Frank Sielaff (c) privat Collage: Leonie Münch
Frank Sielaff (c) privat Collage: Leonie Münch
Jury-Fragebogen

#dpok: Kommunikationsinitiativen müssen funktionieren

Was erwartet die Jury von den Bewerbern des Deutschen Preises für Onlinekommunikation 2017? Heute beantwortet Frank Sielaff, Head of Digital Channels Group Communications bei Merck, unseren Fragebogen. 
Judit Cech

Wer bist Du, und was machst Du?

Frank Sielaff: Ich entwerfe und entwickle die globalen digitalen Kommunikationskanäle von Merck, sei es die Gruppen-Website, die eigenen Social-Media-Kanäle oder das Intranet. In dieser Funktion arbeite ich seit 2013 in der Konzernkommunikation. Mein Hintergrund ist eher technisch. Ich komme aus dem Ingenieurwesen, brauche aber die Kreativität unserer Branche.

An (Online-)Kommunikationsthemen reizt mich…

An der Online-Kommunikation fasziniert mich die aktuelle technologiegetriebene Veränderungsgeschwindigkeit. Die Veränderung sieht man am zunehmenden Stellenwert von digitalen und insbesondere sozialen Medien in unseren Zielgruppen. Um dem Rechnung zu tragen, verändert sich die Arbeitsweise unserer Autoren und die gesamte interne Organisation von PR-Abteilungen. Angeschoben wird der Prozess durch die nahezu durchgehende Messbarkeit von Kommunikationsmaßnahmen. Dies generiert einen Veränderungsdruck, der sinnvoll interpretiert und umgesetzt werden muss.

Vom dpok 2017 wünsche/erhoffe ich mir…

Die Digitalisierung unserer Profession ist in vollem Gange. Es gibt nicht die Lösung, wohl aber eine Vielzahl von erfolgreichen Ansätzen. Der dpok 2017 gibt mir einen wertvollen Einblick in den State-of-the-Art der Online-PR. Außerdem macht es mir einfach Spaß, eine derartige Ballung von Kreativität und Enthusiasmus mitzuerleben.

Damit können Projekte/Kampagnen/Bewerber bei mir punkten…

Allen Einreichungen liegen tolle Ideen und ein hohes Maß an Kreativität zugrunde. Um herauszustechen müssen die Kommunikationsinitiativen funktionieren. Das heißt, es muss ein klar definiertes Ziel nachweislich erreicht oder zumindest durch das schlüssige Konzept nachvollziehbar zu erreichen sein.

Die (Online-)PR-Trends dieses Jahres sind für mich…

Inhalte auf digitalen Kanälen vermarkten wir inzwischen alle. Ob wir allerdings mehr als nur Reichweite erzeugen, ist häufig unklar. Getrieben durch die Segmentierung der Social-Media-Plattformen, geht der Trend in Richtung genauerer Zielgruppenbestimmung, sowie der „Call for Action“-orientierten Konzeption von Kampagnen. Außerdem bin ich insbesondere auf die frühen Anwendungen von Virtual Reality in der Online-PR neugierig.

Ein letzter Tipp…

Eine Award-Einreichung dient zur Selbstreflektion des Teams als auch der Förderung des Netzwerks innerhalb und außerhalb der Organisation. Es ist auf jeden Fall eine Bereicherung, die den überschaubaren Aufwand rechtfertigt.

Über den Deutschen Preis für Onlinekommunikation (dpok)

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation wird seit 2011 jährlich vom Magazin pressesprecher veranstaltet, um herausragende Projekte, professionelle Kampagnenplanung und zukunftsweisende Strategien digitaler Kommunikation auszuzeichnen. Am 8. Juni haben die Nominierten wieder die Möglichkeit, ihre Projekte live der Jury vorzustellen. Unternehmen und Institutionen sowie Verbände und Kommunikationsagenturen konnten sich mit ihren Projekte und Kampagnen in insgesamt 39 Kategorien für die Auszeichnung bewerben.

 

 
Frank Sielaff (c) privat
Frank Sielaff
Merck
Head of Digital Channels Group Communications

Frank Sielaff studierte Maschinenbau-Ingenieurwesen an der Technischen Universität Darmstadt und arbeitete als Berater für virtuelle Produktentwicklung in der Automobil- und Luftfahrt-Industrie bevor er 2005 zu Merck kam. Nachdem er mehrere Positionen in der Konzern-IT im Bereich Technologie- und Geschäftsprozessberatung innehatte, wechselte er Anfang 2013 in den Bereich Corporate Communications. Dort verantwortet Frank Sielaff die globalen digitalen Kommunikationsaktivitäten, wie intern den “Merck Digital Workplace” und extern die Gruppen-Websites und Social Media.

 

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