Nach seinem umstrittenen Spot zum Muttertag veröffentlicht Edeka nun einen zum Vatertag. (c) Edeka
Nach seinem umstrittenen Spot zum Muttertag veröffentlicht Edeka nun einen zum Vatertag. (c) Edeka
Edeka legt nach

„Danke Vatertag, dass du nicht Muttertag bist.“

Schadensbegrenzung oder geplanter Doppelschlag? Edeka präsentiert nun auch einen Spot zum Vatertag.
Aus der Redaktion

Wenige Wochen nach seinem hochumstrittenen Werbespot zum Muttertag legt Edeka nach und veröffentlicht einen ähnlich anmutenden Film zum nun bevorstehenden Vatertag.

Ebenfalls in stylischer Schwarz-Weiß-Optik gehalten, stellt „Danke Papa, dass Du nicht Mama bist.“ die väterspezifischen Erziehungsstärken in den Vordergrund. Diese bestehen laut Edeka offenbar im Verzicht darauf, Kindern Kuchenreste mittels Spucke aus dem Gesicht zu wischen sowie schmunzelnd und heimlich Ketchup zum ungeliebten Brokkoli zu reichen.

Der Spot ist mit 32 Sekunden nicht einmal halb so lang wie der zum Muttertag (1:18 Minuten).

 

Für den Vorgänger-Spot „Danke Mama, dass Du nicht Papa bist.“ hatte Edeka – neben Zustimmung und Lob – heftige Kritik in den sozialen Netzwerken und vielen Medien einstecken müssen.

Der Deutsche Werberat sprach vor wenigen Tagen wegen des Films eine Rüge gegen das Unternehmen aus. Zwar sei darin das Stilmittel der ironischen Überzeichnung erkennbar, dennoch enthielte er eine „männer- und frauenherabwürdigende Botschaft“. Damit hätte Edeka Branchenstandards verletzt. Zuvor waren rund 750 Beschwerden gegen den Spot eingegangen.

 

Wie Edeka erläuterte, sei die Kampagne von vornherein auf zwei Spots – einen zum Mutter- und einen zum Vatertag – angelegt gewesen. Auf seiner Facebook-Seite erklärte des Unternehmen: „Nicht immer alles perfekt zu machen, macht uns als Menschen perfekt: Mamas, Papas, alle. Liebe Papas, alles Gute zum Vatertag!“

Die Reaktionen der Nutzer auf den Vatertags-Spot von Edeka sind bislang überwiegend positiv.

 

 
 


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