Der VfL Wolfsburg positioniert sich neu. (c) VfL Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg positioniert sich neu. (c) VfL Wolfsburg
Imagekampagne „Immer hungrig“

Der VfL Wolfsburg setzt auf Selbstironie

Zwar ist der VfL Wolfsburg bei weitem nicht der erfolgloseste Verein der Fußball-Bundesliga: Immerhin wurde man 2009 Meister, gewann 2015 den DFB-Pokal. Trotzdem muss der Verein mit negativen Vorurteilen kämpfen. Eine neue Kampagne soll das nun ändern.
Aus der Redaktion

Das Image der „Wölfe“ ist wahrlich nicht das beste: Oft wird dem Wolfsburger Verein beispielsweise seine Nähe zu Volkswagen vorgeworfen. Kein Wunder – der Autokonzern ist nicht lediglich Sponsor, sondern Besitzer des Vereins. Der VfL sei ein „Plastik-Club“, sagen Nörgler. Außerdem beschere das VW-Geld ihm einen unfairen Wettbewerbsvorteil.

Pünktlich zum Saisonstart will man diesen Vorurteilen nun entgegenwirken. „Immer hungrig“ heißt die Kampagne, in deren Rahmen der VfL sein Image positiver besetzen will. Dabei setzt der Club auf Selbstironie: „Traditionsclub seit Fifa 98“ ist einer der Sprüche, mit denen Wolfsburg – hier in Anspielung auf den Spieleklassiker aus den Neunzigern – für sich wirbt. Auch die Themen Nachwuchs, Frauenmannschaft und Corporate Social Responsibility kommen zur Sprache.

„Wir wollen unseren gesamten Markenauftritt deutlich mutiger, progressiver und selbstbewusster gestalten“, so der VfL-Geschäftsführer Michael Meeske. Dabei nimmt man bewusst in Kauf, dass der Auftritt nicht bei allen gut ankommen wird: Sicher werde die Kampagne polarisieren, dies sei jedoch gewünscht und ein wichtiger Schritt, um insbesondere die eigene Region noch stärker zu mobilisieren.

 

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt kapituliert vor Herbert Grönemeyer. (c) Getty Images / Wachiraphorn
Grönemeyer zahlt Steuern in Deutschland - entgegen Poschardts Behauptung. Foto: Getty Images / Wachiraphorn
Meldung

Poschardt kapituliert vor Grönemeyer

"Richtigstellung": Der prominente Springer-Journalist Ulf Poschardt muss falsche Behauptungen über Herbert Grönemeyer öffentlich korrigieren. »weiterlesen
 
BdKom-Präsidentin Regine Kreitz erklärt die Hintergründe der Umbenennung des Verbands. (c) BdKom
Foto: BdKom
Interview

„Der Kommunikator ist mehr als nur ein Sprachrohr“

Der „Bundesverband deutscher Pressesprecher“ wird künftig „Bundesverband der Kommunikatoren" heißen. Damit will der Verband die Vielfalt des Kommunikationsberufs abbilden, so BdKom-Präsidentin Regine Kreitz. Im Interview sprach sie darüber, wie sich der Beruf in den letzten Jahren verändert hat und was ihm in Zukunft bevorsteht.     »weiterlesen
 
Für die Telekom sind Corporate Influencer ein Segen. (c) Getty Images / HAKINMHAN
Foto: Getty Images / HAKINMHAN
Meldung

Wie die Telekom Corporate Influencer nutzt

Corporate Influencer – Sein oder Schein, Fluch oder Segen? Telekom-Kommunikationschef Philipp Schindera hat darauf eine eindeutige Antwort. »weiterlesen
 
Boris Johnsons Brexit-Kampagne stößt auf Kritik. (c) Getty Images / gguy44
Foto: Getty Images / gguy44
Meldung

Kritik an Johnsons Brexit-Kampagne

Eine Werbekampagne soll die britische Bevölkerung auf den EU-Austritt vorbereiten. „Geldverschwendung“, wie einige Parlamentarier nun bemängeln. »weiterlesen
 
Ein Führungswechsel ist für Kommunikatoren ein Risiko, kann aber auch eine Chance sein. (c) Getty Images / BrianAJackson
Foto: Getty Images / BrianAJackson
Gastbeitrag

Ein neuer Chef muss nicht den Jobverlust bedeuten

Ob in Unternehmen, Kulturbetrieben oder in der Politik: Pressesprecher sind eng an die Leitung ihres Hauses gebunden. Wechselt die Person an der Spitze, müssen Sprecher häufig gehen. Doch es gibt Strategien, die Stabübergabe erfolgreich zu managen – und den eigenen Job zu retten. »weiterlesen
 
Zeitdruck bestimmt die Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Kommunikatoren. (c) Getty Images / Ulf Wittrock
Foto: Getty Images / Ulf Wittrock
Lesezeit 2 Min.
Meldung

Was können PRler von der "Zeit" lernen?

Die Zusammenarbeit zwischen PR und Journalismus ist heute durch Zeitdruck bestimmt – wie lässt sie sich verbessern?  »weiterlesen