Die Mehrheit der Kunden fühlt sich von Unternehmen nicht gehört. (c) Thinkstock/aurorat
Die Mehrheit der Kunden fühlt sich von Unternehmen nicht gehört. (c) Thinkstock/aurorat

Der Kunde möchte wieder König sein

Laut brandshare-Studie fühlen sich die meisten Verbraucher von Unternehmen kaum gehört.
Eva Theil

Kunden wünschen sich mehr Wertschätzung seitens Marken. So lautet das zentrale Ergebnis der neuen brandshare-Studie, die von der PR-Agentur Edelman in Auftrag gegeben wurde. Dabei steht die Bindung von Kunden und Marken im Vordergrund. Grundsätzlich haben Kunden eine hohe Bereitschaft, in eine Beziehung mit Marken zu treten. Doch bisher werden deren Anforderungen an die Unternehmen kaum erfüllt, sodass ein hohes Verbesserungspotenzial besteht.

Im Rahmen der Studie wurden 15.000 Konsumenten in zwölf verschiedenen Ländern zum Verhältnis von Kunden und Markenperformance befragt. Dabei stellte sich heraus, dass das Konsumverhalten der Kunden maßgeblich davon abhängt, inwiefern ihre Bedürfnisse erfüllt werden.

Zuhören wird belohnt

Dabei geht es 80 Prozent der Befragten in erster Linie darum, dass ihnen zugehört wird und ihre Anliegen ernst genommen werden. Bisher sehen nur 13 Prozent diese Erwartung erfüllt. Mehr als die Hälfte der befragten Konsumenten wünscht sich zudem, dass Marken einen gesellschaftlichen Nutzen erbringen. Werden Unternehmen diesen Anforderungen gerecht, belohnen Kunden dies nachweislich mit einer hohen Kaufbereitschaft und empfehlen die Marke weiter.

Uta Behnke, Managing Director Edelman Hamburg und Practise Lead Brand Marketing meint dazu: "Wir sehen ein riesiges Potenzial für Marken, das Unternehmen nicht ausschöpfen". Außerdem bilanziert sie: "Konsumenten haben konkrete Vorstellungen, was Marken tun müssen, um sie an sich zu binden", und appelliert somit an die Unternehmen mehr Aufwand in Kundenbindungsprogramme zu investieren.

Infografik (c) Edelman/brandshare

Die Studie

Die brandshare-Studie untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Menschen und Marken entwickelt und stellt damit die bisher größte Markenstudie der PR-Agentur Edelman dar. In Zusammenarbeit mit der Marktforschungsfirma Edelman Berland wurde die Umfrage entwickelt. Durch die Abfrage von Online-Interviews wurden die Daten der 15.000 Teilnehmer erhoben.

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Romantisches Marketingpärchen, keine PR-Profis, beim Valentinstags-Dinner. (c) Getty Images/kieferpix
Foto: Getty Images/kieferpix
Lesezeit 1 Min.
Meldung

Marketing-Fachleute romantischer als PR-Profis

Eine Studie aus Amerika will ermittelt haben: Unternehmenskommunikatoren neigen deutlich weniger zu Romantik als Marketing-, Vertriebs- und CRM-Experten. »weiterlesen
 
Zeitmangel ist die größte Hürde auf dem Weg zum datengetriebenen Unternehmen. (c) Getty Images / tampatra
Foto: Getty Images / tampatra
Lesezeit 1 Min.
Studie

Big Data: Zeitmangel ist die größte Hürde

Nur eines von fünf Unternehmen verfolgt bei der Nutzung von Big Data einen strategischen Ansatz, wie eine aktuelle Studie zeigt. Ein Grund dafür: der Zeitaufwand. »weiterlesen
 
Andere zum Lachen zu bringen, kann harte Arbeit sein. (c) Getty Images/LagunaticPhoto
Foto: Getty Images/LagunaticPhoto
Lesezeit 5 Min.
Gastbeitrag

Wie Humor als Handwerk funktioniert

Was haben Harald Schmidt und die „Sesamstraße“, „Sexy Sport Clips“ und die Bundeswehr gemeinsam? Sie alle kauften Humor ein. Einblicke eines Insiders. »weiterlesen
 
Serviceplan Campaign International will mit der Aktion auf die Grausamkeit der Massentierhaltung aufmerksam machen. (c) Getty Images / Gilbo62
Foto: Getty Images / Gilbo62
Lesezeit 1 Min.
Meldung

In der New Yorker U-Bahn gegen Massentierhaltung

In New Yorks Grand Central Station soll ein Experiment der Agentur Serviceplan Campaign International auf die Grausamkeit der Massentierhaltung aufmerksam machen. »weiterlesen
 
Pressemitteilungen von Versicherern sind oft schwer verständlich. (c) Getty Images / Hong Vo
Bild: Getty Images / Hong Vo
Lesezeit 1 Min.
Studie

Es hapert an der Verständlichkeit

Wie verständlich sind Pressemitteilungen von Versicherungen? Eine aktuelle Studie gibt Aufschluss. »weiterlesen
 
Kommunikation im Handwerk sollte praxisorientiert sein, sagt Manuela Koneczny. (c) Handwerkskammer München
Foto: Handwerkskammer München
Lesezeit 4 Min.
Interview

„Man muss verstehen, wie das Handwerk tickt"

Kommunikation im Handwerk sollte praxisorientiert sein, meint die Kommunikatorin Manuela Koneczny von der Handwerkskammer München. Viele Handwerksbetriebe, so ihre Erfahrung, sind bei den Themen Social Media und Onlinekommunikation aufgeschlossen.  »weiterlesen