Ist der „Fortnite“-Ausfall eine PR-Aktion? (c) Epic Games
Ist der „Fortnite“-Ausfall eine PR-Aktion? (c) Epic Games
Gaming

„Fortnite“-Ausfall ein PR-Schachzug?

Seit Sonntagabend ist das populäre Onlinespiel Fortnite offline. Eine geschickt geplante PR-Aktion, wie es scheint.
Aus der Redaktion

Millionen Menschen starren derzeit online auf ein schwarzes Loch. Der Grund: Die Grafik ersetzt seit Sonntagabend das besonders bei Jugendlichen beliebte Online-Actionspiel „Fortnite“. Ein Event innerhalb des Spiels deutete an, dass das Loch das Spiel „eingesaugt“ hat.

Verzweiflung bei den einen, Grund zur Freude bei den anderen. „Der Traum mancher genervter Eltern ist am Sonntagabend wahr geworden“, witzelt zum Beispiel der „Spiegel“. Auch die Welt nimmt den Vorfall mit Humor: „Fornite-Ausfall: Paar überrascht, dass es einen Sohn hat“, so der Titel eines satirischen Artikels.

Vermutet wird, dass es sich bei dem Ausfall um eine PR-Maßnahme des „Fortnite“-Herstellers Epic Games handelt. Die Aktion fällt schließlich genau in die Übergangszeit zwischen der abgelaufenen und der kommenden Online-Saison des Spiels, die von den mehr als 250 Millionen „Fortnite“-Fans bereits mit Spannung erwartet wird.

Auf diese Interpretation deuten auch die rätselhaften Zahlencodes, die regelmäßig über dem schwarzen Loch auftauchen, deren Entschlüsselung sich viele Fans des Spiels momentan hingebungsvoll widmen, sowie das Minispiel, dass der Hersteller zum Zeitvertreib eingerichtet hat, hin.

Es ist nicht das erste Mal, dass Epic Games eine PR-Aktion rund um das Spiel veranstaltet. Erst im Sommer richtete das Unternehmen eine Fortnite-Weltmeisterschaft aus – mit 30 Millionen Dollar Preisgeld. Der aktuelle Ausfall ist allerdings beispiellos – und kommt nicht bei jedem gut an: Einige Fans sind verärgert, dass die Firma ihnen die neuen Spielinhalte im Namen der Publicity vorenthält.

Mehr als Spekulation ist all dies allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht. Für ihre (mutmaßliche) PR-Aktion können sich die „Fortnite“-Macher allerdings auf die Schulter klopfen. Schließlich haben sie es damit sogar in die „New York Times“ geschafft.  

 

 

 

 
 


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