Wikipedia genießt großes Vertrauen unter deutschen Internetnutzern. (c) Thinkstock/bestdesigns
Wikipedia genießt großes Vertrauen unter deutschen Internetnutzern. (c) Thinkstock/bestdesigns
GPRA-Vertrauensindex

Das Portal, dem die Deutschen vertrauen

Der Verband der Kommunikationsagenturen GPRA hat Nutzer nach ihrem Vertrauen in Onlineplattformen befragt. Das Ergebnis: Wikipedia toppt, Facebook floppt.
Carolin Sachse-Henninger

Das Onlinelexikon Wikipedia genießt das volle Vertrauen der Internetnutzer: Sieben von zehn Deutschen (71 Prozent) halten die Aussagen der Plattform für glaubwürdig. Und 64 Prozent vertrauen Wikipedia, gesellschaftlich verantwortlich zu handeln. Zu diesen Ergebnissen kommt der Vertrauensindex der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA), der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Von den zehn untersuchten Plattformen – Amazon, Ebay, Facebook, Gmx.de, Google, T-Online, Web.de, Wikipedia, Yahoo und Youtube – schneidet Facebook am schlechtesten ab: Nur jeder Fünfte (22 Prozent) vertraut den Aussagen auf dem sozialen Netzwerk, fast genauso wenige (21 Prozent) erkennen die Bemühungen des Konzerns um die gesellschaftliche Verantwortung an.

Großes Vertrauen in Onlinehändler

Auf Platz zwei liegt dagegen Google: An die „Ehrlichkeit der Aussagen“ der Suchmaschine glauben 56 Prozent der Befragten. Und 48 Prozent haben Vertrauen in das verantwortliche Handeln des Konzerns – was bemerkenswert ist angesichts der Tatsache, dass nur jeder Dritte (32 Prozent) an einen korrekten Umgang der Suchmaschine mit dem Datenschutz glaubt. 

In Sachen Datenschutz haben übrigens die Onlinehändler Amazon (51 Prozent) und Ebay (48 Prozent) die Nase vorn, gefolgt von Wikipedia (47 Prozent). Die größten Zweifel hegen die Befragten auch hier bei Facebook: Nur 18 Prozent vertrauen bei dem sozialen Netzwerk auf die Sicherheit ihrer Daten.

So bewerten die Deutschen Internetportale nach der Ehrlichkeit ihrer Aussagen. (c) Mentefactum

 

 
 


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