Stefanie Hansen ist ihrem Arbeitgeber seit mehr als 18 Jahren treu. (c) Thinkstock/arthobbit;privat;Andy Ridder
Stefanie Hansen ist ihrem Arbeitgeber seit mehr als 18 Jahren treu. (c) Thinkstock/arthobbit;privat;Andy Ridder
Sprecher berichten

Warum ich meiner Firma die Treue halte

Stefanie Hansen kommuniziert seit mehr als 18 Jahren für denselben Arbeitgeber, Jens Schreiber immer wieder für denselben CEO. Wieso, erklären sie in diesem Zweiteiler.
Aus der Redaktion

Sie ist ihrem Arbeitgeber treu: Stefanie Hansen leitet die Presse und externe Kommunikation bei BP Europa. Angefangen hat sie als Pressesprecherin bei Aral, heute eine Tochter des britischen Energiekonzerns das war im Jahr 1999. Was hält die 49-Jährige? Wir haben nachgefragt.

Wer mir Anfang 1999 prophezeit hätte, dass ich einmal so lange für ein und denselben Arbeitgeber kommunizieren würde, den hätte ich womöglich belächelt. Nicht dass das außerhalb meiner Vorstellungskraft gewesen wäre. Doch mit dieser Zielsetzung bin ich jedenfalls nicht bei Aral als Pressesprecherin Wirtschaftspresse gestartet.

Seitdem sind tatsächlich mehr als achtzehneinhalb Jahre vergangen – und ich bin meinem Arbeitgeber und der Energiewirtschaft noch immer treu. Inzwischen leite ich die Presse und externe Kommunikation bei BP Europa, zu der der Tankstellen-Marktführer Aral gehört. Warum ich dem Unternehmen nie den Rücken gekehrt habe, hat unterschiedliche Gründe. Der hauptausschlaggebende mag für Außenstehende banal klingen, ist aber ein ganz wesentlicher: Es macht mir nach wie vor einfach großen Spaß. Mir stellen sich jeden Tag aufs Neue Herausforderungen, was ich als sehr motivierend empfinde.

„Es ist auch eine Typfrage“

Gerade am Anfang einer Karriere kann man sich kaum ausmalen, wie viele Facetten ein einzelnes Unternehmen bieten kann. Schon die Kommunikation rund um Aral hatte stets wesentlich mehr beinhaltet als das reine Thema Tankstellen. Und als Aral dann 2002 von BP übernommen wurde, tat sich plötzlich ein riesiges internationales Feld für mich auf, das noch deutlicher hinausgeht über Kraftstoffe, Shopgeschäft und Schmierstoffe.

In meiner täglichen Arbeit spielt der gesamte Bereich Mobilität eine Rolle. Über die Jahre und mit Wechsel meiner Kommunikationsfunktionen im Unternehmen traten zunehmend Fragen der internationalen Energiepolitik und weitere gesellschaftlich relevante Themen in den Vordergrund. Dazu gehört auch das Thema E-Mobilität. Es ist für mich spannend, diese aktuellen Entwicklungen kommunikativ zu begleiten.

Ein so großes Unternehmen wie BP mit seinen weltweit rund 80.000 Mitarbeitern bietet Arbeitnehmern enorm viele Möglichkeiten, sich zu verändern – sicherlich mehr als etwa eine mittelständische Firma. Ich weiß das ebenso zu schätzen wie die Gestaltungsmöglichkeiten, die ich genieße und die meiner Erfahrung nach nicht unbedingt selbstverständlich sind in einem internationalen Großkonzern. BP ist ein sehr moderner Arbeitgeber. Flexibles Arbeiten und Homeoffice sind kein Problem, sofern sie sich mit den jeweiligen Aufgaben vereinbaren lassen. Mir als Mutter hat das sehr geholfen, und offen gesagt hat es meine Loyalität zusätzlich gesteigert.

Am Ende ist es aber sicherlich auch eine Typfrage, ob jemand seinem Arbeitgeber gern treu bleibt oder ob er mit Blick auf einen vermeintlich besonders abwechslungsreichen Lebenslauf lieber schnellere Job-Wechsel bevorzugt. Oder anders ausgedrückt: Monogamie ist halt auch nicht jedermanns Sache.

 

Protokolliert von Jens Hungermann

 

Lesen Sie hier, warum Jens Schreiber EnBW-CEO Frank Mastiaux die Treue hält.

 

 
 

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