Die SoMe-Expertin Julia Rathjen Native Advertising nirgends so spannend wie online (c) Getty Images/iStockphoto
Die SoMe-Expertin Julia Rathjen Native Advertising nirgends so spannend wie online (c) Getty Images/iStockphoto

Native Ads sind ein Gewinn für den Online-Auftritt

Native Advertising: Nächstes heißes Ding oder Teufelswerk? Hier sprechen PR-Profis Klartext. Gut gemachte Native Ads bereiten den Nutzer freude, sagt Social Media-Expertin Julia Rathjen. Teil zwei unserer Serie "Ein Thema, vier Perspektiven".
Hilkka Zebothsen

Nirgendwo ist Native Advertising spannender als online. Marken und Nutzer interagieren dank Social Media minütlich miteinander, jedes Bedürfnis eines Kunden, aber auch jedes tolle Produkt hat sofort eine Bühne. Ohne, dass hierbei der Budgettopf geleert wird.

Inhalte mit Mehrwert verbreiten sich fast automatisch im Netz; das muss man im Hinterkopf haben, wenn man eine der vielen aktuellen Social Media Plattformen als Marke betritt. Denn die einfachste Form des Native Advertising ist der sogenannte Sponsored Post. Sei es auf Facebook, Twitter, tumblr oder einem großen Blog zum gewünschten Thema. Klassische top-down Kommunikation ist hier nicht gefragt, sondern Formate und Inhalte, die sich an Tonalität und Optik des genutzten Mediums orientieren und dem Nutzer Freude bereiten. Egal, ob durch einen interessanten Tipp zum Nachtangeln oder einen Rabatt auf die nächsten Winterreifen.

Tolle Inhalte, ohne zu verkaufen

Hierbei soll man den Nutzer keinesfalls für dumm verkaufen. Sogenannte Advertorials aus dem Printbereich sind oft äußerst werblich geschrieben und nur minimal gekennzeichnet. Das schadet einer Marke online deutlich mehr, denn wie beschrieben, sprechen sich Informationen im Web 2.0 schneller rum, als es manchen lieb ist. Deshalb empfehle ich wirklich tolle Inhalte – ein Infographik, ein How-To-Video, den Witz der Kollegin. Lassen Sie Ihre Kunden und Nutzer teilhaben, ohne ihnen ständig etwas zu verkaufen.

Native Advertising ist im Online Bereich sehr nah am sogenannten Content Marketing. Da erzählt eine Marke ihre Geschichte und der Kunde hört gebannt zu. Die beste natürliche Werbung ist einfach nur spannend oder schön und kein Störer, wie die üblichen Banner oder TV-Spots. Und am Ende weist man dezent darauf hin, dass Marke XY sich diese Mühe gemacht hat. Und der Kunde nimmt das mit. Und schickt den Link am besten noch seinen Freunden, die XY vielleicht noch gar nicht kannten.

 

 

 
Julia Rathjen (c) Privat
Julia Rathjen
Golden Alligator

Julia Rathjen arbeitet im Bereich Digital Branding & Social Media bei der digitalen Kreativagentur Golden Alligator Berlin.

 

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