Marcus da Gloria Martins, Polizei München, während der Speakersnight (c) Quadriga Media/Laurin Schmid
Marcus da Gloria Martins, Polizei München, während der Speakersnight (c) Quadriga Media/Laurin Schmid
Video-Interview

Marcus da Gloria Martins über Kommunikation in einer Amoklage

Im Juli 2016 mussten der Münchener Polizeipressesprecher Marcus da Gloria Martins und sein Team während einer Amoklage in München über sich hinauswachsen. Mit uns sprach er über die kommunikative Herkulesaufgabe, die Rolle von Social Media bei Katastrophen und den Teufel im Detail. 
Hilkka Zebothsen

"Papa, in München wird geschossen." Es war seine Tochter, die Münchens Polizeipressesprecher Marcus da Gloria Martins über die Amoklage in der Stadt alarmierte, denn – „der Teufel ist ein Eichhörnchen“ – sein Handyakku war leer, er kochte gerade. Der ehemalige Streifenpolizist und sein Team erhielten auf dem Kommunikationskongress 2016 in Berlin den Sonderpreis des Bundesverbands deutscher Pressesprecher.

Oliver Timper, Elizabeth Matzinger und Marcus da Gloria Martins von der Polizei München, (c) Quadriga Media/Laurin Schmid

Oliver Timper (l.), Elizabeth Matzinger und Marcus da Gloria Martins von der Polizei München mit dem BdP-Sonderpreis. Foto: Quadriga Media/Laurin Schmid

Mit uns sprach er über die Situation, wenn die gesamte Polizeiführung in einem Tagungszentrum am Tegernsee weilt, das eigene Team am Freitagabend eine Weile braucht, um einsatzbereit zu sein und Improvisation als Leitthema. „In so einer Situation fragen Sie sich nicht mehr, „steh ich richtig zur Kamera?“, sagt da Gloria Martins und spricht über die unterschätzte Rolle von Whatsapp, die Rolle von Social Media in der Krise und die Herausforderung, einen Gleichklang der Informationen auf allen Kanälen zu erzeugen.

Sehen Sie hier das vollständige Interview

Mehr Interviews und Berichte vom Kommunikationskongress 2016 in unserem Online-Dossier (hier klicken).

 

 
 


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