Essena O'Neill über ihren Bruch mit Social Media (c) https://www.youtube.com/watch?v=Xe1Qyks8QEM
Essena O'Neill über ihren Bruch mit Social Media (c) https://www.youtube.com/watch?v=Xe1Qyks8QEM
Sieben Sätze zur Youtube-Bloggerin Essena O'Neill

Der Kampf mit Social Media

Seit einigen Tagen berichten viele Online-Medien über ein 19-jähriges Mädchen, seinen Ausstieg aus den sozialen Netzwerken und den neuen Karrierezweig der „Berufs-Blogger“. Unsere Sieben Sätze
Rebecca Dietrich

Im Alter von zwölf Jahren begann Essena O’Neill täglich Fotos von sich in den sozialen Netzwerken zu posten – ein paar Jahre später hat sie mit über 500.000 Followern auf Instagram, mehr als 250.000 Fans auf Youtube und zahlreichen Werbeaufträgen den Durchbruch in der Social-Media-Welt geschafft. Diese verließ sie jetzt: Von einem Tag auf den anderen löschte die Bloggerin rund 2.000 ihrer Instagram-Bilder, setzte unter die verbliebenen Momentbeschreibungen der Aufnahmen und enthüllte damit die unglamouröse Wahrheit dieses Geschäfts: Likes und Follower sammeln – um jeden Preis. Die Industrie weiß um die Macht der Social-Media-Stars von heute und nutzt diese geschickt für ihre (verhältnismäßig günstige) Eigenwerbung.

Essena O'Neill Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=Xe1Qyks8QEM

Essena O'Neill über den falschen Glamour der Social-Media-Welt. Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=Xe1Qyks8QEM

Auf das Geld der Unternehmen muss Essena nun verzichten, allerdings weiß die junge Australierin den momentanen Medienhype um sich zu nutzen. Sie kreierte ihre eigene Website „Let’s Be Game Changers“, mithilfe derer sie vor allem junge Leute darauf aufmerksam machen will, wie leicht sich das Leben um die Anerkennung im Netz drehen kann, statt um Freunde oder Familie. Ihre moralischen Absichten sind dennoch umstritten – einerseits möchte Essena mit ihrem Ausstieg ein Statement setzen und sich nicht mehr an Unternehmen verkaufen, andererseits ruft sie ihre eigenen Fans unter der Rubrik „Support me“, zum Spenden für sie auf. Nach dem Motto: „Pay what it’s worth to you“ soll jeder Fan selbst bestimmen können, wie viel ihm ein Post von Essena O’Neill wert ist – jugendliches Vorbild oder aber doch eine geschickte PRlerin?

 
 

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