Ergebnisse ECM 2016, (c) Thinkstock/foto-ruhrgebiet
Ergebnisse ECM 2016, (c) Thinkstock/foto-ruhrgebiet
Studie

Die Ergebnisse des European Communication Monitors

Die Unternehmenskommunikation wird immer mehr datengetrieben. Doch vielen Kommunikatoren fehlen die Fähigkeiten, um Big Data gewinnbringend für ihre Arbeit einzusetzen. Das sind einige der Ergebnisse des diesjährigen European Communication Monitors (ECM).
 

Big Data - das Zukunftsthema für die Unternehmenskommunikation? 72 Prozent der europäischen Kommunikationsfachleute geht davon aus, dass Big Data ihre Arbeit und ihre Profession grundlegend verändern wird. Knapp ein Viertel der Befragten hält die wachsende Datenvielfalt sogar für das wichtigste Thema im Kommunikationsmanagement der nahen Zukunft. Doch nur eine Minderheit besitzt ein umfassendes Verständnis für das Thema. Das ergab der diesjährige European Communication Monitor (ECM) für den 2.710 Kommunikationsprofis aus 43 europäischen Ländern befragt wurden.  

Demnach sehen knapp die Hälfte der befragten PR-Profis das Fehlen analytischer Fähigkeiten für den Umgang und gewinnbringenden Einsatz von Big Data als größte Herausforderung. Big-Data-Aktivitäten haben bislang nur 21 Prozent in ihren Kommunikationsabteilungen oder -agenturen eingeführt.   

Persönliche Kommunikation gewinnt an Bedeutung

Als wichtigstes Instrument des Kommunikators sehen 2016 knapp 78 Prozent der Befragten die persönliche Kommunikation. Auf den Plätzen folgen die Online-Kommunikation via Webseite, E-Mail oder Intranet (77 Prozent) sowie die Social-Media-Kommunikation (76 Prozent). 

Der ECM liefert zudem erstmals einen Längsschnitt über die Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre. Besonders deutlich zeigt dieser die Bewertung von Social Media als Kommunikationskanal professioneller Public Relation. Von 2007 bis 2011 hielt nur eine Minderheit Social Media für wichtig in der Stakeholder-Kommunikation. Dass sich diese Auffassung deutlich verändert hat, zeigt die aktuelle Befragung: Drei on vier PR-Profis bewerten Social-Media-Kanäle als bedeutend. Diese Auffassung wird mit Blick ins Jahr sogar weiter gestärkt. In drei Jahren wird die Kommunikation via Social Media weiterhin an Bedeutung gewonnen haben, davon gehen aktuell 89 Prozent der Befragten aus.

Den größten Bedeutungsverlust bis 2019 erwarten die befragten Kommunikatoren in der Zusammenarbeit mit Print-Nachrichten und Magazinen. Mit -34 Prozentpunkten ist der erwartete Bedeutungsverlust mehr als deutlich, doch nicht verwunderlich. Im Langzeitvergleich verloren die Media Relations mit Printmedien stetig an Bedeutung, obwohl dieser Kanal von 2007-2011 als bedeutendster Kanal der Stakeholder-Kommunikation gesehen wurde.

 

Die Ergebnisse im Video

 

Für den European Communication Monitor 2016 wurden 2.710 Kommunikationsfachleute aus 43 Ländern Europas per Online-Fragebogen befragt. Der ECM gilt weltweit als größte Studie auf dem Gebiet der strategischen Kommunikation. In den vergangenen zehn Jahren haben sich mehr als 21.000 Kommunikatoren insgesamt an den jährlichen Befragungen beteiligt. Die Studie ist in Zusammenarbeit der European Association of Communication Directors (EACD) mit dem Europäischen Bildungs- und Forschungs-Verbandes (EURPREA) unter der Leitung von Professor Ansgar Zerfass entstanden. Partner der Studie ist das Medien- und Kommunikationsanalyse-Unternehmen Prime Research.

 

Der vollständige ECM-Report als Slideshare-Präsentation

Mehr Informationen unter: http://www.communicationmonitor.eu/ 

 


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