Facebook lehnt Faktenchecks ab und beruft sich auf die freie Meinungsäußerung. / Desinformation: (c) Getty Images/keport
Facebook lehnt Faktenchecks ab und beruft sich auf die freie Meinungsäußerung. / Desinformation: (c) Getty Images/keport
Keine Faktenchecks

Facebook lehnt Joe Bidens Anfrage ab

Das Wahlkampfteam Joe Bidens bittet Facebook, eine Trump-Kampagne mit Falschbehauptungen offline zu nehmen. Das Social Network winkt ab.
Toni Spangenberg

Joe Bidens Kampagnen-Team hat einen Brief an Facebooks CEO Mark Zuckerberg, COO Sheryl Sandberg und Kathie Herbath, Global Elections Policy Chief, geschrieben. In diesem fordert Biden die Firma auf, eine Trump-Kampagne offline zu nehmen, die der Biden-Familie Beziehungen in die Ukraine unterstellt. Facebook lehnt ab. 

Die Entscheidung begründet das Unternehmen in einem eigenen Brief. Facebook seien aufgrund der eigenen Regeln die Hände gebunden. „Unser Vorgehen fußt auf Facebooks fundamentalem Vertrauen in die freie Meinungsäußerung, dem Respekt vor demokratischen Prozessen und dem Glauben, dass in einer entwickelten Demokratie mit freier Presse politische Aussagen die wohl am meisten hinterfragten Aussagen sind.“ Facebook hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, Aussagen von Politikern nicht mehr zu löschen, auch wenn sie gegen die Regeln des Netzwerks verstoßen.

Kritiker bezweifeln, dass Facebook bei dieser Entscheidung wirklich die freie Meinungsäußerung im Blick hat. Laut ihnen seien dem Unternehmen Einnahmen aus den Kampagnen wichtiger, weshalb es auf einen Faktencheck verzichte. Die New York Times hat die Situation analysiert.

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Regelwidrige Tweets von Politikern können künftig nicht mehr gelikt oder geteilt werden. (c) Getty Images / Allexxandar
Foto: Getty Images / Allexxandar
Meldung

Twitter sanktioniert regelwidrige Politiker-Tweets

Tweets, die gegen ihre Nutzungsregeln verstoßen, will die Plattform künftig von Likes und Retweets ausschließen. Gelöscht werden sollen sie jedoch nicht. »weiterlesen
 
Der Disclaimer "Views are my own" ist überflüssig./ Symbolbild: (c) Getty Images/ HT-Pix
Foto: Getty Images/ HT-Pix
Kommentar

„Views are my own“ ist naiv und realitätsfern

Alexander Reinhardt, Airbus’ Public Affairs Chef, schreibt in seine Twitter-Bio „Views are my own“. Der Disclaimer ist völlig überflüssig. Ein Kommentar. »weiterlesen
 
Alexander Reinhardt droht den Klimaaktivisten von Extinction Rebellion auf Twitter./ Symbolbild: (c) Getty Images/tommaso79
Wütender Autofahrer. Foto: Getty Images/tommaso79
Meldung

Airbus' PA-Chef droht Extinction Rebellion

Er vergleicht sie mit den Nazis und droht ihnen auf Twitter: Airbus' Alexander Reinhardt beschimpft Extinction Rebellion. Jetzt rudert er zurück. »weiterlesen
 
Trump sagt, er habe AIDS besiegt. Das Video ist ein Deepfake. / Screenshot: (c) Youtube
Trump-Screenshot: Youtube
Bericht

Deepfakes sind in der PR angekommen

Deepfakes erobern die PR. So wirbt Trump vermeintlich für das Ende von AIDS. Doch für Firmen können die Fake-Videos gefährlich werden. »weiterlesen
 
Er bezeichnet sich selbst als "charismatischen Geschäftsführer": David Schirrmacher. / David Schirrmacher: (c) Von Floerke
David Schirrmacher. Foto: Von Floerke
Meldung

Die "charismatische" Insolvenz von Von Floerke

Von Floerke ist pleite. Das verkündete der "charismatische Geschäftsführer" David Schirrmacher auf Facebook. »weiterlesen
 
In Sachen Social Media machen B2B-Unternehmen keine Experimente. (c) Getty Images / bigtunaonline
Foto: Getty Images / bigtunaonline
Studie

B2B-Unternehmen wenig experimentierfreudig

In Sachen Social Media setzen B2B-Unternehmen immer noch stark auf klassische Kanäle, wie eine aktuelle Studie zeigt. Beim Recruiting gewinnen die sozialen Medien an Bedeutung. »weiterlesen