Die zehn wichtigsten To-Dos für B2B-PR-Manager (c) Thinkstock/Astrid860
Die zehn wichtigsten To-Dos für B2B-PR-Manager (c) Thinkstock/Astrid860

Lassen Sie Inhalte der B2B-Kommunikation nicht ungesehen verglühen

Die To-do-Liste von Verantwortlichen der Unternehmenskommunikation ist lang. Doch wer weiß, was jetzt zu tun ist, kann die Chancen einer zukunftsorientierten B2B-Kommunikation für sein Unternehmen nutzen. Zehn Tipps von Kommunikationsberater Frank Plümer.
Frank Plümer

Eigene Kanäle für die B2B-Kommunikation schaffen

Viele Unternehmen haben bereits den Vorteil eigener Newsrooms und Redaktionsteams erkannt und nutzen diese, um direkte Kanäle zum Kunden zu schaffen und zu bespielen. Hochwertiger Content - übersetzt etwa in Kundenzeitschriften, Themenplattformen, eigene Videokanäle, Newsletter oder Blogs – schafft Bindung, Identifikation und Differenzierung. Nutzen Sie die Chance, Ihren Kunden mit klugen Inhalten auf seinem Entscheidungsweg bis zur Auftragsvergabe zu begleiten.

Expertenwissen zugänglich machen

In jedem Unternehmen schlummert ungeahnte Expertise. Ihre Aufgabe liegt darin, die Experten Ihres Hauses für die Kommunikation zu öffnen und deren Know-How für das Content-Marketing aufzubereiten. Ob Fachbeiträge, Whitepaper-Kampagnen, Speaker Slots auf Kongressen oder Ihre eigenen Kanäle – für gut aufbereitetes Expertenwissen findet sich immer eine Abspielfläche.

Schneisen durch den Daten-Dschungel

Immer häufiger spielen sich Geschäftsprozesse in der digitalen Welt ab. Dadurch stehen den Unternehmen heute mehr Daten denn je zur Verfügung. Die Herausforderung liegt darin, jene Informationen mit Potenzial für die Pressearbeit herauszufiltern. Gold wert sind dafür Trüffelschweine: Mitarbeiter mit viel Gespür für die Geschichten hinter den Zahlen. Sorgen Sie für funktionierende Zugänge in die Business-Intelligence-Welt Ihrer Organisation und suchen Sie sich findige Guides, die Sie durch den Daten-Dschungel führen.

Content nicht ohne Technologie

Wenn Sie konsequent ins Content Marketing einsteigen, merken Sie schnell, dass die nationale und erst Recht die internationale Steuerung von Themenkampagnen über die unterschiedlichsten Kanäle hinweg schnell zu einer unhandlichen Angelegenheit wird. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich mit Software- und Cloud-basierten Content- und Marketing- Tools zu befassen. Sonst kriegen Sie die Komplexität Ihrer Kampagnen nicht mehr in den Griff!

Zeitmangel mit Relevanz begegnen

Es gibt Dinge, die haben alle B2B-Zielgruppen gemeinsam: ständiger Zeitmangel und eine äußerst selektive Mediennutzung. Da hilft nur, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und den Fokus auf Inhalte zu legen, die einen echten Mehrwert bieten. Schließlich steht zeitgemäße Kommunikationsarbeit auch für den verantwortungsbewussten Umgang mit den Kapazitäten ihrer Zielgruppe. Denken Sie auch daran, dass Ihre Investitionen in relevanten Content einen nachweisbaren ROI haben müssen, am besten in Form messbarer Vertriebsimpulse. Denn der nächste Anruf aus dem Controlling kommt bestimmt.

Inhalte unkompliziert verpacken

Leider kommt Expertenwissen immer noch zu häufig in ellenlangen Sätzen im besten Fachchinesisch daher. Damit mögen Sie vielleicht in der Wissenschaft beeindrucken. Ihre Zielgruppe, die Investitionsentscheider, wird Ihnen aber spätestens nach dem zweiten Satz abspringen. Setzen Sie daher auf einen unkomplizierten Schreibstil, verzichten Sie auf Marketingphrasen und bereiten Sie unverständlichen Texten ein Ende!

Auf Veränderungen der Fachmedienlandschaft reagieren

Die Fachmedien, eine der Säulen der B2B-Kommunikation, befinden sich im Umbruch. Die Folgen reichen von ausgedünnten Redaktionen und wegbrechenden Print-Abspielflächen bis hin zu neuen Online-Formaten mit hoher Social-Media-Präsenz. Das wirkt sich auch auf PRTextformate aus. Die neuen Schlagwörter heißen hier: kurz, prägnant, individuell und exklusiv.

Nutzen von Social Media abwägen

Apropos Social Media. Die Konkurrenz mag zwar bereits bei Facebook, Twitter und Instagram sein. Aber bevor Sie Zeit und Geld investieren, sollten Sie klären, inwieweit eine Präsenz auf diesen Plattformen Ihr Unternehmen weiterbringt. Social Media ist oftmals alternativlos, doch es gibt B2B-Branchen, in denen hält sich ihr Mehrwert in Grenzen. Wägen Sie daher ab, ob Sie Ihre Kommunikationsziele via Social Media wirklich erreichen können oder andere Maßnahmen womöglich besser funktionieren.

Silos einreißen

Der Klassiker unter den internen Kommunikationsproblemen: das Silodenken. Ein Problem, das mit dem Aufkommen der vielen digitalen Disziplinen definitiv an Bedeutung gewonnen hat. Sie merken, dass einzelne Abteilungen mehr gegen- als miteinander arbeiten? Dann machen Sie es sich zur Aufgabe, Brücken zu bauen und den Austausch in Gang zu bringen. Notfalls mit externer Hilfe. Nicht nur Ihre Mitarbeiter in der Unternehmenskommunikation werden Ihnen für Ihr Engagement beim Einebnen von Abteilungsgräben dankbar sein.

Design nicht vernachlässigen

Fachmesse-Besucher wissen es: Viele B2B-Unternehmen sind in Sachen Design schwach aufgestellt. Doch wer mit Qualität und innovativen Produkten den Markt erobern möchte,
muss dies auch visuell kommunizieren. Auf einem globalen Markt mit vielen Wettbewerbern ist das Erscheinungsbild ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Dass es aber mit einem neuen Logo allein nicht getan ist, sondern das Design Teil einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie sein muss, sollte klar sein.

 

 
 

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