In der von Liebherr ins Leben gerufene Online-Community „Tower Crane World“ tauschen Kran-Liebhaber aus aller Welt ihre Fotos aus. (c) Screenshot
In der von Liebherr ins Leben gerufene Online-Community „Tower Crane World“ tauschen Kran-Liebhaber aus aller Welt ihre Fotos aus. (c) Screenshot
DPOK – VON DEN BESTEN LERNEN

Die Kran-Community

Mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation wurden herausragende Projekte und Kampagnen ausgezeichnet. In dieser Serie stellen Preisträger verschiedener Kategorien ihre Konzepte vor. In Teil drei geht es um eine ganz spezielle Foto-Community.
Aus der Redaktion

Erstmals wurde der Deutsche Preis für Onlinekommunikation in diesem Jahr auch in Branchen verliehen. Im Zweig „Metall und Maschinen“ ging die Auszeichnung an den Baumaschinenhersteller Liebherr. Um die Distanz zu seinen Endkunden zu überbrücken, gründete dieser eine Community-Plattform für Turmdrehkrane. Kran-Fans auf der ganzen Welt tauschen sich seither in der „Tower Crane World“ aus. Die Hintergründe zu dem Projekt erläutert Kommunikationsleiter Peter Hofmann im Fragebogen.

Können Sie kurz Ihr Projekt vorstellen?

Im Jahr 2016 haben wir die „Tower Crane World“ veröffentlicht – eine Online-Community für alle, die ihre Begeisterung oder tägliche Arbeit mit Turmdrehkranen teilen wollen. Auf dieser Plattform werden weltweit von Kranfahrern, Servicetechnikern sowie von Kran- und Hochbaufans Bilder gepostet, die in einer Timeline erscheinen. Als Feature erscheinen alle Kranbilder als Geomarkierungen auf einer Weltkarte. Damit ist ersichtlich, wo auf der Welt sich Turmdrehkrane befinden.

Was hat Sie auf die Idee für Ihr Projekt gebracht?

Ursprünglich war der Gedanke aufgekommen, solch ein Netzwerk im Zuge einer bestimmten Produkteinführung zu starten. Jedoch war dieser Anlass zu dem Zeitpunkt nicht passend – die gute Idee aber blieb weiterhin bestehen. Kurz darauf wurde die Idee wieder aufgegriffen und unabhängig von einem Produkt für alle Turmdrehkrane umgesetzt.

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an dem Projekt?

Aus Herstellersicht ist es mit Sicherheit besonders, dass diese Plattform außerhalb unserer Corporate-Umgebungen agiert. Das heißt, wir lassen nicht nur Wettbewerbsgeräte zu, sondern ermutigen alle Kranfahrer und -fans, sich zu beteiligen – damit es eine „Tower Crane World“ bleibt und nicht zu einer Liebherr-Welt wird. Da wir den Fans eine eigene Umgebung bieten, können wir als Plattformbetreiber auch entsprechend generierte Userdaten und -content nach unseren Bedingungen weiterverarbeiten. Außerdem verringern wir damit die Distanz zwischen uns als Hersteller und den Kranfahrern. Denn wir haben nicht viele Möglichkeiten, um mit den Nutzern und Fans direkt in Kontakt zu treten – die Entscheidung für die Anschaffung eines Turmdrehkrans treffen ja ganz andere Personenkreise.

Was hat Ihr Projekt bisher bewirken können?

Intern waren unsere Vertriebsmitarbeiter begeistert, was für einen Zugriff sie plötzlich auf weltweites Bildmaterial haben. Das hat sie veranlasst, ihrerseits Bilder hochzuladen. Hauptsächlich ist es aber der Stolz von den Fahrern, dass sie nun eine eigene Plattform haben, auf der sie ihre tägliche Arbeit teilen können. Der Job des Kranfahrers ist meist schwer genug, auch wenn das häufig nicht bekannt ist. Bisher haben wir über 1.500 Bild-Uploads von mehr als 1.000 Standorten verzeichnet. Über 20.000 Registrierungen und mehr als 2.500 wiederkehrende Besucher pro Monat sprechen dafür, dass die Plattform gut ankommt.

Würden Sie alles noch einmal genauso machen?

Definitiv. Wir sind auch noch lange nicht fertig damit – wir sehen das Projekt langfristig. Die nächste Version wird gerade geplant.

 

 
Peter Hoffmann, Liebherr (c) Liebherr
Peter Hofmann
Liebherr Tower Cranes
Leiter Kommunikation

Peter Hofmann leitet seit 2014 den Bereich Kommunikation innerhalb des Marketings der Liebherr-Sparte Turmdrehkrane. Nach einigen Jahren Agenturerfahrung kam der ausgebildete Marketing- und Kommunikationskaufmann 2008 zur Liebherr-Gruppe.

 

ps/NEWS: Der Newsletter für PR-Profis

 

Ob wichtige Nachrichten, Hintergründe, Case Studies oder aktuelle Debatten: Mit den ps/NEWS erhalten Sie die wichtigsten Informationen der Kommunikationsbranche kostenlos in Ihre Mailbox.
 



randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Die PR-Fotos des Jahres (c) Digitec Galaxus AG/Thomas Kunz; Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)/Stephanie Scholz; Malteser Hilfsdienst/Alexander Licht; Collage: Quadriga Media
Fotos: Digitec Galaxus AG/Thomas Kunz; Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)/Stephanie Scholz; Malteser Hilfsdienst/Alexander Licht; Collage: Quadriga Media
Lesezeit 1 Min.
Meldung

Das sind die besten PR-Fotos 2020

Das Foto „Tetris Challenge – 1800 Dinge, die Leben retten“ des Malteser Hilfsdienstes ist das PR-Foto des Jahres in Deutschland. »weiterlesen
 
Sieht sich in Unternehmen gut aufgehoben, die mit kontroversen Themen zu tun haben: Claudia Oeking. (c)  Philip Morris Deutschland
Foto: Philip Morris Deutschland
Lesezeit 7 Min.
Interview

„Es gilt, Vorurteile abzubauen“

Claudia Oeking von Philip Morris über ihre Karriere, Chancengleichheit und die Notwendigkeit, dass Unternehmen bei Diversität endlich Fortschritte erzielen. »weiterlesen
 
Rund um die Rolle von Kindern in der Pandemie ist eine hoch emotionalisierte und krisenanfällige Debatte entbrannt. (c) Getty Images/zsv3207
Foto: Getty Images/zsv3207
Lesezeit 6 Min.
Gastbeitrag

Komplexität im Krisenmodus

Kinderbetreuung in Corona-Zeiten – bei diesem sensiblen Thema wird aus Wissenschaftskommunikation schnell Krisenkommunikation. Was das für die kürzlich vorgestellte „Corona-Kita-Studie“ der Bundesregierung bedeutet, berichtet Katrin Münch-Nebel von der Agentur Ressourcenmangel. »weiterlesen
 
Die Gewinner:innen stehen fest. (c) Lena Giovanazzi / Quadriga Media
Foto: Lena Giovanazzi / Quadriga Media
Lesezeit 1 Min.
Meldung

Das sind die dpok-Gewinner:innen 2020

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation wurde bereits zum zehnten Mal vergeben – in diesem Jahr coronabedingt rein digital. »weiterlesen
 
Lutz Meyer will die Kommunikation beim VDA neu gestalten. (c) VDA
Foto: VDA
Lesezeit 1 Min.
Meldung

Lutz Meyer übernimmt Kommunikation des VDA

Der PR-Profi will die Kommunikation beim Verband der Automobilindustrie (VDA) neu gestalten. »weiterlesen
 
Höttges bei der Bilanzpressekonferenz im Februar 2020. Links: Pressesprecher Philipp Schindera. (c) Picture Alliance/Sven Simon
Foto: picture alliance/Sven Simon | Malte Ossowski/SvenSimon
Lesezeit 4 Min.
Meldung

Timotheus Höttges verständlichster Redner

Die Universität Hohenheim analysierte die Reden der CEOs der DAX-30-Unternehmen. Sie enthalten weniger Bandwurmsätze und unverständliche Fachbegriffe. »weiterlesen