Finanzkommunikation wird noch immer hauptsächlich über Gespräche, E-Mails und Telefonate abgestimmt. (c) Getty Images / HT-Pix
Finanzkommunikation wird noch immer hauptsächlich über Gespräche, E-Mails und Telefonate abgestimmt. (c) Getty Images / HT-Pix
Abstimmung von Finanzkommunikation

Gespräche und E-Mails statt Cloud und Intranet

Eine Studie der Universität Leipzig zeigt: Technologien wie Cloud-Dienste oder Social Intranets spielen kaum eine Rolle, wenn börsennotierte Firmen ihre Finanzkommunikation abstimmen.
Aus der Redaktion

In börsennotierten Unternehmen Deutschlands stimmen sich die Verantwortlichen für Corporate Communications und Investor Relations regelmäßig und intensiv ab, greifen dabei jedoch überwiegend auf klassische Kommunikationsinstrumente zurück. Das gehört zu den Ergebnissen der Studie „Integrierte Finanzkommunikation“ des Center for Research in Financial Communication (CRiFC) der Universität Leipzig.

Rund 94 Prozent der Befragten nannten das persönliche Gespräch zwischen beiden Abteilungen als üblichen Abstimmungsprozess, gefolgt von E-Mail-Kommunikation (84%) und Telefonaten (79%). Dagegen würden modernere Lösung wie etwa gemeinsame Laufwerke (28%) oder geteilte Content Management Systeme (18%) wesentlich seltener verwendet, um die allgemeine Unternehmenskommunikation und die Finanzkommunikation zu koordinieren.

Symbolbegriffe der digitalen Transformation wurden besonders selten genannt: Nur napp 6 Prozent nutzen Cloud-Dienste zur Abstimmung, Social Intranets knapp 5 Prozent.

Kaum Prozesse für integrierte Finanzkommunikation

Ohnehin laufe die Abstimmung zwischen Corporate Communications und Investor Relations in aller Regel eher informell (84%) und anlassbezogen (73%) ab. Nur etwa 56 Prozent der Befragten berichteten von formellen Festlegungen für operative Prozesse und Aufgabenbereiche. In etwa 35 Prozent der Unternehmen seien darüber hinaus keine abteilungsübergreifenden Ziele der Finanzkommunikation festgelegt.

Corporate Communications stärker evaluiert als Investor Relations

Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen Corporate Communications und Investor Relations in Sachen Evaluation. Während rund 80 Prozent der Unternehmenskommunikatoren über einen regelmäßigen Abgleich ihrer Ziele und Erfolge berichteten, war es bei den Finanzkommunikatoren lediglich die Hälfte der Befragten.

Für die Studie befragte das CRiFC insgesamt 148 Verantwortliche börsennotierter deutscher Unternehmen. Insbesondere aus dem Kreis der 30 Dax-Unternehmen sei eine hohe Beteiligung zu verzeichnen gewesen.

 

 
 

ps/NEWS: Der Newsletter für PR-Profis

 

Ob wichtige Nachrichten, Hintergründe, Case Studies oder aktuelle Debatten: Mit den ps/NEWS erhalten Sie die wichtigsten Informationen der Kommunikationsbranche kostenlos in Ihre Mailbox.
 



randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Biontech könnte als eines der ersten Unternehmen eine Zulassung für seinen Impfstoff gegen Covid-19 erhalten. (c) Picture Alliance/Laci Perenyi
Foto: Picture Alliance / Laci Perenyi
Lesezeit 5 Min.
Meldung

Wettlauf um den besten Impfstoff

Das Mainzer Unternehmen und Pfizer stehen vor der Zulassung ihres Covid-19-Impfstoffs. Die Kommunikation dürfte mit darüber entscheiden, welche der verschiedenen Impfstoffkandidaten als die besten angesehen werden. Biontech bietet jedenfalls eine gute Story. »weiterlesen
 
Geschlechtergerechte Sprache wird bei Microsoft Deutschland auch mithilfe des „Gendersternchens“ umgesetzt. (c) Getty Images/Syuzanna Guseynova
Foto: Getty Images/Syuzanna Guseynova
Lesezeit 2 Min.
Gastbeitrag

Inklusion mit Sternchen

Immer mehr Organisationen achten in ihrer Kommunikation auf eine geschlechtergerechte Sprache. Warum Microsoft Deutschland gendert und welche Erfahrungen das Unternehmen damit gemacht hat, berichtet Projektleiterin Paula Auksutat. »weiterlesen
 
Presse und Social Media sind zwei Bausteine in der Unternehmenskommunikation, die aber unterschiedliche Formate verlangen. (c) Getty Images/Gajus
Foto: Getty Images/Gajus
Lesezeit 4 Min.
Kolumne

Zwischen Pressearbeit und Social Media

Aus Presse- wurde im Laufe der Zeit Medienarbeit. Unser Kolumnist Claudius Kroker erläutert die Grundlagen zeitgemäßer Kommunikationsarbeit.
 
Thomas Mickeleit auf dem K-Kongress 2020. Foto: Quadriga Media/Jana Legler
Foto: Quadriga Media/Jana Legler
Lesezeit 2 Min.
Meldung

Thomas Mickeleit kooperiert mit MontuaPartner

Der ehemalige Microsoft-Kommunikationschef soll insbesondere Transformationsprozesse in Unternehmen begleiten. »weiterlesen
 
Der Weg führt weg vom generischen Maskulinum. (c) Getty Images/ AlbertPego
Foto: Getty Images/ AlbertPego
Lesezeit 4 Min.
Ratgeber

Der Weg zur inklusiven Sprache

Als Leiterin der Kommunikationsabteilung der Stadt Hannover führte Annika Schach vor etwa zwei Jahren die geschlechtergerechte Sprache in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein. Wie sollten Organisationen vorgehen, die eine genderneutrale Sprache verwenden wollen? »weiterlesen
 
Labern ohne Sinn und Konzept macht noch keinen erfolgreichen Podcast. (c) Getty Images/Viktoriia Sytnik
Grafik: Getty Images/Viktoriia Sytnik
Lesezeit 3 Min.
Ratgeber

Fröhliches Rumlabern

Immer mehr Unternehmen produzieren einen eigenen Podcast. Es dominieren Gesprächsformate. Doch wer sollte auf Podcasts besser verzichten? »weiterlesen