Marc Thylmann (c) Thinkstock; Privat; Quadriga Media Berlin
Marc Thylmann (c) Thinkstock; Privat; Quadriga Media Berlin
Marc Thylmann beantwortet den Fragebogen

"Kommunikation ist, was beim Empfänger ankommt"

Marc Thylmann, Pressesprecher bei der Bundesdruckerei in Berlin, beantwortet den pressesprecher-Fragebogen.
Eva Theil

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz:
 Ein guter Tag beginnt …
…mit einem launigen Radio-Eins-Kommentar von Hajo Schumacher, Sonnenschein und dem Sportteil der SZ.

Wofür haben Sie Ihr erstes selbstverdientes Geld ­ausgegeben?
Panini-Sammelbildchen zur Fußball-WM 1986.

Wenn Sie nicht Pressesprecher geworden wären, welchen ­Beruf hätten Sie ergriffen?
Was mit Medien.

Wie lautete Ihr erster Tweet?
„Preisfrage: Wie groß ist der Markt für #Unterhaltungselektronik in Deutschland?
2 Zahlen, 1 Erklärung. (thy) digitale-welt.org“

Welche Nachricht würden Sie gerne noch in Ihrer Karriere ­verkünden?
„Neues Mars-Terminal des ISS-Weltraumbahnhofs nutzt eGates der Bundesdruckerei. Einladung zur Pressereise folgt.“

Was mögen Sie nicht an Ihrem Job?
Den täglichen Anruf mindestens eines Bürgers, wann sein neuer Pass oder Personalausweis kommt.

Was haben Ihnen die Kollegen zum Abschied im letzten Job ­geschenkt?
Nach zehn Jahren Bitkom gab es eine Sonderausgabe des Verbandsnewsletters, ein Fotobuch, ein selbstgedrehtes Video und einige Schekel für den Israel-Urlaub – ich war einigermaßen sprachlos und ziemlich gerührt.

Welcher Kommunikator ist Ihr Vorbild?
Der US-Journalist und Autor Bill Bryson für sein grandios unterhaltsames und informatives Sachbuch „Eine kurze Geschichte von fast allem“. In seinem Vorwort schreibt der Politologe: „Letztlich wollte ich wissen, ob man die Wunder und Errungenschaften der Naturwissenschaft nicht verstehen und schätzen oder sogar bestaunen und bejubeln kann, und das auf einer Ebene, die einerseits nicht zu fachlich und anspruchsvoll, auf der anderen aber auch nicht zu oberflächlich ist.“ Dafür wollte er sich „sanftmütige, geduldige Fachleute suchen, die bereit waren, eine Fülle außergewöhnlich dummer Fragen zu beantworten…“

Was war früher besser?
Mein HSV.

Was ist für Sie das PR-Unwort des Jahres?  
Bei „Minuswachstum“ kriesch isch spontan Plaque, wie der Rheinländer sagt. Aktuell finde ich zudem „erweiterte Verhörmethoden“ bemerkenswert.

Wie setzen Sie Ihr PR-Wissen in Ihrem Privatleben ein?
Indem ich mir immer wieder bewusst mache: Kommunikation ist, was beim Empfänger ankommt – und nicht, was gesendet wird.

 
 

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