(c) thinkstock/Leon Belomlinsky
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Ohne Worte kommunizieren

Ulrich Sollmann gibt eine Einführung in nonverbale Kommunikation und Körpersprache.

Nonverbale Signale deuten und gezielt erlernen – das wünschen sich viele Politiker oder Chefs. Der Körperpsychologe Ulrich Sollmann sagt jedoch, man könne nur "szenisch bedingt" und "personenspezifisch" Aussagen über Körpersprache treffen. Und: Gesten können kaum kontrolliert werden, da man unter Stress in eingeübten Mustern agiert.

Sollmanns Nominalstil und schwer erkennbarer Fahrplan komplizieren diese Ausführungen leider unnötig. Zum Schluss analysiert er zwar Hillary Clintons Reaktion auf Osama bin Ladens Hinrichtung. Doch das hatte er bereits 2011 im "Tagesspiegel" getan und zitiert für die Analyse einfach sich selbst. Wen Körpersprache in der Praxis interessiert, sollte lieber die Analysen des Körpersprache-Experten Samy Molcho lesen. Auch wenn Sollmann findet, dieser klammere den Prozess der Körperwahrnehmung aus. Anschaulich ist diese Einführung leider nicht geworden. Schade, denn das Vorhaben, einen Überblick über nonverbale Kommunikation zu leisten, klang vielversprechend.

Fazit: Sollmann erklärt den Prozess von Körperwahrnehmung. Doch ein mangelnder roter Faden und die komplizierte Sprache machen es dem Leser schwer, ihm zu folgen. (Für den Überblick)

Ulrich Sollmann: Einführung in die Körpersprache und nonverbale Kommunikation. Carl Auer. Heidelberg: 2013. 13,95 Euro.

 
 

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