Digitale Zusammenarbeit und Homeoffice werden nach Einschätzung vieler Kommunikator:innen 2021 weiter zunehmen. (c) Getty Images/RossHelen
Digitale Zusammenarbeit und Homeoffice werden nach Einschätzung vieler Kommunikator:innen 2021 weiter zunehmen. (c) Getty Images/RossHelen
Online-Umfrage

Kommunikationsprofis erwarten 2021 mehr Homeoffice

Die Stimmung von Mitarbeiter:innen in Homeoffice-Zeiten hochzuhalten, wird in diesem Jahr ein Schwerpunkt in der Unternehmenskommunikation sein. Das und mehr zeigt eine Umfrage unter Medien- und Kommunikationsprofis.
Aus der Redaktion

Digitale Zusammenarbeit und Homeoffice werden die Arbeitswelt auch 2021 prägen, davon ist die Mehrheit der Kommunikations- und Medienprofis in Deutschland überzeugt. Umso wichtiger wird es Aufgabe für die interne Kommunikation sein, eine Unternehmenskultur mit positivem Arbeitsklima zu schaffen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage, die das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag des PR-Dienstleisters News Aktuell im November und Dezember 2020 durchgeführt hat. Teilgenommen haben 500 Fachkräfte aus Kommunikation, Marketing und Medien.

Keine Verbesserung bei der Work-Life-Balance

So schätzen knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten, dass die Unternehmen im neuen Jahr die digitale Zusammenarbeit weiter ausbauen werden. Fast genauso viele (63 Prozent) glauben, dass das Arbeiten aus dem Homeoffice weiter zunehmen und die Präsenzkultur abnehmen wird. In der Folge wird es nach Einschätzung von 59 Prozent der Befragten auch 2021 weniger Dienstreisen geben.

Allerdings glaubt nur knapp jede:r Fünfte (19 Prozent), dass sich somit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert. Frauen (23 Prozent) sind in puncto Work-Life-Balance optimistischer als ihre männlichen Kollegen (12 Prozent).

Eine Unternehmenskultur mit einem positiven Arbeitsklima zu schaffen, wird im neuen Jahr die schwierigste Aufgabe für die interne Kommunikation sein. Davon gehen 43 Prozent der Befragten aus. Frauen gewichten diese Tätigkeit noch stärker als Männer: Während jede zweite Kommunikationsexpertin (51 Prozent) das Fördern einer guten Betriebsatmosphäre 2021 als größte Herausforderung der Unternehmenskommunikation einschätzt, sieht das nur einer von drei männlichen Kommunikationsexperten (32 Prozent) genauso.

Die größte Herausforderung der internen Kommunikation wird es sein, eine Unternehmenskultur mit positivem Arbeitsklima zu schaffen. (c) News Aktuell

Die größte Herausforderung der internen Kommunikation wird es sein, eine Unternehmenskultur mit positivem Arbeitsklima zu schaffen. (c) News Aktuell

Herausfordernd im neuen Jahr wird nach Meinung der Befragten außerdem, Veränderungen im Unternehmen kommunikativ zu begleiten (32 Prozent) und die Motivation der Mitarbeiter:innen zu steigern (30 Prozent).

Wer kann, bleibt bei seinem Arbeitgeber

Die Befragten machten auch Angaben zu ihren Karriereplänen. Die inhaltliche Weiterbildung steht demnach an erster Stelle der beruflichen Vorsätze für 2021: Jeder dritte Kommunikationsprofi (36 Prozent) möchte neue Fähigkeiten für den Job erwerben. 27 Prozent der Befragten haben allerdings explizit keine beruflichen Vorsätze für 2021, ebenso viele wollen zukünftig mehr auf ihre Work-Life-Balance achten.

Einen beruflichen Neustart planen die Wenigsten: Lediglich acht Prozent wollen sich im kommenden Jahr neu orientieren. Und nur 14 Prozent nehmen sich für 2021 einen Aufstieg im Unternehmen vor. Noch seltener – gerade einmal fünf Prozent der Befragten – streben einen Arbeitgeberwechsel für einen beruflichen Aufstieg an.

 

 
 

Kommentare

Eine Logikfrage: Was bringt das LGTBQ-gerechte Gendern im Text mit dem ":" eigentlich, wenn in der Umfrage dann wieder von den weiblichen "Kommunikationsexpertinnen" und männlichen "Kommunikationsexperten" (also der Zweigeschlechtlichkeit) die Rede ist? Ganz recht: es bringt nichts. Es führt stattdessen nur vor Augen, wie unnötig und wie falsch dergleichen letztlich ist - zumal für Kommunikationsprofis! Entweder man gendert konsequent und geht dann auch (konsequenterweise) von multiplen Geschlechtern aus, oder man lässt es ganz, weil man (insgeheim) gar nicht dran glaubt.

Die Autor:innen der Umfrage haben nicht gegendert, die Formulierungen mit dem Doppelpunkt stammen von dieser Redaktion. Zugegeben, ideal ist das nicht, aber ein Anfang. Viele Grüße aus der Redaktion!


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