Die Kommunikationsverbände fordern in der Corona-Krise Entlastungen für ihre Branche. (c) Getty Images / claudiodivizia
Die Kommunikationsverbände fordern in der Corona-Krise Entlastungen für ihre Branche. (c) Getty Images / claudiodivizia
Gemeinsamer Appell an Merkel, Scholz und Altmaier

Verbände fordern Entlastung für PR-Branche

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu bewältigen, fordern die deutschen Kommunikationsverbände Zusatzregelungen für die Branche.
Aus der Redaktion

Von der Vermittlung neuer Regelungen und Maßnahmen bis hin zu Kampagnen, die Social Distancing, Händewaschen und Zuhause-Bleiben propagieren: Die Kommunikationsbranche leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise. Wie viele andere Branchen leidet sie jedoch auch stark unter deren wirtschaftlichen Folgen. In einem gemeinsamen Appell fordern die Verbände der deutschen Kommunikationswirtschaft, darunter DPRG, GPRA und GWA, daher nun Entlastungen für die Kommunikationswirtschaft.

In dem an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier adressierten Schreiben weisen die Verbände unter anderem auf die massiven Umsatzeinbrüche hin, die Agenturen und Unternehmen aufgrund der staatlich verordneten Schließungen in Kauf nehmen müssen. Man wolle nicht jammern und um Subventionen bitten, heißt es dort, erwarte aber eine Neutralisierung dieser Effekte für die betroffenen Unternehmen durch den Staat.

So begrüßt man beispielsweise die am Montag bekanntgegebene hundertprozentige Haftung der Förderbank KfW für Summen bis 800.000 Euro, gibt aber zu bedenken, dass nicht nur Hausbanken abgesichert werden sollten, sondern auch die Antragssteller – in der Regel persönlich haftende Gesellschafter.

Zudem sollten die Erwartungen an die Zukunftsprognosen der angeschlagenen Unternehmen sowie die Bonitätsprüfung den aktuellen Möglichkeiten angepasst – und die Kredite zinsfrei angeboten werden. Weiterhin schlagen die Verbände eine längere Aussetzung der Umsatzsteuerzahlungen sowie der Insolvenzregelungen vor, um zu verhindern, dass sich betroffene Unternehmen ins strafbare Feld der Insolvenzverschleppung begeben.

Abschließend äußern sich die Verbände noch zum aktuellen Veranstaltungsverbot: „Wir wünschen uns einen Fahrplan für die schrittweise Aufhebung des Shutdowns und schlagen unsererseits eine zeitlich gestaffelte Rücknahme der Verbote von Veranstaltungen vor.“ In einer deutschlandweiten Kampagne über alle Medien soll dann für einen neuen wirtschaftlichen Aufbruch und die individuelle Verantwortung in der Gesellschaft geworben werden.

 

 

 
 


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