In der Social-Media-Kommunikation gibt es typische Fehler, die vermeidbar sind. (c) Getty Images/struvictory
In der Social-Media-Kommunikation gibt es typische Fehler, die vermeidbar sind. (c) Getty Images/struvictory
Onlinekommunikation

Sieben Social-Media-Sünden

Posten, ohne die Bedürfnisse der Fan-Gemeinschaft zu kennen, oder auf allen Kanälen präsent sein wollen – viele Fehler lassen sich vermeiden.
Laura Nodoph

Cat-Content allein macht noch keine Social-Media-Strategie, so viel ist bekannt. Doch grundlegende Fehler passieren auch Social-Media-Profis – hier sind die sieben häufigsten.

1. Die Bedürfnisse der Follower ignorieren

Follower bewegen sich in verschiedenen Netzwerken, weil diese unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen. Wäre das nicht der Fall, gäbe es keinen Bedarf an mehr als einem sozialen Netzwerk. Nutzer sind beispielsweise auf der Suche nach Kommunikation und Unterhaltung (Facebook), Information (Twitter), Inspiration (Pinterest) oder wollen ihr Bedürfnis nach Selbstdarstellung (Instagram) erfüllen. Die Bedürfnisse, die die Netzwerke erfüllen, überschneiden sich. Vor und während der Content-Erstellung sollte ermittelt werden, mit welchen Bedürfnissen sich Follower auf dem jeweiligen Kanal bewegen, und der Content entsprechend ausgerichtet werden.

2. Testen ohne Kalkulation

Die unterschiedlichen Bedürfnisse, die die Netzwerke erfüllen, geben lediglich eine Richtung für den Content vor. Um herauszufinden, welche Inhalte wirklich für Follower, Unternehmen und Kanal funktionieren, müssen sie getestet werden. Damit diese Testings effektiv ausgewertet werden können, bedarf es einer gründlichen Analyse der Ausgangssituation (Follower, Interessen, bisherige Inhalte), einer Zielfestlegung und einer Bestimmung der Testing-Parameter. Durch eine Festlegung der Testing-Parameter (Formate, Inhalte, Themen, Designs ...) kann im Nachhinein eine qualifizierte Aussage getroffen werden, was funktioniert und was nicht.

3. Kernbotschaften links liegen lassen

Wurden im Zuge des Testings Inhalte gefunden, die gut angenommen werden, dann sollten diese erneut auf die Kernbotschaften des Unternehmens geprüft werden. Formate wie reine Spaß-Postings haben das Potenzial, sich positiv auf das Unternehmensbild auszuwirken und für mehr Engagement auf der Seite zu sorgen. Meist transportieren diese die Kernbotschaften des Unternehmens aber nicht wirksam. Aufgrund der positiven Effekte sollten diese Postings nicht ausgeschlossen, aber auch nicht zur Mehrheit werden. Inhalte, die mit den Kernbotschaften des Unternehmens kollidieren, sollten ausgeschlossen werden.

4. Misserfolge negativ bewerten

Beim Testen neuer Inhalte muss, egal wie kalkuliert, auch mit Misserfolgen gerechnet werden. Diese sind aber keinesfalls zu bedauern. Funktionieren Postings nicht, dann verrät das mindestens genauso viel über die Community wie gut funktionierende Postings. Ein weiteres Mittel, um aus Misserfolgen den meisten Nutzen zu ziehen, ist, mit der Zielfestlegung flexibel zu bleiben. Vielleicht kann das vorher gesteckte Ziel mit dem getesteten Kanal nicht erreicht werden, aber das Testing zeigt, was stattdessen möglich ist.

5. Mit dem Testen aufhören

Soziale Netzwerke entwickeln sich in hohem Tempo. Der Facebook-Algorithmus zeigt immer wieder, wie schnell auch sehr große Seiten ihre Reichweite verlieren können. Deshalb ist es umso wichtiger, fortlaufend Testings durchzuführen, um aktuell zu bleiben und immer neue Formate sowie Inhalte zu finden, die für die Community und den Kanal funktionieren.

6. Kanäle nur betreiben, um sie zu haben

Unternehmen meinen oft, sie müssten auf allen Kanälen für potenzielle Kunden erreichbar sein. Passen die Bedürfnisse eines Unternehmens nicht mit denen des Kanals zusammen, wird es dem Unternehmen allerdings kaum möglich sein, authentischen Content für den Kanal zu erstellen. Sich in einem Netzwerk zu bewegen, nur um dort verfügbar zu sein, ist weder sinnvoll noch zielführend.

7. Auf allen Kanälen den gleichen Content posten

Um eine stringente Kommunikation zu erzeugen, ohne auf allen Kanälen den gleichen Content zu zeigen, können Inhalte orchestriert werden. Das bedeutet nicht, dass der gleiche Content auf einem Kanal in Bild- und auf dem nächsten in Textform gepostet wird. Vielmehr soll eine Orchestrierung es dem Nutzer erlauben, den Inhalt aus unterschiedlichen Blickpunkten zu betrachten. Ein Beispiel:

Auf die Orchestrierung des Inhalts kommt es an. (c) Flightright

Bei mehreren Kanälen kommt es auf die Orchestrierung des Inhalts an. (c) Flightright


++ Lesen Sie auch: Was tun bei negativem Feedback? ++

 

 
 

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