Boris Johnson hat einen neuen Head of Digital Communications. (c) Getty Images / Thinkstock Images
Boris Johnson hat einen neuen Head of Digital Communications. (c) Getty Images / Thinkstock Images
Nach PR-Flaute

Boris Johnson rekrutiert Ex-Buzzfeed-Kommunikator

In Sachen PR lief es für Boris Johnson in letzter Zeit nicht so richtig rund. Ein neuer Head of Digital Communications soll nun Abhilfe schaffen.
Aus der Redaktion

Im Umgang mit der Öffentlichkeit hatte Boris Johnson eigentlich immer ein glückliches Händchen. Als mitreißender und wortgewandter Redner fiel es ihm meist leicht, Menschen auf seine Seite zu ziehen.

Seit Johnson Ende Juli aber das Amt des Premierministers angetreten hat, verweigert ihm nicht nur das Parlament die Unterstützung für seine Brexit-Pläne. Auch sein eigenwilliger Umgang mit den Medien sorgte für Kritik: Immer öfter verweigere Johnson Interviews und veröffentliche stattdessen eigene Videos.

Auch bei öffentlichen Auftritten scheint ihn das Glück immer öfter zu verlassen. Erst in der vergangenen Woche machte Johnson bei dem Besuch im nordenglischen Morley eine besonders unglückliche Figur. Vor den Kameras der BBC überrumpeln ihn zunächst zwei Brexit-Gegner, anschließend verhaspelt er sich bei seiner Rede vor einer Polizeiakademie im Nachbarort und muss zum Schluss auch noch die Kritik einstecken, er habe die Polizei als Wahlkampfkulisse missbraucht.

Kein Wunder, dass man in der Downing Street einen dringenden Bedarf an frischer PR-Kompetenz sieht. Abhilfe schaffen soll nun ausgerechnet Peter Heneghan, ehemaliger Kommunikationschef der Entertainment-Portale Buzzfeed und LADbible. Beide Webseiten bieten hauptsächlich unterhaltsame, schnell konsumierbare Inhalte und sind besonders bei jungen Leuten beliebt.

Laut seinem Linkedin-Profil trat Heneghan seine neue Stelle als Head of Digital Communications im August an. Er ist Teil des Kommunikationsteams, das unter anderem auch den ehemaligen Mirror-Journalisten Lee Cain und den Ex-Medienchef der Vote-Leave-Kampagne, Rob Oxley, umfasst. Im Falle von Neuwahlen wäre es Aufgabe des Teams, der Bevölkerung Johnsons gewagte Brexit-Strategie schmackhaft zu machen.

 

 

 
 


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