Gut vernetzt: Exzellente Kommunikatoren setzen verstärkt auf den Austausch mit Nachbardisziplinen (c) Thinkstock/Robert Churchill
Gut vernetzt: Exzellente Kommunikatoren setzen verstärkt auf den Austausch mit Nachbardisziplinen (c) Thinkstock/Robert Churchill

Für die PR-Elite zählt das interne Netzwerk

In vielen Unternehmen ist der Austausch zwischen der PR-Abteilung und ihren „Stiefgeschwistern“ wie HR, Marketing oder Investor Relations eher gering. Dass eine intensive Zusammenarbeit und Kommunikation allerdings von Vorteil ist, zeigt die Studie „Exzellenz in der Unternehmenskommunikation 2014".
Anne Hünninghaus

In vielen Unternehmen ist der Austausch zwischen der PR-Abteilung und ihren „Stiefgeschwistern“ wie HR, Marketing oder Investor Relations eher gering. Dass eine intensive Zusammenarbeit und Kommunikation allerdings von Vorteil ist, zeigt die Studie „Exzellenz in der Unternehmenskommunikation 2014" von Professor Lothar Rolke von der FH Mainz und Jörg Forthmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor.

Besonders guter Kontakt besteht mit der HR

Die Umfrage zeigt: Gerade herausragende PRler vernetzen sich auffallend oft mit Kollegen aus angrenzenden Bereichen. Besonders der Austausch mit IR-Managern und Personalern wurde in den Befragungen von Fach- und Führungskräften aus Pressestellen deutscher Unternehmen hervorgehoben. Firmen mit besonders erfolgreichen PR-Managern geben der Zusammenarbeit mit der Personalabteilung im Durchschnitt die Schulnote 2,3. Die weniger erfolgreichen PR-Profis bringen ihren HR-Kollegen jedoch nur eine „befriedigende" Kooperationsbereitschaft entgegen (Note 2,9). Ähnlich sieht es bei dem Verständnis für die IR-Kollegen aus.

Um den Interessen der Stakeholder entgegen zu kommen, lohnt sich der Studie zufolge der Blick über den Tellerrand der eigenen Profession. „Abschottung führt ins kommunikative Aus. Integrierte Kommunikation und Zusammenarbeit mit benachbarten Abteilungen sind zwingende Voraussetzungen für erfolgreiche PR-Arbeit", so Jörg Forthmann von Faktenkontor.

Netzwerk-Kommunikation als weiteres Plus

Neben der höheren Bereitschaft, mit Kollegen anderer Abteilungen zu kooperieren, fällt in den Ergebnissen der Befragung noch ein weiterer Faktor auf:  Exzellente Kommunikatoren verzichten häufiger auf eine hierarchische Kommunikation. Stattdessen setzen sie auf vernetztes Arbeiten, zum Beispiel über das Intranet und Mitarbeiterportale. 62 Prozent der Unternehmen mit großem PR-Erfolg betreiben eine solche sachorientierte Netzwerk-Kommunikation. Bei den Durchschnittsprofis sind es lediglich 41 Prozent.

Zur Studie

Die Vergleichsstudie zur exzellenten Unternehmenskommunikation wurde von Lothar Rolke, Professor an der FH Mainz, und Jörg Forthmann von Faktenkontor in Hamburg durchgeführt. Sie haben bundesweit 288 Unternehmensvertretern fast fünfzig Fragen zu ihrem Umgang mit Kunden und Mitarbeitern, Journalisten und Bloggern gestellt.

Inhaltlich wurden die Teilnehmer nach ihrem Selbstverständnis als Kommunikatoren und ihrer Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen gefragt, die durch Kontrollfragen überprüft wurden. Gleichzeitig ließen die Befragten die Qualität ihrer Arbeit bewerten.

 
 

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