Goran Goić, Leiter der UK des Beitragsservice, erklärt wieso die Beitragsgegner weniger werden. / Goran Goić: (c) Beitragsservice/Goran Goić
Goran Goić, Leiter der UK des Beitragsservice, erklärt wieso die Beitragsgegner weniger werden. / Goran Goić: (c) Beitragsservice/Goran Goić
Breite Akzeptanz

"Die Gegner des Rundfunkbeitrags sind verstummt"

Der Kommunikationschef des Beitragsservice hat keinen leichten Job. Im Interview erklärt Goran Goić, vor welchen Herausforderungen er steht.
Toni Spangenberg

Monat für Monat kostet er uns 17,50 Euro: der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Politikern der AfD ist er ein Dorn im Auge. Aber auch viele Bürger schimpfen auf die "Zwangsabgabe". Doch die Beitragsgegner werden weniger. Im Interview mit pressesprecher.com erklärt Goran Goić (49), Leiter der Unternehmenskommunikation des Beitragsservice, worin die Herausforderungen bei der Kommunikation des Rundfunkbeitrags liegen und wie seine Mitarbeiter mit Anfeindungen umgehen.

 

Die GEZ hatte ein schlechtes Image. Nun heißen Sie seit 2013 Beitragsservice. Hat sich durch die Umbenennung etwas in der Kommunikation geändert?

Die Kommunikationsaufgaben zum Rundfunkbeitrag haben seit dessen Einführung bis einschließlich 2017 die Rundfunkanstalten selbst wahrgenommen. Es gab Beitragskommunikationsteams beim SWR und WDR. Sie waren in einer Doppelrolle unterwegs. Sie mussten zu den Regelungen des noch jungen Rundfunkbeitrags kommunizieren, die aus der Umstellung des Finanzierungsmodells von der geräteabhängigen Gebühr zum wohnungsbezogenen Beitrag resultierten. Da wurde kommunikativ ein riesiges Rad gedreht. Sie haben aber auch Legitimationskommunikation für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk damit verbunden. Sie haben argumentiert, warum es sich lohnt, einen Rundfunkbeitrag zu zahlen, und warum es wichtig ist, einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland zu haben.

Diese Arbeit haben sie fast vier Jahre lang gemacht. In dieser Zeit haben sich das Finanzierungsmodell und auch der Beitragsservice weitgehend etabliert. So hat der Verwaltungsrat des Beitragsservice beschlossen, die Kommunikationsaufgaben zum Rundfunkbeitrag an den Beitragsservice zu übertragen. Daher gibt es seit Anfang 2018 eine eigene Kommunikationsabteilung beim Beitragsservice, die ich seit April 2018 leite.

Was bedeutet das für die Kommunikation des Beitrags?

Die Kommunikation hat sich seitdem insoweit geändert, als dass es eine klare Aufgabenteilung zwischen dem Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf der einen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf der anderen Seite gibt. Und diese Teilung sieht so aus, dass der Beitragsservice ausschließlich zu den Regelungen des Rundfunkbeitrags und zu den Serviceleistungen im Beitragseinzug kommuniziert. Alle darüber hinaus gehenden Legitimationsthemen sind bei den Rundfunkanstalten selbst angesiedelt.

Ganz konkret bedeutet das, der Beitragsservice macht in seiner Kommunikation zum Beispiel klar, wie hoch der Rundfunkbeitrag ist, wann er fällig ist, welche Regelungen gelten, welche Möglichkeiten der Befreiung und Ermäßigung es gibt. Was muss man bei einer Neben- oder Ferienwohnung beachten? Wie verhält es sich bei Wohngemeinschaften? Was sollten Studierende wissen? Welche Servicemöglichkeiten stehen zur Verfügung: online, schriftlich, telefonisch?

Was der Beitragsservice an der Stelle nicht macht, ist, für das zu werben, was auf der Habenseite des Rundfunkbeitrags steht – welche Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Verfügung stehen. Das ist Aufgabe der Rundfunkanstalten.

Was sind die größten kommunikativen Herausforderungen, denen Sie gegenüberstehen?

Auch wenn sich die Regelungen zum Rundfunkbeitrag auf einen simplen Satz reduzieren lassen, nämlich „Eine Wohnung, ein Beitrag“, ist diese Thematik hinter den Kulissen doch recht kompliziert. Sie dann verständlich zu machen bzw. zu erklären, wer beitragspflichtig ist, wer unter Umständen nicht, für wen spezielle Regelungen gelten und was dabei beachtet werden muss, ist die größte Herausforderung in der Beitragskommunikation. Zum anderen gibt es in diesem Konstrukt immer wieder Anpassungen. Es ist nicht nur so, dass sich die Beitragshöhe von Zeit zu Zeit ändert. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern sich.

Dann ist es für unsere Kommunikationsarbeit eine Herausforderung, auch fünf Jahre nach der Systemumstellung klarzumachen, dass es keine Rundfunkgebühr mehr gibt. Dass es unerheblich ist, ob man einen Radioempfänger oder ein Fernsehgerät besitzt oder nicht. Und dass auch die GEZ mit ihrem berühmt-berüchtigten Außendienst schon lange nicht mehr existiert.

Haben Sie das Gefühl, dass sich das Image des Beitrags seit der Umbenennung verbessert hat?

Handfeste Zahlen dazu gibt es nicht. Dass sich das System nach einem kommunikationsintensiven Start, zu dem es viele offen Fragen zu klären gab, inzwischen etabliert hat und vom Gros der Bevölkerung akzeptiert wird, registrieren wir allerdings indirekt: Mit dem weit überwiegenden Teil der Beitragszahlenden haben wir keine Korrespondenz beziehungsweise keinen Kontakt – und bekommen auch keine Kritik. Sicher können auch darunter Menschen sein, die nur mit der Faust in der Tasche zahlen, aber das ist bei öffentlichen Abgaben letztlich oftmals der Fall.

Dass sich im Vergleich zur ehemaligen GEZ positiv etwas ändert, sehen wir auch daran, dass die Zahl der Maßnahmen im Forderungsmanagement des Beitragsservice seit Jahren sinkt. Das heißt, wir haben hier einen deutlichen Trend hin zu einer weitgehend pünktlichen und regelmäßigen Zahlung des Rundfunkbeitrags. Ganz konkret hatten wir 2018 gerade einmal 3,5 Millionen Beitragskonten, die sich zum 31. Dezember entweder in einer Mahnstufe oder in Vollstreckung befunden haben. Gemessen an der Gesamtheit der Beitragskonten von fast 46 Millionen sind das gerade einmal 7,6 Prozent. Daraus darf man jedoch nicht den Schluss ziehen, dass diese Kontoinhaber gegen den Beitrag sind.

Wieso nicht?

Jedes Jahr bringt das Inkassounternehmen Creditreform einen bundesweiten Schuldneratlas heraus. Aus diesem geht hervor, dass etwa zehn Prozent der deutschen Haushalte dauerhaft Schwierigkeiten haben, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Mit unseren 7,6 Prozent liegen wir deutlich darunter. Diese rückläufige Entwicklung im Forderungsmanagement ist für uns ein Indiz dafür, dass sich der Rundfunkbeitrag und die Beitragspflicht in Deutschland weitgehend etabliert haben.

Dass sich der Rundfunkbeitrag rechtlich absolut gefestigt hat, zuletzt durch das höchstrichterliche Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2018, hat dazu beigetragen, dass es um eine ohnehin überschaubare Beitragsgegnerszene in Deutschland inzwischen recht still geworden ist. Vielleicht auch, weil sie begriffen hat, dass sie mit ihren öffentlichen Attacken gegen den Rundfunkbeitrag und den Beitragsservice juristisch nichts mehr bewirken kann. Die einzige Möglichkeit, etwas an dem System zu ändern, ist, sich politisch dafür einzusetzen. Das ist auch mittlerweile in der Szene angekommen. Das wissen wir aufgrund unseres regelmäßigen und engmaschigen Monitorings der einschlägigen Medien, auch der sozialen Netzwerke.

Sie haben eben erwähnt, dass Zahlungen bei 3,5 Millionen Konten überfällig sind. Nun gibt es auch Menschen, die den Beitrag nicht zahlen, weil sie es nicht können, sondern weil sie es nicht wollen. Anfang 2016 war die Thüringerin Sieglinde Baumert 61 Tage in Haft, weil sie keine Beiträge gezahlt hatte. Schaden solche drastischen Maßnahmen nicht der Kommunikation des Beitrags?

Zunächst einmal muss niemand wegen eines nicht entrichteten Rundfunkbeitrags ins Gefängnis. Das unterstreiche ich doppelt und dreifach. Wenn jemand seinen Rundfunkbeitrag nicht zahlen kann und das auch nachweisen kann, auch den Vollstreckungsorganen gegenüber, zum Beispiel, indem er eine Vermögensauskunft abgibt, dann muss er deswegen nicht hinter Gitter.

Wenn jemand bewusst gegen das Gesetz verstößt, dann frage ich: Was ist daran verwerflich, diese Personen der Gerechtigkeit, also dem Rechtsstaat zuzuführen? Was würde der Staat tun, wenn jemand bewusst Steuern hinterziehen oder eine Abgabe bewusst und absichtlich nicht entrichten würde? Sie verstehen die Analogie.

Das Gleiche gilt im Fall von Frau Baumert. Sie hätte nicht ins Gefängnis gehen müssen. Sie hat in dem Fall nicht den Beitrag, sondern eine Vermögensauskunft verweigert. Deswegen haben die Vollstreckungsorgane im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung gehandelt und eine Haft angeordnet. Es liegt nicht in der Macht der Rundfunkanstalten, darüber zu entscheiden. Wenn wir als Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio feststellen, dass der Rundfunkbeitrag von einem Beitragskonto nicht gezahlt wurde und auch alle Maßnahmen im Forderungsmanagement fruchtlos geblieben sind, dann sind wir verpflichtet, auch im Sinne der Beitragsgerechtigkeit, diese Fälle an die Vollstreckungsorgane abzugeben. An dem Punkt sind wir aus dem Spiel.

Es gibt ja trotz allem Menschen, die sehr kritisch gegenüber dem Beitrag eingestellt sind. Sehen sich Ihre Mitarbeiter Anfeindungen ausgesetzt?

Natürlich kommt so etwas vor, vor allem auch – aber nicht nur – im Rahmen des telefonischen Services. Das ist etwas, worauf wir unsere Mitarbeiter einstellen. Sie werden intensiv und explizit für den telefonischen Kontakt geschult. Im Rahmen des Qualitätsmanagements im Beitragsservice werden immer wieder die Mitarbeiter für solche Situationen trainiert. Es wird stichprobenartig kontrolliert, ob diese Maßnahmen auch ihre Wirkung zeigen, ob die Mitarbeiter noch weitere Trainings brauchen, die sie in ihrem Umgang mit Beitragszahlenden am Telefon stützen und stärken. Insofern sorgen wir dafür, dass unsere Mitarbeiter für solche Situationen bestens gerüstet sind.

Wenn wir feststellen, dass der Beitragszahler in einem Telefonat die Sachebene massiv verlässt und auch nicht imstande ist, ein Gespräch zu Ende zu führen, sind unsere Mitarbeiter angehalten, das Telefonat nach freundlicher Ankündigung auch zu beenden. Eine Klärung des Sachverhalts ist dann einfach nicht mehr möglich.

Was hat Sie denn dazu bewogen, in die Unternehmenskommunikation des Beitragsservice zu gehen? Persönliche Überzeugung?

Erstens bin ich in der Tat ein großer Fan des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ich war bis 1993 Redakteur beim öffentlich-rechtlichen Kroatischen Rundfunk in Split und Zagreb. Dann kam ich als Stipendiat nach Deutschland. Auch nach Ende meines Studiums in Deutschland war ich viele Jahre Redakteur bei der Deutschen Welle. Insofern bin ich aus tiefer Überzeugung ein Verfechter dieses Systems, auch und vor allem in Kenntnis seiner Entstehung und aufgrund seiner Bedeutung für Demokratie im Nachkriegsdeutschland.

Auf der anderen Seite ist das eine professionelle Herausforderung. Und dass es mir an Herausforderungen nie gemangelt hat, zeigt auch meine Biographie. Ich war unter anderem acht Jahre presseverantwortlich bei einem Versicherungsunternehmen, also in einer Branche, die genauso sehr um ihre Reputation kämpft. Kommunikativ sind das wunderschöne Aufgaben.

Haben Sie bisher immer regelmäßig Ihre Beiträge gezahlt oder es auch schon mal vergessen?

Zum Glück zahlt für unseren Haushalt meine Frau. Insofern brauche ich mich damit nicht mehr auseinanderzusetzen. Zuletzt musste ich das als Student. Ich hatte auch keine Chance, das zu vergessen. Dazu erzähle ich Ihnen eine Anekdote. In Münster Mitte der 90er Jahre habe ich mein Apartment in einem Studentenwohnheim bezogen. Ich war gerade dabei, meine Sachen auszupacken, als ein GEZ-Inkassator an meine Tür geklopft hat. Ich habe ihn freundlich hereingebeten, er hat meinen Radioempfänger gesehen und wir haben direkt eine Anmeldung vorgenommen. Mit dem Auszug aus dem Wohnheim und den Bezug des gemeinsamen Haushaltes mit meiner Frau hat sie den Beitrag bis heute immer gezahlt.

 

 
 

Kommentare

Was für ein tolles Interview, soviel gelacht hab ich selten. Der Rundfunkbeitrag wird von der Bevölkerung akzeptiert, ich weiß nicht welche Statistik Sie sich anschauen aber ein Redakteur aus Kroatin müsste wissen, dass man mindesten zwei Quellen brauch umso eine Aussage zu treffen und in dem Fall wäre es sogar angemessen nicht nur Statistiken zu nehmen die von dem ÖR publiziert werden. "Jedes Jahr bringt das Inkassounternehmen Creditreform einen bundesweiten Schuldneratlas heraus. Aus diesem geht hervor, dass etwa zehn Prozent der deutschen Haushalte dauerhaft Schwierigkeiten haben, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen." Ich bin mir fast sicher, dass es sich um unterschiedliche Personengruppen handelt ein Großteil der 10% ist nicht einmal verpflichtet Rundfunkbeitrag zahlen da sie durch Hartz 4 befreit sind. Diese Aussagen die Sie in dem Interview treffen sind so verzerrt und unrealistisch und ein Grund mehr mein Geld nicht zu bekommen.

Dieser Zwangsbeitrag muss abgeschafft werden. Er entbehrt jeglicher Grundlage. Die aufgeblähten TV/Radioapparate von ARD und ZDF gehören verschlankt und auf ein Minimum reduziert. Die 17,50 EUR Zwangsabgabe pro Monat sind einfach zu viel. Aus meiner Sicht sind die Gegner nicht verstummt sondern aktiver denn je. Nur weil sie zur Zahlung durch die Judikative gezwungen werden, heißt das noch lange nicht, dass die Gegner verstummt sind.

Na was für ein weltfremdes Interview ist das denn oder dieser redet dieser Redakteur nicht von diesem Planeten?? Hat er da etwas nicht mitbekommen in seiner Blase? Von einer breiten Akzeptanz kann keine Rede sein. Im Gegenteil. Immer mehr Verweigerer sind inzwischen bekannt und darüber wird auch regelmäßig selbst in staatskonformen Medien berichtet. Es gibt so viele versuchte Pfändungen und Zwangsvollstreckungen wie nie zuvor und die fehlende Akzeptanz dieser unrechtmässigen und durch nichts zu rechtfertigenden Zwangsabgabe wird weiter steigen und irgend wann auch fallen. Da bin ich mir ganz sicher. Denn immer weniger Menschen sind bereit, die Taschen der GEZ - Eintreiber für unsinnige und nicht gewünschte Sendeformate wie Tatort, Musikantenstadtl & Co. zu füllen.

Gerechtigkeit? "Was ist daran verwerflich, diese Personen der Gerechtigkeit, also dem Rechtsstaat zuzuführen?" Verwerflich ist in erster Linie daran, daß es sich hier eben NICHT um Gerechtigkeit handelt, sondern um das genaue Gegenteil. Was ist gerecht daran, wenn Leute mit niedrigen Einkommen, oft am Existenzminimum, zwangsweise die exorbitanten Gehälter und Pensionen der Rundfunkbeschäftigten finanzieren müssen, nur weil sie eine Wohnung haben? – in meinem Fall als Bezieher einer niedrigen Altersrente, die gerade mal die Hälfte der (wohlgemerkt) ZUSATZ-Pension von ZDF- und ARD-Mitarbeitern beträgt! Wieso genehmigen sich die Mitarbeiter des Rundfunks so viel mehr, als vergleichbare Berufsgruppen? Es wäre mir egal, wenn sie dieses Geld nur von denen kassieren würden, die Ihre Dienstleistung wirklich in Anspruch nehmen, aber als Nicht-Rundfunkteilnehmer lehne ich es ab, mich noch mehr einzuschränken, nur um Ihre maßlosen Ansprüche zu bedienen! Dafür wird es nie NIE eine Akzeptanz geben, sie mögen es schön reden, wie Sie wollen. Und glauben Sie wirklich, uns mit der schönfärberischen Umbenennung der GEZ in "Beitragsservice" Sand in die Augen streuen zu können? Es ist und bleibt derselbe Abzock-Verein. Der öffentliche Rundfunk hat sich mit der Einführung dieser Zwangsabgabe selbst am meisten geschadet. Die Diskussion daran wird nie verstummen.

Übermut kommt vor dem Fall! Die Werbeorganisation ARDZDF hat wirklich noch nicht verstanden, dass diese bereits in der Endphase ist; die Mehrheit der deutschen Bevölkerung akzeptiert diese "fette" (Zitat: des Politikers Maasen) Organisation, welche sich erwiesenermassen selbst versorgt, nicht mehr.

Wer so spricht, schein in einer Filterblase zu leben. Bei 46 Mio Beitragskonten werden ca. 3-3,5 Mio Konten, welche befreit sind. Hinzu kommen die Konten, welche strittig sind bzw. wo die Einstufung strittig ist und das die Beitragsgegner weniger werden mag vielleicht stimmen, aber das liegt nicht an der Akzeptanz sondern an einem immer aggressiver werdenden Druck der LRAs und des BS auf die Vollstrecker. Des weiteren scheint der Interviewte nicht einmal in der Lage zu sein die wirklichen Umstände des Ausscheidens von Dr. Stefan Wolf 2 Jahre vor Ablauf des Vertrages bzw. die kurzfristige 4 wöchige Übernahme des GF Postens von Gabriele Seifert vor Ihrem Ausschied in den Ruhhestandes und die Begründung für die Einsetzung eines weiteren Mitgliedes der Unternehmensführung als GF zu erklären. Innerhalb von einem halben Jahr konnte kein neuer GF gefunden werden, die Unternehmensführung schrumpfte um 50 % (von 4 auf 2) und es wurden 2 GFs verabschiedet - mit welchen Abschiedsvergünstigungen wohl...

"... Deswegen haben die Vollstreckungsorgane im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung gehandelt und eine Haft angeordnet..." Immer wieder die gleichen Lügen... Beugehaft wird auf Antrag angeordnet, auf Antrag des Beitragservice bzw. der zuständigen Rundfunkanstalt!!! Warum wird das immer so dargestellt als wenn ihr vom BS / Rundfunkanstalt nichts für Inhaftierungen könnt? Es liegt an euch auf den Vollstreckungsanträgen einfach das Kreuz bei Beugehaft weg zu lassen. Stattdessen wird es immer angekreuzt und hinterher tut ihr dann so als seien die Vollstreckungsbeamte Schuld an der Beugehaft. Verlorenes Pack!

Immer wieder wird gelogen... "... Deswegen haben die Vollstreckungsorgane im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung gehandelt und eine Haft angeordnet. Es liegt nicht in der Macht der Rundfunkanstalten, darüber zu entscheiden. ..." Liegt es sehr wohl, Beugehaft wird nur auf Antrag angeordnet, auf Antrag des Gläubigers, hier der Beitragsservice bzw. der zuständigen Rundfunkanstalt! Würde auf das entsprechende Kreuz beim Vollstreckungsauftrag verzichtet müsste tatsächlich niemand ins Gefängnis.

Selbstbeweihräucherung fernab jeglicher Realität - so kennt man sie, die Nutznießer des GEZ-Zwanges. Sie leben vom Zahlungszwang, berechtigt dies jedoch, für gerechtfertigte Kritik immun zu sein? Der Interviewte hat nachweisbar Falschinformationen gestreut, aber darin haben diese Leute ja schon Übung. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich die zwangsfinanzierten Rundfunkgestalten... äh ich meine Rundfunkanstalten mit Tageseinnahmen von weit über 20 Millionen Euro selbst zerstören, denn jede Gier ist endlich und zum Kollaps verurteilt.

Immer wieder diese Arroganz: Die Leute lieben uns, Sie bezahlen gerne... Wenn dies der Fall ist dann kann man eben die Sender Verschlüsseln à la Netflix oder Sky. Werden die aber nie machen, da die allermeisten deren Schrott nicht mag... Ich zahle schon seit Jahren kein Rundfunkbeitrag und spende dafür regelmäßig 17,50€ an die AfD. Die Mahnungen landen ungeöffnet in die Tonne, und bis jetzt noch keine Pfändung oder ähnliches. Ich kann allen empfehlen das gleiche zu machen.

wieder zeigt die ehem. GEZ seine haessliche Fratze. Fakt: der Auftrag der Gebührenzahler an ARDZDF ist klar und eindeutig; dann aber nicht vollumfänglich zu liefern und dass Geld für die Eigenversorgung einzustecken und für irgendwelche Produkte zu werben, ist meines Erachtens Betrug. Die sog. Demokratieabgabe wird dieser fragwürdigen Organisation früher oder später um die Ohren gehauen.

Die Rundfunkgebühr muss abgeschafft werden weil 1. Ist weder unabhängig noch politisch neutral! Damit besteht die eigentliche "Ausrede" schon längst nicht mehr, daß durch den Beitrag diese beiden Dinge gewährleistet werden. Das einzige wo ich das gelten lasse ist das Radio - aber nicht das Fernsehen! ARD & ZDF sind schon lange nicht mehr unpolitisch und unabhängig. 2. bietet nichts was die Leute wirklich wollen in Sachen TV. Weil sonst würden sie für ARD und ZDF zahlen so wie sie auch für Netflix, Kabel Deutschland und Amazon Prime zahlen... wer Geld für etwas will muss auch bieten was der Kunde will. 3. Es sollte es eher nur eine separate günstigere Gebühr (z.B. 5 Euro pro Monat) für das Radio allein geben. Das wäre Fair und ich wette wenn das Geld NUR in die Radiosender des ÖR gehen, haben die mehr Kohle um besseres Programm zu machen als sie es mit dem jetzigen Modell tun. 4. eine Zwangsgebühr für ARD & ZDF ungerecht ist. Da stopfen sich bereits reiche Leute die Taschen noch mehr voll und haben nicht mit den gleichen wirtschaftlichen Risiken & Konsequenzen zu kämpfen wie jeder andere Angestellte auch. Und ich rede nicht von den Schauspielern und kleinen Angestellten dort, sondern den Vorsitzenden und Co. Oberes Management. Wozu sollen die sich denn anstrengen. Es wurde sicher gestellt, daß das Geld fließt. Gerichte stärken denen regelmäßig den Rücken. Wozu soll man denn dann noch Qualität liefern und faire Preise machen. Nein, man bekommt den Hals nicht voll und will die Gebühren anheben.

Mich machen solche Aussagen, wie die hier von Herrn Goic, immer wieder sprachlos und zutiefst traurig. Wie kann jemand so derartig blind durch diese Welt gehen? Ich persönlich kenne in meinem Unfeld nicht eine einzige Person, die sich unter "breite Akzeptanz" einordnen ließe. Viele beteiligen sich hingegen auf ihre ganz persönliche Art und Weise am Boykott. Andere haben Angst und zahlen deshalb. Wieder andere denken immer noch, dass sie, wenn sie auch nur einen Radiosender hören, automatisch gezwungen sind, diesen unsozialen "Beitrag" zur Finanzierung von über 100 Sendeanstalten bezahlen zu müssen. Wenn Herr Goic so ein FAN vom örR ist - und möglicherweise noch weitere solche FANS kennt -, dann könnte/n er/sie doch einen höheren Beitrag bezahlen und all jene, die sich diese örR-Verdummung nicht antun - und das sind viele, Herr Goic!!!!!!!! -, werden von jeglicher Zahlung freigestellt statt diffamiert, gegängelt und eingesperrt. Das wäre dann so, dass diejenigen, die den örR nutzen, ihn auch finanzieren, sozusagen ihren "Beitrag" zu dessen Erhalt zahlen. Und alle anderen könnten selbst entscheiden, wo und wie sie sich unterhalten, bilden, informieren. Keine schlechte Sache eigentlich und eindeutig zeitgemäß!

Also meine Klage liegt seit 1 1/2 Jahren beim Verwaltungsgericht. Verstummen würde ich das nicht nennen!!!!


randbemerkung

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