Eine Studie hat herausgefunden, wie häufig Markenlogos im Social Web zu sehen sind. (c) Thinkstock/Vaniatos
Eine Studie hat herausgefunden, wie häufig Markenlogos im Social Web zu sehen sind. (c) Thinkstock/Vaniatos
Studie

Marken, die auf Twitter und Instagram auffallen

User-generated Content wirkt sich auf die Sichtbarkeit einer Marke aus. Dies belegt deutlich eine Studie, die untersucht hat, welche Markenzeichen am häufigsten im Social Web auftauchen.
Carolin Sachse-Henninger

Alle drei Sekunden erscheint ein neues Bild mit dem Markenzeichen von McDonald’s auf Twitter oder Instagram. Damit ist die US-Fastfoodkette die am meisten abgebildete Marke in den beiden sozialen Netzwerken. Zu diesem Ergebnis kommt der „Brand Visibility Report“, für den die Social-Intelligence-Agentur Brandwatch 100 Millionen hochgeladene Fotos auf sichtbare Markenlogos untersuchte. Das Logo der Fastfoodkette erscheint demnach jeden Monat im Schnitt auf fast 889.710 Bildern.

Auf Platz zwei landet mit durchschnittlich 788.490 Fotos im Monat die Sportmarke Nike. Die erste deutsche Marke, ebenfalls aus der Sportbranche, steht auf dem dritten Platz: Das Markenzeichen von Adidas taucht monatlich im Schnitt auf 772.520 Fotos auf. Interessant hierbei: Obwohl Konkurrent Nike häufiger im Gespräch ist, erreicht der deutsche Sportartikelhersteller mehr Nutzer – 390 Millionen Gesamtimpressionen erzielte Adidas im untersuchten Zeitraum (Nike: 336 Millionen). Der Grund liegt laut Studie darin, dass Nutzer mit einer höheren Followerzahl die Fotos von Adidas teilten.

Die Sportbranche ist dann auch die meistfotografierte Branche. Es folgen Technologie, Einzelhandel, Lebensmittel und Getränke sowie Luftfahrt. Erst auf Platz sechs landet die Modebranche.

Grafik: Die Top-10 der meistabgebildeten Marken auf Twitter und Instagram. (c) The Brand Visibilty Report (Brandwatch)

Die Top-10 der meistabgebildeten Marken auf Twitter und Instagram. (c) The Brand Visibilty Report (Brandwatch)

Insgesamt neun der 100 meistabgebildeten Marken kommen aus Deutschland. Neben Adidas und Puma (Platz 9) sind dies Mercedes-Benz (21), T-Mobile (22), BMW (25), Allianz (49), Nivea (73), Siemens (87) und Lidl (91).

Deutsche Marken in den Top 100 (c) The Brand Visibilty Report (Brandwatch)

Diese Marken werden von Influencern geteilt

Die Studie untersuchte darüber hinaus den Anteil von Influencer Engagement an der Präsenz von Marken auf Twitter. Dazu analysierten die Autoren Bilder, die von Twitternutzern mit mehr als 10.000 Followern geteilt wurden, und geben damit ein Indiz, welche Marken starkes Influencer Marketing betreiben. Auch hier führt McDonald’s das Ranking an, gefolgt von Disney und Coca-Cola. An deutschen Marken bildeten die Influencer am häufigsten Puma und T-Mobile ab.

Der Anteil von Influencer Engagement an der Sichtbarkeit von Marken. (c) The Brand Visibilty Report (Brandwatch)

Der Anteil von Influencer Engagement an der Sichtbarkeit von Marken. (c) The Brand Visibilty Report (Brandwatch)

Über diese Studie

Die Social-Intelligence-Unternehmensgruppe Brandwatch untersuchte zwischen dem 4. August und 4. Oktober 2017 300 separate Logos und 100 Millionen Bilder. Daraus entstand ein Ranking der 100 meistabgebildeten Marken auf Twitter und Instagram. Das Unternehmen hat die Logos nach eigenen Angaben in zwei Schritten ausgewählt. Zunächst wurden Marken anhand von Umsatz- und Outputlisten, Branchenliteratur und Social-Media-Daten ausgesucht und diese anschließend mit Markenrankings abgeglichen. Im zweiten Schritt wurden die Unternehmen und Agenturen nach dem Volumen der Bilder, in denen sie auf Twitter und Instagram abgebildet wurden, geordnet und so daraus die 100 Top-Marken identifiziert. Das gesamte Ranking ist im Report zu finden, der hier heruntergeladen werden kann.  

 

 
 

ps/NEWS: Der Newsletter für PR-Profis

 

Ob wichtige Nachrichten, Hintergründe, Case Studies oder aktuelle Debatten: Mit den ps/NEWS erhalten Sie die wichtigsten Informationen der Kommunikationsbranche kostenlos in Ihre Mailbox.
 

CAPTCHA

This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.



randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Edekas Testimonial Friedrich Liechtenstein antwortet auf Lidls Wortspiel-Kampagne. / EDEKAdent: (c) Facebook/ Edeka
Edeka gegen Lidl. Bild: Facebook/ Edeka
Meldung

Alle gegen die „süßen Lidl-Mäuschen"

Lidl nimmt die Konkurrenz mit Wortspielen aus deren Markennamen aufs Korn. Edeka, Netto und Penny kontern.
 
Das neue Trikot von Huddersfield war so hässlich - das konnte doch nur ein PR-Coup sein. (c) Getty Images / efks
Hinter dem geschmacklosen Trikot von Huddersfield verbarg sich eine clevere PR-Aktion. Foto: Getty Images / efks
Meldung

„PR-Coup des Jahres“ im englischen Fußball

Der englische Club Huddersfield löste mit einem ausnehmend misslungenen Trikot Entrüstung aus. Genau das war offenbar der Plan. »weiterlesen
 
Nach Chefredakteur Jochen Kalka verlassen weitere Journalisten die Redaktion von W&V. / Jochen Kalka: (c) W&V/TH. Dashuber
Jochen Kalka verlässt W&V. Foto: W&V/TH. Dashuber
Meldung

Viele altgediente Redakteure verlassen W&V

Die W&V-Redaktion blutet weiter aus. Nach dem Abgang von Chefredakteur Jochen Kalka wurde bekannt, dass weitere Journalisten das Unternehmen verlassen haben. »weiterlesen
 
Viktor Hertz entwirft ehrliche Firmenlogos./ ehrliches Logo: (c) Instagram/ David Hertz
So sehen ehrliche Logos aus. Foto: Instagram/ David Hertz
Meldung

Wenn Logos von Firmen ehrlich wären

Wie würden Firmenlogos aussehen, wenn sie zum jeweiligen Auftreten der Unternehmen passten? Viktor Hertz beantwortet die Frage, indem er ehrliche Logos kreiert. »weiterlesen
 
Mit Multi Angle Streaming können Nutzer ein live gestreamtes Event aus verschiedenen Perspektiven betrachten. (c) Getty Images / Kuzmik_A
Foto: Getty Images / Kuzmik_A
Lesezeit 3 Min.
Gastbeitrag

Mit Multi-Angle-Streaming immer live dabei

Die Art und Weise, wie Menschen Inhalte konsumieren, verändert sich immer schneller. Das birgt auch Chancen für die Unternehmenskommunikation. Beispielsweise, wenn es um die Übertragung von Bewegtbild in Echtzeit geht. »weiterlesen
 
Das einzige Risiko bei einem Corporate-Influencer-Programm ist, dass es einschläft. / Klaus Eck: (c) raimund-verspohl-portraits.com
Klaus Eck betreut das Corporate-Influencer-Programm der LV1871. Foto: raimund-verspohl-portrais.com
Interview

„Corporate Influencer sind eine Riesenchance“

Wer Corporate Influencer sinnvoll einsetzt, kann sich die eigene Facebookseite sparen. Doch ihr Einsatz ist kein Selbstläufer, wie Klaus Eck erklärt. »weiterlesen