Florian Amberg (c) Ergo Group Collage: Leonie Münch
Florian Amberg (c) Ergo Group Collage: Leonie Münch
Jury-Fragebogen

#dpok: "Onlinekommunikatoren sollen selbstbewusst zeigen, welchen Mehrwert sie schaffen!"

Am 4. April endet die Einreichungsfrist für die Bewerbungen zum Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2017. Zeit, die Jury vorzustellen. Heute beantwortet Florian Amberg, stellvertretender Leiter Media Relations bei der Ergo Group, den Jury-Fragebogen. 
Judit Cech

Wer bist Du, und was machst du?

Florian Amberg: Ich bin stellvertretender Leiter Media Relations beim Versicherungsunternehmen Ergo. Im Bundesverband deutscher Pressesprecher helfe ich mit, aus unserem Kompetenzprofil hilfreiche Angebote für die Mitglieder zu entwickeln. Klar, dass die Onlinekommunikation dort eine entscheidende Rolle spielt. Mit meiner Online-Agentur habe ich als Schüler Websites für den Bäcker um die Ecke gebaut. Seitdem hat sich viel getan in der Onlinekommunikation. Meine Freude an ihr ist geblieben. 

An (Online-)Kommunikationsthemen reizt mich…

…dass sie uns Kommunikatoren – wenn wir sie professionell angehen – zu einer radikalen Nutzerperspektive zwingt: Das umfassende Tracking erlaubt kein Wegducken oder stures Senden von Botschaften mehr, sondern hält uns unmittelbar den Spiegel vor. Positiv formuliert: Wir können die Bedürfnisse unseren Zielgruppen immer besser verstehen, im Dialog unsere Kommunikation optimieren und ihren Nutzen evaluieren. Das ist Chance und Verpflichtung zugleich.

Vom #dpok 2017 wünsche/erhoffe ich mir…

…dass er ein Aushängeschild für Onlinekommunikation ist. Er soll zeigen: Das alles lässt sich erreichen, wenn Onlinekommunikation mit Verstand und Leidenschaft gemacht wird.

Damit können Projekte/Kampagnen/Bewerber bei mir punkten…

Auch Glückstreffer ohne strategischen Überbau können beeindrucken. Ich mag aber besonders Projekte, die vom Ende her gedacht sind – also ein klares, messbares Ziel verfolgen und handfesten Mehrwert für die Organisation schaffen. Und die aus dem Ziel eine überzeugende kommunikative Leitidee ableiten und pragmatisch und effizient umsetzen. Rundum glücklich bin ich, wenn Witz, Kreativität und Leidenschaft im Spiel sind.

Die (Online-)PR-Trends dieses Jahres sind für mich…

Ich glaube, Daten und deren Analyse werden noch wichtiger – etwa beim Agenda Surfing, für das ich rasch aufkommende Themen erkennen muss. Gleichzeitig wächst der Anspruch an Onlinekommunikation, agiler zu werden. Es auch zu wagen, Erfahrungen mit minimum viable products zu sammeln, Kommunikationsmaßnahmen frühzeitig zu testen und im Dialog mit den Nutzern zu verbessern. Natürlich ist nicht jedes Thema dafür geeignet. Grundsätzlich aber sollten wir Kommunikatoren Gestalter statt Getriebene des digitalen Wandels sein.

Ein letzter Tipp…

Der dpok ist ein tolles Forum, um eigene Erfolge zu feiern und sich von anderen inspirieren zu lassen. Onlinekommunikatoren sollen selbstbewusst zeigen, welchen Mehrwert sie schaffen können! Trotzdem lohnt es sich, einen differenzierten Blick auf den Zauber zu bewahren. Zum Beispiel im Austausch mit der Jury auch das klar zu benennen, was nicht optimal funktioniert hat. Mit Mut zur Ehrlichkeit punktet es sich leichter als mit dem Weichzeichner.

 

Über den Deutschen Preis für Onlinekommunikation (dpok)

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation wird seit 2011 jährlich vom Magazin pressesprecher veranstaltet, um herausragende Projekte, professionelle Kampagnenplanung und zukunftsweisende Strategien digitaler Kommunikation auszuzeichnen. 

Ab sofort können sich Unternehmen und Institutionen, Verbände und Kommunikationsagenturen mit ihren Projekte und Kampagnen in insgesamt 39 Kategorien für die Auszeichnung bewerben. Die Einreichungsfrist endet am 4. April 2017 (finale Deadline: 7. April)​. Am 8. Juni haben die Nominierten dann wieder die Möglichkeit, ihre Projekte live der Jury vorzustellen.

 

 

 

 

 
Florian Amberg (c) Ergo Group
Florian Amberg
Ergo Group
stellvertretender Leiter Media Relations

Nach seinem Master-Studium an der University of Edinburgh gestaltete Florian Amberg bei der HypoVereinsbank die erste Employer-Branding-Kampagne der Bank in den sozialen Medien und verantwortete als Senior Associate die HR Kommunikation in Deutschland. Für die Stadtwerke-Holding Thüga begleitete er die Neuausrichtung der Internen Kommunikation. Die Online-Mitarbeiterzeitschrift team wurde mit dem HR Excellence Award ausgezeichnet. Aktuell ist er stv. Leiter Media Relations und Pressesprecher bei der ERGO Group; zu seinen Schwerpunkten zählen u.a. Digitales und Innovationen. Amberg war Teil der #30u30 Young Professional Initiative des Branchenmagazins PR Report. Er ist Mitglied des Präsidiums des Bundesverbands deutscher Pressesprecher und Lehrbeauftragter am Institut Student & Arbeitsmarkt der Ludwig-Maximilians-Universität München. 

 

ps/NEWS: Der Newsletter für PR-Profis

 

Ob wichtige Nachrichten, Hintergründe, Case Studies oder aktuelle Debatten: Mit den ps/NEWS erhalten Sie die wichtigsten Informationen der Kommunikationsbranche kostenlos in Ihre Mailbox.
 



randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

In diesem Jahr hat Bahlsen die DPOK-Kategorie "Virale Kommunikation" gewonnen (c) Thinkstock/nadia_bormotova
Foto: Thinkstock/nadia_bormotova
Lesezeit 2 Min.
Fragebogen

Virale Kommunikation: Bahlsens Weihnachtsgeschichte

Mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation sind 2017 herausragende Projekte digitaler Kommunikation ausgezeichnet worden. In unserer Rubrik "Von den Besten lernen" stellen wir sie vor. Dieses Mal: das Projekt "Das ist Weihnachten", mit dem Bahlsen und Labamba die Kategorie "Virale Kommunikation" gewonnen haben. »weiterlesen
 
Die Berliner Stadtreinigung wusste Google für sich zu nutzen - und gewann damit den Deutschen Preis für Onlinekommunikation. (c) Thinkstock/cofotisme
Foto: Thinkstock/cofotoisme
Lesezeit 2 Min.
Fragebogen

Kampagne von Institutionen: BSR versus Google

Mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation sind 2017 herausragende Projekte digitaler Kommunikation ausgezeichnet worden. In unserer Rubrik "Von den Besten lernen" stellen wir sie vor. Dieses Mal: die Kampagne "Eimer. Google. Guerilla", mit der die Berliner Stadtreinigung (BSR) die Kategorie "Kampagne von Institutionen" gewonnen hat. »weiterlesen
 
Jörg Wassink (c) Uwe Nölke Collage: Leonie Münch
Jörg Wassink (c) Uwe Nölke Collage: Leonie Münch
Lesezeit 1 Min.
Fragebogen

#dpok: Jörg Wassink wünscht sich neue Einblicke in eindrucksvolle Online-Kampagnen

Was erwartet die Jury von den Bewerbern des Deutschen Preises für Onlinekommunikation 2017? Heute beantwortet Jörg Wassink, Head of Communications, PR & Social Media beim Softwareanbieter Sage, unseren Fragebogen.  »weiterlesen
 
Mario Voigt (c) Quadriga Collage: Leonie Münch
Mario Voigt (c) Quadriga Collage: Leonie Münch
Lesezeit 2 Min.
Fragebogen

#dpok: "Facts tell, Stories sell"

Was erwartet die Jury von den Bewerbern des Deutschen Preises für Onlinekommunikation 2017? Heute beantwortet Mario Voigt, Professor für Digitale Transformation und Politik an der Quadriga Hochschule Berlin, unseren Fragebogen.  »weiterlesen
 
Patricia Alves (c) privat Collage: Leonie Münch
Patricia Alves (c) privat Collage: Leonie Münch
Lesezeit 1 Min.
Fragebogen

#dpok: "Nette Bewerber und super coole Projekte können bei mir immer punkten"

Was erwartet die Jury von den Bewerbern des Deutschen Preises für Onlinekommunikation 2017? Heute beantwortet Patricia Alves, Global Social Media Manager bei Boehringer Ingelheim, unseren Fragebogen.  »weiterlesen
 
Tobias Ilg (c) buero-K, Collage: Leonie Münch
Tobias Ilg (c) buero-K, Collage: Leonie Münch
Lesezeit 2 Min.
Fragebogen

#dpok: "Der Aufwand lohnt sich"

Was erwartet die Jury von den Bewerbern des Deutschen Preises für Onlinekommunikation 2017? Heute beantwortet Tobias Ilg, Head of Social Media bei Liebherr, unseren Fragebogen.  »weiterlesen