(c) Getty Images/blackdovfx
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In eigener Sache

Der „pressesprecher“ wird zu „KOM“

Nach mehr als 17 Jahren bekommt das Magazin einen neuen Namen. Auch die Website wird sich ab Juli ändern.
Volker Thoms

Die erste Ausgabe des „pressesprecher“ erschien im Dezember 2003. „Beruf Pressesprecher“ lautete der Titel. „Wer hat den interessantesten Job? Wer macht die beste Arbeit? Wer bekommt das meiste Geld?“ So stand es auf dem Cover. Bildlich unterstrichen wurde das Ganze durch ein Foto mit vielen Mikrofonen. So war das vor 17 Jahren: Ein Pressesprecher musste mit der Presse sprechen.

Der „pressesprecher“ bekommt einen neuen Namen. Ab der Juli-Ausgabe werden wir zu „KOM“. Der bisherige Untertitel „Magazin für Kommunikation“ bleibt bestehen. Layout und Struktur erfahren einen sanften Relaunch. Einige Rubriken werden sich ändern. Wir wollen mehr Flexibilität bei der Covergestaltung. Auch das Design und die Adresse der Website werden angepasst. Sie finden uns im Internet ab Juli unter www.kom.de. Wie bisher werden von dem Magazin sechs Ausgaben pro Jahr erscheinen.

pressesprecher Ausgabe 01/2003 (c) Quadriga Media Berlin

Die erste Ausgabe des Magazins pressesprecher (Dezember 2003/Januar 2004). (c) Quadriga Media Berlin

Unser Anspruch bleibt, auch bei „KOM“ die für Ihren Arbeitsalltag relevanten Themen und Trends aufzugreifen. Wir werden weiterhin aktuelle Entwicklungen der Branche analysieren, relevante Akteure vorstellen und in Meinungs- und Gastbeiträgen Inspiration für den beruflichen Alltag von Kommunikationsverantwortlichen aus Unternehmen, Behörden, Verbänden, NGOs und Agenturen liefern. Public Relations, interne Kommunikation, Social Media, politische Kommunikation, Kampagnen und Digitales – in diesen Themenwelten werden wir uns bewegen.

Der Beruf hat sich verändert

Natürlich wissen wir, dass viele von Ihnen an der Berufsbezeichnung „Pressesprecherin“ und „Pressesprecher“ hängen; dass Medienarbeit – also das Interagieren mit Journalist*innen – ein wesentlicher Teil Ihrer Tätigkeit ist. Wir sehen allerdings auch, dass sich Pressesprecher*innen immer stärker als Kommunikator*innen verstehen. Dieser Eindruck hat sich während der Corona-Zeit noch einmal verstärkt.

Es handelt sich hierbei nicht um eine kurzfristige Entwicklung, sondern um eine nachhaltige. Kommunikationsverantwortliche sind längst auch für digitale und interne Kommunikation, Strategie, Events und Social Media verantwortlich. Werbung und Marketing verschmelzen zunehmend mit Öffentlichkeitsarbeit. Es geht um ganzheitliche Kommunikation. Der Beruf „Kommunikator*in“ wird vielfältiger und im Idealfall aufgewertet. Mit unserem bisherigen Magazin-Titel schließen wir aus unserer Sicht zu viele Personen aus, die wir mit unseren Inhalten ansprechen möchten. 

Der neue Name „KOM“ trägt zudem der Entwicklung Rechnung, dass sich in der professionellen Kommunikation der Frauenanteil kontinuierlich erhöht. Beispiel: Die erste „pressesprecher“-Ausgabe zeigte 2003 eine Übersicht mit den Kommunikator*innen der 30 wichtigsten Unternehmen. Lediglich vier waren Frauen. In unserer Dax-30-Übersicht in der letzten Ausgabe hatten von den 30 Unternehmen immerhin zwölf Kommunikationschefinnen. Beim Berufseinstieg hat sich das Verhältnis zugunsten der Frauen gedreht. Unter dem Gesichtspunkt, eine inklusive und geschlechtergerechte Sprache verwenden zu wollen, ist der Titel „pressesprecher“ sowieso nicht mehr zeitgemäß.

 

 
 


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