview

„Der Kommunikator ist mehr als nur ein Sprachrohr“

Der „Bundesverband deutscher Pressesprecher“ wird künftig „Bundesverband der Kommunikatoren" heißen. Damit will der Verband die Vielfalt des Kommunikationsberufs abbilden, so BdKom-Präsidentin Regine Kreitz. Im Interview sprach sie darüber, wie sich der Beruf in den letzten Jahren verändert hat und was ihm in Zukunft bevorsteht.     »weiterlesen
 
Für die Telekom sind Corporate Influencer ein Segen. (c) Getty Images / HAKINMHAN
Foto: Getty Images / HAKINMHAN
Meldung

Wie die Telekom Corporate Influencer nutzt

Corporate Influencer – Sein oder Schein, Fluch oder Segen? Telekom-Kommunikationschef Philipp Schindera hat darauf eine eindeutige Antwort. »weiterlesen
 
Eine kreative Pause kann neue Energie freisetzen. (c) Getty Images / anyaberkut
Sabbatical (c) Getty Images / anyaberkut
Lesezeit 6 Min.
Lesestoff

Was bringen berufliche Auszeiten?

Den Wunsch nach einem Sabbatical haben viele Berufstätige. Eine Aus­zeit nehmen vergleichsweise wenige. Dabei kann eine kreative Pause neue Energie freisetzen. Das zeigen drei Beispiele von Kommunikationsprofis. »weiterlesen
 
Boris Johnsons Brexit-Kampagne stößt auf Kritik. (c) Getty Images / gguy44
Foto: Getty Images / gguy44
Meldung

Kritik an Johnsons Brexit-Kampagne

Eine Werbekampagne soll die britische Bevölkerung auf den EU-Austritt vorbereiten. „Geldverschwendung“, wie einige Parlamentarier nun bemängeln. »weiterlesen
 
Ein Führungswechsel ist für Kommunikatoren ein Risiko, kann aber auch eine Chance sein. (c) Getty Images / BrianAJackson
Foto: Getty Images / BrianAJackson
Gastbeitrag

Ein neuer Chef muss nicht den Jobverlust bedeuten

Ob in Unternehmen, Kulturbetrieben oder in der Politik: Pressesprecher sind eng an die Leitung ihres Hauses gebunden. Wechselt die Person an der Spitze, müssen Sprecher häufig gehen. Doch es gibt Strategien, die Stabübergabe erfolgreich zu managen – und den eigenen Job zu retten. »weiterlesen
 
Zeitdruck bestimmt die Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Kommunikatoren. (c) Getty Images / Ulf Wittrock
Foto: Getty Images / Ulf Wittrock
Lesezeit 2 Min.
Meldung

Was können PRler von der "Zeit" lernen?

Die Zusammenarbeit zwischen PR und Journalismus ist heute durch Zeitdruck bestimmt – wie lässt sie sich verbessern?  »weiterlesen