Auf Twitter wollten wir von unseren Followern wissen, welche Trends oder Themen das PR-Jahr 2020 ihrer Meinung nach prägen werden. (c) Getty Images / hanohiki
Auf Twitter wollten wir von unseren Followern wissen, welche Trends oder Themen das PR-Jahr 2020 ihrer Meinung nach prägen werden. (c) Getty Images / hanohiki
Twitter-Umfrage

Profi-Orakel: Welche Themen & Trends prägen 2020?

Welche Themen oder Trends werden das kommende Jahr 2020 prägen? Unsere Twitter-Follower wagten eine Einschätzung.
Aus der Redaktion

Das PR-Jahr 2019 geht seinem Ende entgegen. Was wird uns das kommende Jahr bringen? Die Twitter-Follower des pressesprecher durften schon einmal Orakel spielen: In der letzten Woche baten wir sie, einen Ausblick zu wagen, welche PR-Themen oder welcher Trends 2020 besonders prägen werden. Erwähnung finden dabei viele der „üblichen Verdächtigen“: künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Personal Branding und Datenschutz bleiben laut unseren Umfrageteilnehmern relevant. Erkennbar wurden ansonsten zwei klare Trends – und eine Einschränkung.

1. Purpose bleibt das Thema Nr. 1

Mit Abstand am häufigsten genannt wurden die Schlagwörter „Purpose“ und „Haltung“. Bereits 2019 waren sie allgegenwärtig. Haltung zu zeigen in Bezug auf Themen, die die Gesellschaft als Ganzes beschäftigen und einen Purpose, also einen Daseinszweck zu formulieren und nach außen zu vertreten, wurde für Unternehmen unverzichtbar.

Geht es nach unseren Kommentatoren auf Twitter, wird sich dieser Trend also auch 2020 fortsetzen. Wichtig sei, dass Purpose und Haltung ernstgemeint seien, fügte Luisa Bliss hinzu. Auch das Thema Verantwortung spielt in diesem Zusammenhang für viele eine große Rolle: „Wie grenzt man glaubhafte Kommunikation von Populismus ab? Wie stellen wir gegebenenfalls verloren gegangenes Vertrauen in relevanten Diskursen und Öffentlichkeiten wieder her?“ Das sind laut Marlina Pfefferer die drängendsten Fragen für 2020.

2. Der Klimawandel wird uns weiter beschäftigen

Ebenfalls besonders häufig erwähnt wurde das Thema „Klimawandel“. Greta Thunberg und Fridays for Future sei Dank war das Thema bereits in diesem Jahr in aller Munde. Zu erwarten ist, dass es im kommenden Jahr nur noch an Bedeutung gewinnt.

Für Unternehmen wird sich das vor allems, so die Prognosen, im Sinn einer wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und – damit verbunden – Corporate Social Responsibility niederschlagen.

3. Ein Wirtschaftsabschwung könnte alles ändern

Haltung und Klima in allen Ehren – auch 2020 werden sich Unternehmen der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen nicht entziehen können. Eine Einschränkung sehen einige Umfrageteilnehmer dabei jedoch: „Tritt der prognostizierte Wirtschaftsabschwung ein, könnten Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Haltung in der öffentlichen Diskussion an Bedeutung verlieren“, lautet die Einschätzung einer Kommentatorin.

„Das Thema Wirtschaft wird im nächsten Jahr eine Renaissance erleben: Konjunkturzyklen werden wichtiger und Wohlstand nicht mehr als selbstverständlich betrachtet“, prognostiziert auch Jochen Stemmler.

Und außerdem?

Von diesen Meta-Themen abgesehen, gab es weitere nachdenkenswerte Vorhersagen. Daniel Štolba sieht die "Macht des Konsumenten" im kommenden Jahr als wichtiges Thema an, Bendix Hügelmann rechnet mit mehr Live-Streams, weniger Setting und einem stärkeren Community-Gedanken, und Anna-Lena Müller ergänzt "inklusive und gendersensible Sprache (auch wenn ich es ungern Trend nennen möchte)".

Last not least gab es die Prognose: "Alles bleibt anders - wie immer, aber die Verantwortung von Kommunikatoren steigt":

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Für öffentliche Einrichtungen und Behörden sind Krisensimulationen unerlässlich. (c) Getty Images / Caiaimage/Sam Edwards
Foto: Getty Images / Caiaimage/Sam Edwards
Gastbeitrag

Was bringen Krisensimulationen?

Unternehmen und Behörden simulieren regelmäßig mögliche Krisenszenarien. Glaubwürdigkeit gegenüber der Öffentlichkeit sollten sie allerdings bereits im Tagesgeschäft aufbauen. »weiterlesen
 
Bis zum 27. Januar will die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 1 Million Twitter-Follower erreichen. (c) Getty Images / yurii_zym
Foto: Getty Images / yurii_zym
Meldung

Gedenkstätte Auschwitz will eine Million Follower

Bis zum 27. Januar will die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau auf Twitter eine Million Follower erreichen - und erhält dafür prominente Unterstützung. »weiterlesen
 
Zwar wächst das Vertrauen der Deutschen in Institutionen leicht, sie schauen aber dennoch eher pessimistisch in die Zukunft. (c) Getty Images / AndreyPopov
Foto: Getty Images / AndreyPopov
Studie

Trust-Barometer: Vertrauen in Medien steigt leicht

Zwar ist das Vertrauen der Deutschen in Institutionen leicht gestiegen. Dennoch blicken die Deutschen eher pessimistisch in die Zukunft. »weiterlesen
 
Neben Microsoft will eine Vielzahl weiterer Firmen CO2-neutral werden. / Klimaneutralität: (c) Getty Images/angkhan
Klimaneutralität: (c) Getty Images/angkhan
Analyse

Microsofts Klimaziele – andere sind weiter

Vergangene Woche verkündete Microsoft den Start seiner Klima-Initiative. Welche Unternehmen haben sich noch in Sachen Klimaneutralität positioniert? »weiterlesen
 
Der Leipziger Polizeisprecher Andreas Loepki mischt sich unter einem Pseudonym in Twitter-Debatten ein. / Symbolbild: (c) Getty Images/LightFieldStudios
Foto: Getty Images/LightFieldStudios
Meldung

Polizeisprecher kommentiert anonym Medienberichte

Der Polizeisprecher von Leipzig mischt sich unerkannt in Diskussionen um die Connewitzer Silvesternacht auf Twitter ein. »weiterlesen
 
Um sich von dem ultrakonservativen TV-Sender Fox News zu distanzieren, hat Disney zwei seiner Filmstudios umbenannt. (c) Getty Images / Byrdyak
Foto: Getty Images / Byrdyak
Meldung

Wegen Fox News: 20th Century Fox künftig ohne Fox

Disney will nicht mehr mit dem konservativen TV-Sender Fox News in Verbindung gebracht werden – und streicht zwei seiner Filmstudios kurzerhand das „Fox“. »weiterlesen