Auf Twitter kursieren Informationen zu einer geplanten Kampagne der GdW./ Mieten: (c) Getty Images/ gopixa
Auf Twitter kursieren Informationen zu einer geplanten Kampagne der GdW./ Mieten: (c) Getty Images/ gopixa
Denken statt Deckeln

GdW plant Kampagne gegen Mietendeckel

Der Immobilienverband GdW plant eine Kampagne gegen den Mietendeckel. Informationen dazu wurden auf Twitter geleakt.
Toni Spangenberg

Denken statt Deckeln: Unter diesem Motto plant der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen eine Social-Media-Kampagne gegen den Berliner Mietendeckel. Erste Informationen wurden von Dritten auf Twitter veröffentlicht. Noch befinde sich die Kampagne allerdings in der Konzeption, sagt Katharina Burkardt, Pressesprecherin des GdW auf Anfrage von pressesprecher

Wie konnten die Infos vorab an die Öffentlichkeit gelangen? "Im Rahmen einer transparenten Kommunikation haben wir die Unterlagen zusammen mit der Bitte um Unterstützung an unsere Mitgliedsunternehmen versandt. Wir wollen Diskussionen und Diskurse anstoßen und über unsere Positionen informieren", so Burkardt. 

In dem Leak heißt es, der GdW wolle über Social-Media-Targeting speziell Städter erreichen, "die den Deckel gerade feiern, aus purer Unwissenheit." Daneben nehme die Kampagne die Wohungsbranche, die Politik, Medien und Bürgerinitiativen in den Blick. "Auf Twitter erreichen wir Politiker noch besser, indem wir sie direkt ansprechen. Wie etwa die Mitglieder des Berliner Abgeordenentenhauses", heißt es. Die Breite der Online-Kanäle reiche von Social Media bis hin zu Websites und Anzeigen, ergänzt Burkardt.

Welche Instrumente letztlich zum Einsatz kommen sollen, stehe noch nicht fest. "Es stehen wie bei jeder Kampagne verschiedenste Möglichkeiten zur Debatte – alle selbstverständlich auf Grundlage der DSGVO und anderen gesetzlichen Vorschriften."

1,6 Millionen Euro solle die Kampagne kosten. Welche Summe am Ende tatsächlich unterm Strich steht, hänge aber von den Finanzierungszusagen ab. "Die 1,6 Millionen Euro sind also keinesfalls gesetzt, sondern ein hehres Ziel. Realistischerweise wird das nicht das Ergebnis sein." Ob #DenkenStattDeckeln noch 2019 startet, sei noch nicht entschieden.

Der Berliner Senat treibt das Projekt des Mietendeckels weiter voran. Bislang konnten sich die Koalitionäre in einigen Punkten noch nicht einigen. So will die Linke Mieten auch senken können. Michael Müller (SPD), dem regierenden Bürgermeister von Berlin, geht das aber zu weit. Ursprünglich sollte der Deckel am 15. Oktober beschlossen werden. 

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Positionierung ist wichtig, um als Kommunikator authentisch zu wirken./ Kommentar: (c) Getty Images/ronstik
Kommentar. Foto: Getty Images/ronstik
Kommentar

Disclaimer ersetzen nicht Verantwortung & Empathie

Natürlich schützt "Views are my own" nicht vor einem Shitstorm. Gefragt sei mehr Empathie im öffentlichen Diskurs, meint Sascha Pallenberg. Ein Kommentar. »weiterlesen
 
Frauen in der PR-Branche sind in den Führungsetagen immer noch unterrepräsentiert. (c) Getty Images / Valeriy_G
Foto: Getty Images / Valeriy_G
Studie

Frauen in der PR-Branche benachteiligt

Eine aktuelle Studie deckt eine erhebliche Ungleichbehandlung der Geschlechter am Arbeitsplatz auf. Die Macher fordern mehr Maßnahmen zur Gleichstellung. »weiterlesen
 
Mit der Bluetooth-Unterwäsche will die Telekom Paarbeziehungen stärken. (c) Deutsche Telekom
Foto: Deutsche Telekom
Meldung

Die Telekom geht unter die Unterwäsche-Fabrikanten

Im Onlineshop der Telekom gibt es neuerdings auch Unterhosen zu kaufen – allerdings nicht irgendwelche. »weiterlesen
 
Kommunikationsprofis erhalten immer mehr Aufmerksamkeit. (c) Getty Images / Koldunov
Foto: Getty Images / Koldunov
Kommentar

Die Branche braucht PR in eigener Sache

Kommunikationsprofis tauchen vermehr in Leitmedien auf. Über PR und Öffentlichkeitsarbeit sprechen sie dabei aber zu selten. »weiterlesen
 
Regelwidrige Tweets von Politikern können künftig nicht mehr gelikt oder geteilt werden. (c) Getty Images / Allexxandar
Foto: Getty Images / Allexxandar
Meldung

Twitter sanktioniert regelwidrige Politiker-Tweets

Tweets, die gegen ihre Nutzungsregeln verstoßen, will die Plattform künftig von Likes und Retweets ausschließen. Gelöscht werden sollen sie jedoch nicht. »weiterlesen
 
Der Disclaimer "Views are my own" ist überflüssig./ Symbolbild: (c) Getty Images/ HT-Pix
Foto: Getty Images/ HT-Pix
Kommentar

„Views are my own“ ist naiv und realitätsfern

Alexander Reinhardt, Airbus’ Public Affairs Chef, schreibt in seine Twitter-Bio „Views are my own“. Der Disclaimer ist völlig überflüssig. Ein Kommentar. »weiterlesen