Mit allerhand Nützlichem wie etwa Checklisten rüsten die Autoren ihre Leser mit den Basics für einen kompetenten Umgang mit Influencern aus. (c) Springer Verlag
Mit allerhand Nützlichem wie etwa Checklisten rüsten die Autoren ihre Leser mit den Basics für einen kompetenten Umgang mit Influencern aus. (c) Springer Verlag
Rezension

Kompetent mit Influencern umgehen

Auf Youtube, Instagram und Twitter haben sie das Sagen: digitale Meinungsführer. Viele deutsche Unternehmen haben das erkannt. Annika Schach und TImo Lommatzsch haben grundlegendes Wissen über die Zusammenarbeit mit Influencern zusammengestellt.
Anna Gielas

Bibi, Dagi, Luca. Hinter den Zweisilbern stecken gekonnte Selbstinszenierung, gelungene Kommunikation und große Reichweite. Bibi, Dagi und Luca sind drei von vielen Youtube-Stars. Mit ihrer Hilfe können Unternehmen den Absatz- und Meinungsmarkt beeinflussen.

Das neue Buch „Influencer Relations“ bietet kompaktes Fachwissen sowie zahlreiche Tipps für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den digitalen Meinungsführern. Die Herausgeber Annika Schach, Professorin für Angewandte PR, und Timo Lommatzsch, Geschäftsführer der Agentur MT-Medien, haben es gemeinsam mit 31 Autoren verfasst.

Im ersten Teil betätigen sich die zwei Herausgeber als Autoren und bieten eine wissenschaftliche Verortung des Themas: Sie grenzen Influencer Relations von Influencer Marketing ab und diskutieren, ab wann jemand ein Influencer ist. Zwar rüsten diese Definitionsansätze den Leser mit einem Grundverständnis aus, sie werden jedoch in den weiteren Kapiteln nicht mehr so deutlich auseinandergehalten – und das Buch beschäftigt sich im Grunde nicht nur mit Influencer Relations, sondern auch mit Influencer Marketing.


(c) Springer Verlag

Influencer Relations: Marketing und PR mit digitalen Meinungsführern
Annika Schach und Timo Lommatzsch (Hrsg.), 328 Seiten, Springer Verlag, 34,99 Euro


Der zweite, dritte und vierte Teil des Buchs ähneln einander. So stark, dass sie sich thematisch überlappen und im Grunde zusammen den großen Praxisteil darstellen: Hier finden Leser ebenso Dos wie Don’ts. Sie basieren unter anderem auf einzelnen Erhebungen der Autoren. So beobachtet das Forscherteam um Daniela Schlütz: „Unaufdringlichkeit des Werbemittels ist – unserer Studie nach – die entscheidende Komponente für eine positive Wirkung. Je besser die persuasive Absicht verborgen bleibt, umso eher können sich Wirkungen entfalten.“

Aber das Buch sensibilisiert auch für potenzielle Risiken und aktuelle Entwicklungen. Es hält beispielsweise rechtliche Informationen parat: Ausgehend vom Urteil des Oberlandesgerichts Celle gegen Rossmann zur Schleichwerbung auf Instagram bieten die Autoren Informationen zu Kennzeichnungen von Produktplatzierungen.

Die Herausgeber hätten das Buch durch eine kritische Auseinandersetzung mit der angloamerikanischen Fachliteratur hilfreich ergänzen können. Auf dem begrenzten Raum bieten sie dennoch viel Wichtiges. Wie Unternehmer den passenden Influencer identifizieren und für sich gewinnen, wird in acht Schritten nahegelegt. Das ist zwar knapp, für Leser mit wenig Vorwissen dennoch nützlich. Mit Checklisten, Zusammenfassungen am Anfang und Ende jedes Kapitels, zahlreichen Quellen und weiterführender Literatur rüsten die Autoren ihre Leser mit den Basics für einen kompetenten Umgang mit Influencern aus.

Fazit:


(Sollte man gelesen haben)

Hilfreiche – wenn auch nicht optimal aufgebaute – Übersicht über eine komplexe wie zeitaktuelle Kommunikations- und Marketingstrategie.

 

 
 

ps/NEWS: Der Newsletter für PR-Profis

 

Ob wichtige Nachrichten, Hintergründe, Case Studies oder aktuelle Debatten: Mit den ps/NEWS erhalten Sie die wichtigsten Informationen der Kommunikationsbranche kostenlos in Ihre Mailbox.
 

CAPTCHA

This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.



randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Der VfL Wolfsburg positioniert sich neu. (c) VfL Wolfsburg
Foto: VfL Wolfsburg
Lesezeit 1 Min.
Meldung

Der VfL Wolfsburg setzt auf Selbstironie

Zwar ist der VfL Wolfsburg bei weitem nicht der erfolgloseste Verein der Fußball-Bundesliga: Immerhin wurde man 2009 Meister, gewann 2015 den DFB-Pokal. Trotzdem muss der Verein mit negativen Vorurteilen kämpfen. Eine neue Kampagne soll das nun ändern. »weiterlesen
 
Cosplayer sollen in Videos die Reaktionen von Passanten auf sie festhalten. / Cosplayer: (c) Getty Images/LightFieldStudios
Cosplayer Gamescom. Foto: Getty Images/LightFieldStudios
Meldung

Tiktok und Chip starten Cosplayer-Kampagne

Tiktok und das Magazin Chip starten eine gemeinsame Cosplay-Kampagne zum Auftakt der Gamescom. »weiterlesen
 
Die US-Kartellbehörde FTC untersucht eine mögliche Zerschlagung Facebooks. (c) Getty Images / fongfong2
Der Kauf von Instagram und Whatsapp durch Facebook könnte rückgängig gemacht werden. Foto: Getty Images / fongfong2
Meldung

Facebook-Zerschlagung gewinnt mächtige Fürsprecher

Der Chef der US-Kartellbehörde FTC erklärte, Instagram und Whatsapp könnten aus dem Facebook-Imperium wieder herausgelöst werden. »weiterlesen
 
Nur 26 Prozent der Deutschen hören Podcasts./Podcast: (c) Getty Images/RenysView
Podcasts in Deutschland. Foto: Getty Images/RenysView
Bericht

Podcast-Hype geht an den meisten Deutschen vorbei

Laut Bitkom-Studie sind Podcasts ein Nischenmedium. Nur ein Viertel der Deutschen hört sie regelmäßig, die meisten bevorzugen kurze Folgen. »weiterlesen
 
Facebook-CEO Mark Zuckerberg plant einen eigenen News-Bereich auf Facebook. / Mark Zuckerberg: (c) Facebook
Facebook-CEO Mark Zuckerberg. Foto: Facebook
Meldung

Facebook will Nachrichten von Verlagen lizenzieren

Facebook plant, noch diesen Herbst einen eigenen News-Bereich zu starten. Verlagen bietet der Konzern für ihre Inhalte jährlich mehrere Millionen Dollar. »weiterlesen
 
Wer Katzenvideos in seiner Chronik hat, liest politische Nachrichten aufmerksamer./ Katzen: (c) Getty Images/ LCLPhoto
Katzenfoto: Getty Images/ LCLPhoto
Meldung

Mit Katzenvideos politisch informiert bleiben

Katzenvideos auf Social Media helfen, harte News besser zu verarbeiten, so eine Studie der Uni Wien. »weiterlesen